Was ist Vehicle-to-Grid?
Vehicle-to-Grid, kurz V2G, bezeichnet eine Technologie, die es ermöglicht, Strom aus der Batterie eines Elektroautos zurück ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Anders als beim herkömmlichen Ladevorgang, bei dem Energie nur in eine Richtung, vom Netz ins Fahrzeug fließt, ermöglicht V2G einen bidirektionalen Energiefluss.
Das Prinzip ist einfach: Wenn das E-Auto nicht genutzt wird, steht die gespeicherte Energie in der Fahrzeugbatterie zur Verfügung. Diese kann dann ins Stromnetz zurückgespeist werden, wenn die Nachfrage hoch ist oder erneuerbare Energiequellen wie Wind und Sonne gerade wenig Strom produzieren. Dadurch wird das Elektrofahrzeug zu einem dezentralen Energiespeicher auf Rädern.
Hinweis: Vehicle-to-Grid ist Teil eines größeren Konzepts namens V2X (Vehicle-to-Everything), das auch Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Building (V2B) umfasst.
Der Unterschied zwischen V2G, V2H und V2L
- V2G (Vehicle-to-Grid): Strom fließt vom Auto zurück ins öffentliche Stromnetz
- V2H (Vehicle-to-Home): Das Auto versorgt den eigenen Haushalt mit Strom
- V2B (Vehicle-to-Building): Gewerbliche Gebäude werden mit Fahrzeugstrom beliefert
- V2L (Vehicle-to-Load): Externe Geräte können direkt am Fahrzeug geladen werden
Der gesetzliche Durchbruch: Was sich 2026 in Deutschland ändert
Der deutsche Bundestag hat Ende 2025 eine entscheidende Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) verabschiedet, die Vehicle-to-Grid ab 2026 erstmals wirtschaftlich attraktiv macht. Die wichtigsten Neuerungen:
Abschaffung der doppelten Netzentgelte
Bisher mussten E-Auto-Halter:innen Netzentgelte zahlen, wenn sie ihr Fahrzeug luden, und erneut, wenn sie den Strom zurück ins Netz einspeisten. Ab dem 1. Januar 2026 werden Elektroautos wie Speicher behandelt, wodurch das bidirektionale Laden erleichtert wird. Diese Doppelbelastung hat V2G bisher wirtschaftlich unattraktiv gemacht.
Vereinfachte Prozesse durch MiSpeL-Regelung
Die Bundesnetzagentur vereinfacht ab April 2026 mit der neuen MiSpeL-Regelung (Messkonzepte für Speicher) den technischen Prozess: V2G funktioniert dann über ein virtuelles Messstellen-Konzept ohne physischen zweiten Stromzähler. Damit entfallen die bürokratischen Hürden und hohen Installationskosten für Zusatz-Zählerkaskaden, die die Technologie bisher ausgebremst haben.
Wichtig: Für die MiSpeL-Regelung ist ein Smart Meter Gateway (SMGW) zwingend erforderlich. Der intelligente Stromzähler alleine reicht nicht aus, erst das Gateway ermöglicht die sichere Kommunikation mit dem Netzbetreiber und die Entgegennahme von Steuerungsbefehlen für den bidirektionalen Energiefluss.
Schrittweise Markteinführung
Netzbetreiber benötigen nach der Gesetzesänderung etwa sechs bis zwölf Monate für die Umsetzung der neuen Vorgaben. Große Betreiber rechnen mit einer Anpassungszeit von 6-9 Monaten, kleinere Betreiber mit bis zu 12 Monaten. Damit wird V2G ab Mitte 2026 schrittweise in den Markt wachsen.
Wie funktioniert Vehicle-to-Grid technisch?
Die technische Umsetzung von Vehicle-to-Grid erfordert mehrere Komponenten, die nahtlos zusammenarbeiten müssen:
Bidirektionale Ladestation
Herzstück der V2G-Technologie ist eine bidirektionale Wallbox, die Strom in beide Richtungen fließen lassen kann. Diese wandelt den Gleichstrom (DC) aus der Fahrzeugbatterie in Wechselstrom (AC) für das Stromnetz um, oder umgekehrt.
