Faktoren zur Berechnung der THG-Prämie
Die THG-Prämie berechnet sich, indem die zertifizierte CO₂-Menge mit dem Marktpreis für eine Tonne CO₂ multipliziert wird. Das Umweltbundesamt berechnet die Menge eines CO₂-Zertifikats anhand von vier Faktoren:
- Fossiler Basiswert: CO₂-Ausstoß pro Megajoule bei Verbrennerfahrzeugen.
- Emissionswert für Strommix: CO₂-Ausstoß pro Megajoule bei Produktion von Ladestrom.
- Effizienzfaktor E-Motoren: Wie effizient nutzen Elektrofahrzeuge den Ladestrom?
- Anrechenbarkeit von Ladestrom
THG-Quotenrechner: Prämie für 2026 berechnen
Mit dem THG-Quotenrechner können Sie durch das Eintragen des Marktpreises einer Tonne CO₂, der Verkaufsprovision des Anbieters und der Fahrzeugklasse einen Verkauf Ihrer THG-Quote simulieren und somit Ihre THG-Prämie 2026 berechnen.
So berechnet sich die THG-Prämie
Die folgende Formel berechnet kurz gefasst die eingesparte Menge an Treibhausgas, die E-Autos im Vergleich zu Verbrennerfahrzeugen für eine MWh Leistung aufbringen müssen. Wird diese mit dem festgelegten Pauschalwert von 2000 kWh pro E-Auto (Klasse M1) multipliziert, berechnet sich die zertifizierte Menge in Tonnen CO₂.
Formel: Pauschaler Wert Fahrzeugklasse x (Fossiler Basiswert [gCO₂/MJ] × Treibhausgasminderungsquote - Basiswert Emission [gCO₂/MJ] × Effizienzfaktor E-Motoren)) x Umrechnungsfaktor MJ/kWh x Mehrfachfaktor Ladestrom = zertifizierte CO₂ Einsparung
Formel mit Werten für 2025: 2000 kWh x (94,1 [gCO₂/MJ] x 0,106 - (124 [gCO₂/MJ] x 0,4)) x 3,6 [MJ/kWh] x 3 = 0,746 t CO₂/MWh

Der THG-Experte verkauft das CO₂-Zertifikat zum aktuellen Marktpreis pro Tonne CO₂ an Unternehmen, die ihre Treibhausgasminderungsquoten (THG-Quote) erfüllen müssen. Zieht man noch die Provision des Anbieters ab, hat die THG-Prämie berechnet.
Formel 2025: 0,746 t CO₂ x Marktpreis [€ pro t/CO₂] - Verkäuferprovision = THG-Prämie
Tipp: Da vollelektrische Busse und LKW mehr CO₂ im Gegensatz zu ihren Verbrenner-Äquivalenten einsparen, ist die THG-Prämie für Nutzfahrzeuge auch höher. Wir berechnen auch Quoten für Firmenflotten.
Preisentwicklung der THG Prämie: Historie und Ausblick 2026
Die THG Prämie gibt es für Verbraucher:innen zwar erst seit 2022, doch gab es auch bereits zuvor einen Markt für CO₂-Zertifikate. Bis 2019 stagnierte der Preis für den Ausstoß einer Tonne CO₂ meist zwischen 150 und 200 Euro.
- Preishoch(bis 2022): Die Einführung der Quote führte bis 2022 zu einem Preisanstieg auf bis zu 475 Euro pro Tonne CO₂ und dementsprechend einer THG Prämie von etwa400€ pro E-Auto.
- Marktbereinigung (2023): Die Preise sanken 2023 stark von anfänglich 430 Euro auf 130 €/TCO₂ zum Jahresende, hauptsächlich aufgrund von Biokraftstoff-Konkurrenz und des "dreckigeren" Strommix.
- Markttief(2024–2025): Die Preisentwicklung setzte sich 2024 und im ersten Halbjahr2025 negativ fort und pendelte sich im realistischen Handel zwischen 75 €/TCO₂und 130 €/TCO₂ ein.
- Ausblick 2026: Experten erwarten, dass sich dieser Abwärtstrend 2026 durch die gesetzlich vorgeschriebene Quotensteigerung auf 12,1 % umkehrt. Dies sollte die Preise pro Tonne CO₂ und damit auch die THG-Prämien wieder in höhere Regionen (Prognose: 200 € bis 350 €/TCO₂) bringen.
Wie lange kann man die THG-Prämie 2026 beantragen?
Die THG-Prämie kann bis zum 31. Oktober beantragt werden. Der THG-Anbieter hat dann noch bis zum 15. November Zeit die Daten zu bündeln, aufzubereiten und an das Umweltbundesamt zu schicken. Anträge, die nach dem 15.11. eintreffen, können für das aktuelle Kalenderjahr nicht mehr durch das UBA berücksichtigt werden.
Wie lange gibt es die THG-Prämie?
Basierend auf dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote können Halter:innen von E-Autos zwischen 2022 und 2030 einmal jährlich CO2-Zertifikate ihrer E-Autos verkaufen und eine THG-Prämie erhalten. Nach 2030 ist der Quotenhandel für Privatpersonen nicht mehr geplant.

