Smart E-Auto: Intelligente Elektroautos und die Modelle von Smart im Überblick

Ein Smartes E-Auto ist ein vernetztes Elektroauto, das sich per Software aktualisieren lässt und sein Laden intelligent steuert. Die Marke Smart bietet in Deutschland mit #1, #3 und #5 drei batterieelektrische Modelle an, der neue #2 feiert am 12. Oktober 2026 Weltpremiere. Für alle rein elektrischen Modelle können Halter:innen die THG-Prämie beantragen.

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In diesem Artikel:

Was ist ein Smart E-Auto?

Der Begriff hat 2026 zwei Bedeutungen, die sich überschneiden. Zum einen steht er für die Elektroautos der Marke Smart, einem Gemeinschaftsunternehmen von Mercedes-Benz und Geely. Zum anderen beschreibt er Fahrzeuge, die dank Software, Konnektivität und Energievernetzung im Alltag besonders intelligent sind. Drei Merkmale zeichnen ein Smartes E-Auto aus: Es wird per Over-the-Air-Update laufend verbessert, es plant Ladestopps und Ladezeitpunkte mit und es lässt sich in das Energiesystem des Haushalts einbinden. Dieser Beitrag zeigt, wie die Smart-Modelle diese Kriterien erfüllen, was sie kosten und wie Halter:innen sich die THG-Prämie zusätzlich sichern.

Die Smart-Modelle im Überblick

Smart hat sich vom Stadtflitzer zur teilweise SUV-Marke entwickelt. Der Zweisitzer kehrt 2027 mit dem #2 zurück. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Eckdaten. Beim #1 gibt es zwei Akkuvarianten.

ModellKarosserieBatterie (brutto)WLTP-ReichweiteSchnellladenPreis (Orientierung)
Smart #1 ProKompakt-SUV49 kWh (LFP)ca. 310 kmbis 130 kWab ca. 35.000 bis 37.000 €
Smart #1 Pro+ und PremiumKompakt-SUV66 kWh420 bis 440 kmbis 150 kWab ca. 42.000 €
Smart #3 Pro+ und PremiumSUV-Coupé66 kWh435 bis 455 kmbis 150 kWab ca. 43.500 €
Smart #5 Pro+ und PremiumSUV100 kWhbis 590 kmbis 400 kWab ca. 51.000 €
Smart #2Zweisitzer35,7 kWhca. 300 km (vorläufig)10 bis 80 % in ca. 20 minnoch offen

Zum Modelljahr 2027 erhält der #5 Premium erstmals eine Allradvariante, außerdem gibt es für alle Pro+-Modelle die Black Collection für 600 € Aufpreis. Einzelne Ausstattungslinien entfallen dafür.

Hinweis: Die Preise sind Orientierungswerte vor Rabatten, die sich je nach Modelljahr und Aktion ändern. Maßgeblich ist die aktuelle Preisliste. Alle Angaben zum #2 sind vorläufige Herstellerwerte bis zur Premiere. Medienberichten zufolge soll der Zweisitzer bei rund 20.000 € starten, eine offizielle Bestätigung steht noch aus.

Software und App: Das Auto, das dazulernt

Ein klarer Pluspunkt ist die Softwarepflege. Das Betriebssystem smart OS wird per Over-the-Air-Update erweitert, ohne dass ein Werkstattbesuch nötig ist. Beim #5 kamen so unter anderem die adaptive Geschwindigkeitsregelung im Anhängerbetrieb, eine Routenplanung mit Ladestopps in der Ankunftszeit, ein Sprachassistent, der Funktionen erklärt, Amazon Music im App Store und ein digitaler Schlüssel für iPhone und Apple Watch hinzu. Der Schlüssel lässt sich auch an andere Nutzer:innen weitergeben.

Über die Hello-Smart-App lassen sich Fahrzeugfunktionen aus der Ferne steuern. Das Standardpaket für Konnektivität enthält laut Händlerangaben Updates und App.