Es gibt zwei technische Ansätze:
- AC-bidirektionale Systeme: Nutzen den im Fahrzeug integrierten Onboard-Wechselrichter. Diese Lösung ist deutlich kostengünstiger, da keine teure DC-Wallbox benötigt wird. Nissan hat angekündigt, 2026 erschwingliche AC-bidirektionale Ladetechnologie auf ausgewählten Elektrofahrzeugen einzuführen, zu einem Preis, der mit einem herkömmlichen monodirektionalen Ladegerät vergleichbar ist. Dies könnte der Durchbruch für die massentaugliche V2G-Nutzung sein.
- DC-bidirektionale Systeme: Verwenden externe Wechselrichter in der Ladestation. Diese Systeme ermöglichen höhere Ladeleistungen, sind aber deutlich teurer in der Anschaffung. Für Privathaushalte stellen die Investitionskosten von mehreren tausend Euro noch eine erhebliche Einstiegshürde dar.
Tipp: Wenn Sie primär V2H (Vehicle-to-Home) nutzen möchten und die Kosten im Blick haben, ist eine AC-bidirektionale Lösung meist die wirtschaftlichere Wahl.
Smart-Meter-Gateway und Energiemanagement
Für die Abrechnung und Steuerung des Energieflusses ist ein Smart Meter Gateway (SMGW) erforderlich. Dieses misst exakt, wie viel Strom entnommen und eingespeist wird, und ermöglicht die sichere Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Ein Home Energy Management System (HEMS) koordiniert die Energieflüsse optimal:
- Wann wird geladen?
- Wann wird eingespeist?
- Wie wird mit der eigenen PV-Anlage koordiniert?
Hinweis: Ein strukturelles Hindernis bleibt der geringe Smart-Meter-Gateway-Ausbau in Deutschland. Ohne flächendeckende Verfügbarkeit kann V2G nicht sein volles Potenzial entfalten. Der Rollout beschleunigt sich zwar, ist aber regional noch sehr unterschiedlich fortgeschritten.
Kommunikationsstandards
Damit alle Komponenten miteinander kommunizieren können, braucht es einheitliche Standards. Seit dem 8. Januar 2026 ist die ISO 15118-2 für alle neu installierten öffentlichen Ladepunkte in der EU Pflicht. Sie ist die Basis für Plug & Charge. Der eigentliche V2G-Standard ISO 15118-20 wird ab Januar 2027 ebenfalls zur Pflicht für alle neuen Ladestationen (auch private). Wer sich jedoch heute, Anfang 2026, eine Wallbox kauft, sollte zwingend darauf achten, dass die ISO 15118-20 bereits unterstützt wird, um für das bidirektionale Laden zukunftssicher zu sein.
ISO 15118-20 ermöglicht:
- Die Plug-&-Charge-Funktion ohne separate Authentifizierung
- Intelligente Kommunikation zwischen Fahrzeug, Ladestation und Stromnetz
- Präzise Steuerung des bidirektionalen Energieflusses
- Abrechnung und Netzdienste
Die Vorteile von Vehicle-to-Grid
Vehicle-to-Grid bietet zahlreiche Vorteile für verschiedene Akteure:
Für E-Auto-Halter:innen
- Finanzielle Einsparungen: Studien sehen ein spürbares Sparpotenzial: bis zu 500 € pro Jahr für Haushalte, die V2H intelligent nutzen. Durch den Verkauf von Strom zu Spitzenpreisen und das Laden in günstigen Zeiten lassen sich die Energiekosten deutlich reduzieren.
- Kombination mit dynamischen Stromtarifen: Besonders profitabel wird V2G in Kombination mit zeitvariablen Stromtarifen. Das Auto lädt automatisch, wenn der Strom günstig ist, und speist ein, wenn hohe Preise bezahlt werden. Erfahren Sie mehr über flexible Stromtarife fürs E-Auto-Laden.
- Optimierung mit Solarenergie: Besitzer:innen einer PV-Anlage können überschüssigen Solarstrom tagsüber im E-Auto zwischenspeichern und abends für den Eigenverbrauch nutzen, eine ideale Ergänzung zum PV-Überschussladen.
- Zusätzliche Einnahmen mit der THG-Prämie: E-Auto-Halter:innen können weiterhin ihre jährliche THG-Prämie beantragen und erhalten so zusätzlich bis zu 450 Euro pro Jahr für die CO₂-Einsparungen ihres Fahrzeugs.
Für das Stromnetz
- Netzstabilisierung: Bis 2030 könnte es weltweit bis zu 250 Millionen Elektrofahrzeuge geben. Das bedeutet etwa 250 Millionen mobile Energiespeicher. Diese dezentrale Speicherkapazität hilft, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen.
- Integration erneuerbarer Energien: Wind- und Solarenergie produzieren Strom unregelmäßig. V2G-fähige Fahrzeuge können überschüssigen Ökostrom aufnehmen, wenn viel produziert wird, und bei Flauten zurückspeisen.
- Vermeidung von Netzausbau: Deutschland erschließt damit ein dezentrales Speicherpotenzial von rund 3,3 bis 5,0 GWh. Bei einer realistischen Anschlussquote von 20–30 % entspricht dies 1,0 bis 1,5 GW flexibler Leistung, vergleichbar mit einem Großkraftwerk.
Für die Energiewende
CO₂-Reduktion: Durch die bessere Nutzung erneuerbarer Energien trägt V2G zur Reduktion der CO₂-Emissionen bei. Die gespeicherte grüne Energie kann fossile Kraftwerke ersetzen, die sonst zur Spitzenlastdeckung einspringen müssten.
Systemkosten senken: Studien sehen Einsparungen von bis zu 22 Mrd. € pro Jahr im europäischen Energiesystem. Diese Einsparungen entstehen durch geringeren Bedarf an zusätzlichen Speicherkraftwerken und Netzausbau.
Welche Fahrzeuge unterstützen Vehicle-to-Grid?
Noch sind nicht alle E-Autos V2G-fähig, aber die Zahl wächst stetig. Zu den Pionieren gehören:
Bereits verfügbare V2G-Fahrzeuge in Deutschland
Deutsche Hersteller:
- VW ID.3, ID.4 und ID.5 (mit 77-kWh-Batterie): Seit den Software-Updates Ende 2024/2025 unterstützen diese Modelle bidirektionales Laden. Wichtig für die Planung: VW setzt hierbei aktuell auf DC-Bidirektionalität. Das bedeutet, dass die Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom nicht im Auto, sondern in einer speziellen (derzeit noch teureren) DC-Wallbox stattfinden muss.
Internationale Pioniere:
- Nissan Leaf: Der langjährige Vorreiter im V2G-Bereich, der die Technologie über den CHAdeMO-Standard bereits seit Jahren in Pilotprojekten erprobt hat
- Hyundai Ioniq 5 & 6: Beide Modelle unterstützen bidirektionales Laden
- Kia EV6: Mit 800-Volt-Technologie und V2G-Fähigkeit
- Ford F-150 Lightning: Kann ein Haus bis zu drei Tage mit Strom versorgen
- Renault 5 E-Tech & Scenic E-Tech: Die derzeitigen Vorreiter für den Massenmarkt. Renault bietet mit „Mobilize V2G“ seit Ende 2025/Anfang 2026 ein komplettes AC-Ökosystem an, bei dem das Fahrzeug ohne teure DC-Hardware Strom zurückspeisen kann.
Angekündigte Modelle für 2026
Für 2026 in Nordamerika angekündigt: General Motors mit mehreren Modellen (Chevrolet Silverado EV, GMC Sierra EV, Chevrolet Blazer EV, Chevrolet Equinox EV, Cadillac Lyriq, Escalade IQ und Optiq), Hyundai Ioniq 9 und Stellantis RAM 1500 REV.
Auch europäische Hersteller wie Mercedes-Benz und Renault arbeiten an V2G-fähigen Fahrzeugen. Mercedes-Benz wird ab 2026 V2G-fähig. Ziel ist die direkte Kopplung der Fahrzeuge mit dem Energiesystem.
Hinweis: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ihr Wunschfahrzeug V2G unterstützt und welche Standards (CCS, CHAdeMO) sowie welche Art der Bidirektionalität (AC oder DC) verwendet werden. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Investitionskosten für die Heimladeinfrastruktur.