Tipp: Prüfen Sie bei der Probefahrt, wie flüssig die Bedienung läuft und welche Softwareversion aufgespielt ist. Gerade bei vernetzten Fahrzeugen entscheidet die Software stark über den Alltagsnutzen.

Intelligentes Laden: 800 Volt, Ladeplanung und Wallbox

Beim Laden zeigt sich der größte Unterschied zwischen den Baureihen. Der #5 nutzt eine 800-Volt-Architektur und lädt laut Hersteller mit bis zu 400 kW. In der Version mit großem Akku vergehen von 10 auf 80 Prozent rund 18 Minuten. #1 und #3 arbeiten mit 400 Volt und bis zu 150 kW (#1 Pro: 130 kW), für 10 bis 80 Prozent sind etwa 30 Minuten realistisch. Wie die Technik funktioniert, erklärt der Beitrag zum 800-Volt-Schnellladen.

Zu Hause entscheidet die Steuerung. Mit Smart Charging und Standards wie ISO 15118 verschieben Fahrzeug und Wallbox den Ladevorgang in günstige Zeitfenster. Wer einen flexiblen Stromtarif nutzt oder mit PV-Überschussladen eigenen Solarstrom einsetzt, senkt die Kosten pro Kilowattstunde. Die Regelung nach § 14a EnWG legt fest, wie Netzbetreiber Wallboxen bei Engpässen steuern dürfen. Welche Geräte dafür geeignet sind, zeigt der Wallbox-Vergleich 2026.

Beim bidirektionalen Laden ist Smart noch zurückhaltend. Der #5 bietet laut Ausstattungslisten Vehicle-to-Load (V2L), mit dem sich Geräte direkt am Fahrzeug betreiben lassen. Das Einspeisen ins Haus oder ins Netz wird nach aktuellen Datenbankangaben, etwa beim #3, nicht unterstützt. Hintergründe liefern die Artikel zum bidirektionalen Laden und zu Vehicle-to-Grid.

Tipp: Für den Alltag genügt in der Regel eine 11-kW-Wallbox. Der #5 nimmt je nach Version bis zu 22 kW Wechselstrom auf, ein Mehrwert entsteht aber nur, wenn Hausanschluss und Wallbox das tatsächlich hergeben.

Reichweite und Kosten im Alltag

WLTP-Werte sind Laborwerte, im Alltag liegt die Reichweite darunter. Für den #3 mit großem Akku nennen Datenbanken eine realistische Reichweite von rund 355 km bei etwa 175 Wh/km. Beim #5 mit Allradantrieb und 94 kWh nutzbarer Kapazität sind es rund 455 km bei etwa 199 Wh/km. Bei einem Strompreis von 0,35 € pro kWh entspricht das Stromkosten von etwa 6 bis 7 € pro 100 km. An Schnellladesäulen hängt der Preis stark von Anbieter und Tarif ab, sodass sich ein Blick auf Ladekarten ohne Grundgebühr lohnt. Die laufenden Kosten insgesamt ordnet der Beitrag zu den Unterhaltskosten eines E-Autos pro Jahr ein. Im Winter sinkt die Reichweite je nach Temperatur und Heizung spürbar, das Vorwärmen der Batterie kann dem entgegenwirken.

Tipp: Rechnen Sie mit Ihrem eigenen Strompreis und Ihrem typischen Fahrprofil, nicht mit Prospektwerten. So lässt sich der Unterschied zwischen Heimladen und öffentlichem Laden realistisch beziffern und vergleichen.

E-Auto-Förderung 2026 für Smart-Modelle

Seit dem 19. Mai 2026 können Privatpersonen die staatliche E-Auto-Förderung über die Förderzentrale Deutschland beantragen. Sie gilt rückwirkend für Neufahrzeuge, die seit dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen wurden, und beträgt je nach Einkommen, Haushaltsgröße und Antrieb bis zu 6.000 €. Die Einkommensgrenze liegt bei 80.000 € zu versteuerndem Haushaltseinkommen und steigt pro Kind, für bis zu zwei Kinder, um 5.000 €. Für geförderte Fahrzeuge gilt eine Mindesthaltedauer von 36 Monaten.