Voraussetzungen für Vehicle-to-Grid zu Hause
Um V2G zu Hause nutzen zu können, müssen mehrere technische Voraussetzungen erfüllt sein:
Elektrische Installation
- Dreiphasiger Hausanschluss: Mindestens 11 kW Anschlussleistung sind erforderlich
- Geprüfte Hausinstallation: Besonders bei älteren Gebäuden sollte ein Elektrofachbetrieb die Leitungen, Sicherungen und Schutzsysteme überprüfen
- Zertifizierte Installation: Die bidirektionale Wallbox und alle Komponenten müssen von einem zertifizierten Fachbetrieb installiert werden
Technische Komponenten
- Bidirektionale Wallbox: Entweder AC-basiert (günstiger) oder DC-basiert (leistungsstärker), je nach Fahrzeug und Budget
- Smart Meter Gateway (SMGW): Für die exakte Messung, Abrechnung und sichere Kommunikation der Energieflüsse
- Energiemanagementsystem: Zur intelligenten Steuerung und Optimierung
- Netzbetreiber-Anmeldung: Die Installation muss beim Netzbetreiber gemeldet und genehmigt werden
Wirtschaftliche Überlegungen
Die Investitionskosten für eine V2G-fähige Installation liegen derzeit noch deutlich höher als für eine herkömmliche Wallbox. Während AC-bidirektionale Lösungen zunehmend erschwinglich werden, stellen DC-Wallboxen mit Preisen im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich noch eine erhebliche Investition dar.
Die Amortisation hängt von mehreren Faktoren ab:
- Strompreisentwicklung und Preisunterschiede zwischen Hoch- und Niedrigtarifzeiten
- Häufigkeit der V2G-Nutzung
- Vergütung für eingespeisten Strom bzw. gesparte Strombezugskosten
- Kombination mit PV-Anlage
- Art der gewählten Lösung (AC vs. DC)
Tipp: Für die meisten Privathaushalte ist eine AC-bidirektionale Lösung der wirtschaftlichere Einstieg in V2H/V2G. Kalkulieren Sie die Kosten genau und prüfen Sie, ob Förderprogramme für die Installation zur Verfügung stehen.
Vehicle-to-Grid für Unternehmen und Flotten
Besonders für Unternehmen mit E-Flotten bietet V2G enormes Potenzial:
Lastspitzenkappung
Unternehmen können mit ihren Fahrzeugflotten Lastspitzen im Betrieb abfedern und so teure Netzentgelte vermeiden. Wenn die Produktion Spitzenlasten verursacht, können die Fahrzeugbatterien einspringen.
Neue Geschäftsmodelle für Flottenbetreiber
Flottenbetreiber können ihre Fahrzeuge als virtuelle Kraftwerke bündeln und Flexibilität am Strommarkt vermarkten. Dies eröffnet zusätzliche Einnahmequellen neben dem eigentlichen Transportgeschäft.
Optimierung der Ladeinfrastruktur
Durch intelligentes Lademanagement können Unternehmen ihre Energiekosten optimieren und gleichzeitig zur Netzstabilität beitragen. Die Kombination mit eigenen PV-Anlagen macht Betriebe unabhängiger von Strompreisschwankungen.
THG-Prämie für Unternehmensflotten
Unternehmen können für ihre gesamte E-Flotte die THG-Prämie beantragen und dadurch die Betriebskosten zusätzlich senken. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten für Flottenbetreiber und Nutzfahrzeuge.
Die Rolle von Ladestationen beim V2G
Öffentliche Ladeinfrastruktur spielt eine wichtige Rolle für die Verbreitung von Vehicle-to-Grid:
Öffentliche bidirektionale Ladepunkte
Während V2H primär für den privaten Bereich gedacht ist, könnten öffentliche V2G-Ladepunkte das Stromnetz großflächig stabilisieren. Parkplätze könnten zu Energiespeichern werden, wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig angeschlossen sind.
Kombination mit THG-Prämie für Ladepunkte
Betreiber:innen von öffentlich zugänglichen Ladepunkten können nicht nur von V2G-Dienstleistungen profitieren, sondern auch die THG-Prämie für den bereitgestellten Ladestrom beantragen. Dies gilt für halböffentliche und öffentliche Ladepunkte, die bei der Bundesnetzagentur registriert sind.
Erfahren Sie mehr über die Ladepunkterfassung und wie Sie Ihre Ladestation anmelden können.
Herausforderungen und Ausblick
Trotz der positiven Entwicklungen gibt es noch Herausforderungen:
Smart Meter Gateway Rollout
Ein strukturelles Hindernis bleibt der geringe Smart-Meter-Gateway-Ausbau in Deutschland. Ohne flächendeckende intelligente Stromzähler mit Gateway-Funktionalität kann V2G nicht sein volles Potenzial entfalten. Der Rollout beschleunigt sich, ist aber regional sehr unterschiedlich.
Investitionskosten
Während die gesetzlichen Rahmenbedingungen ab 2026 stimmen, bleiben die Investitionskosten, besonders für DC-bidirektionale Systeme – eine Hürde für Privathaushalte. Der Durchbruch wird voraussichtlich durch kostengünstige AC-bidirektionale Lösungen kommen, wie sie Nissan und möglicherweise weitere Hersteller anbieten werden.
Batteriebelastung
Eine häufig gestellte Frage betrifft die Auswirkungen auf die Batterielebensdauer. Moderne Lithium-Ionen-Batterien sind jedoch für viele Ladezyklen ausgelegt, und intelligente Managementsysteme sorgen dafür, dass die Batterie schonend genutzt wird. Mehr zur Batterielebensdauer von E-Autos.
Standardisierung
Die Interoperabilität zwischen verschiedenen Fahrzeugmarken, Wallboxen und Energiemanagementsystemen muss noch verbessert werden. Der ISO 15118-20 Standard ist hier ein wichtiger Schritt, aber die vollständige Implementierung wird Zeit brauchen.
Regulatorische Entwicklung
Während die Rahmenbedingungen in Deutschland ab 2026 stimmen, entwickelt sich der europäische Markt unterschiedlich schnell. Die RED III-Richtlinie wird weitere Impulse für die Energiewende und damit auch für V2G setzen.
Zusammenfassend: Das E-Auto wird zum Energiesystem-Akteur.
Vehicle-to-Grid markiert einen Paradigmenwechsel in der Elektromobilität. Das E-Auto entwickelt sich vom reinen Verkehrsmittel zum aktiven Bestandteil des Energiesystems. Toyota vergleicht das Potenzial der vier Millionen Elektrofahrzeuge in den USA mit 40 Kernreaktoren. Zum Vergleich: Es gibt 94 Kernreaktoren in den USA, die 2023 für 18,2 % der Stromerzeugung verantwortlich waren.
Die Gesetzesänderung in Deutschland ab 2026 beseitigt die größte wirtschaftliche Hürde und macht V2G endlich attraktiv. Für E-Auto-Halter:innen eröffnen sich neue Möglichkeiten, bis zu 500 Euro jährlich zu sparen und gleichzeitig zur Energiewende beizutragen. Kombiniert mit der THG-Prämie, dynamischen Stromtarifen und eigener Solarenergie wird das Elektrofahrzeug zum zentralen Element einer dezentralen, nachhaltigen Energieversorgung.
Die Technologie ist ausgereift, die regulatorischen Hürden sind weitgehend beseitigt, jetzt beginnt die schrittweise Markteinführung. Entscheidend für den Durchbruch wird sein, ob sich kostengünstige AC-bidirektionale Lösungen durchsetzen können. Wer 2026 ein neues E-Auto kauft oder least, sollte auf V2G-Fähigkeit achten – und dabei die Art der Bidirektionalität (AC oder DC) im Blick haben, um die Investitionskosten für die Heimladeinfrastruktur realistisch einschätzen zu können.
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Besuchte Quellen:
- Quelle – Besucht am (21.01.2026 - 08:39 Uhr):
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/20250919_MiSpeL.html - Quelle – Besucht am (21.01.2026 - 09:17 Uhr):
https://mobilityhouse-energy.com/de_de/news/artikel/bundestag-schafft-durchbruch-fuer-bidirektionales-laden-vehicle-to-grid-wird-moeglich - Quelle – Besucht am (21.01.2026 - 10:01 Uhr):
https://nationale-leitstelle.de/