THG-Prämie für Smart E-Autos sichern

Jedes rein batterieelektrische E-Auto ist berechtigt zur THG‑Prämie. Halter:innen lassen die eingesparten CO₂-Emissionen vom Umweltbundesamt zertifizieren, die Unternehmen verkaufen die Treibhausgasminderungsquote an quotenpflichtige Mineralölkonzerne. Für Privatpersonen ist die THG-Prämie steuerfrei. Warum dieser Markt existiert, erklärt der Beitrag zum Handel mit CO₂-Zertifikaten.

Der Antrag bei emobility.energy ist volldigital: Zulassungsbescheinigung Teil 1 hochladen, Modell wählen, fertig. Die Daten werden DSGVO-konform auf Servern in Deutschland verarbeitet, der Kundenservice sitzt ebenfalls in Deutschland. Mit dem THG-Prämienrechner lässt sich die Höhe vorab einschätzen. Eine Übersicht aller Modelle und Prämien bietet der Vergleich. Für Privatkund:innen stehen 2026 drei Modelle zur Wahl:

ModellAuszahlungBesonderheit
Express 2026200 €Digital, Auszahlung meist in unter 48 Stunden
Variabel Garant 2026bis zu 450 €, mindestens 170 € garantiertChance auf mehr, wenn der Marktpreis steigt
Garant 2026300 € fixInklusive 76 € Neukundenbonus

Die genannten Beträge und Modelle sind Angebote von emobility.energy für das Quotenjahr 2026. Die Höhe der THG-Prämie im variablen Modell hängt vom Marktpreis der Treibhausgasminderungsquoten ab. 

Wer zu Hause eine Wallbox betreibt und sie halböffentlich oder öffentlich zugänglich macht, kann zusätzlich eine THG-Prämie für den Ladestrom erhalten. Dafür lässt sich der Ladepunkt bei der Bundesnetzagentur anmelden und anschließend im Ladestromportal erfassen. Unternehmen mit mehreren Fahrzeugen finden im Beitrag zur E-Flotte im Unternehmen passende Hinweise.

Hinweis: Die THG-Prämie wird pro Quotenjahr beantragt und gilt nur für zulassungspflichtige, rein elektrische Fahrzeuge. Fristen und Auszahlungszeitpunkte nennt der jeweilige Antrag.

Für wen lohnt sich ein Smart E-Auto?

Der #1 und der #3 sind Alltags-SUVs für Pendler:innen und Familien in der Stadt. Ihre Reichweite ist moderat und sinkt im Winter spürbar, wie der Beitrag zur Winter-Reichweite zeigt. Der #5 richtet sich an Vielfahrer:innen und Familien: Er bietet 630 Liter Kofferraum, eine gebremste Anhängelast von 1.600 kg und die schnellste Ladetechnik der Marke. Der #2 spricht Stadtbewohner:innen an, die ein kompaktes Fahrzeug suchen. Der Wendekreis liegt laut vorläufiger Herstellerangabe bei rund 6,95 Metern. Wer Alternativen vergleichen möchte, findet im Test kleiner E-Autos eine erste Orientierung.

Smart entwickelt und fertigt seine Fahrzeuge inzwischen mit dem Partner Geely in China. Käufer:innen sollten deshalb Servicenetz und Garantiebedingungen prüfen. Einen Überblick liefert der Vergleich chinesischer Elektroautos.

Fazit

Ein Smart E-Auto überzeugt vor allem durch Software, Ladetechnik und Vernetzung. Der #5 setzt mit 800 Volt und Over-the-Air-Updates die Maßstäbe der Marke, #1 und #3 bleiben solide Alltagsmodelle, und der #2 ergänzt 2027 das Angebot nach unten. Finanziell lohnt sich der Blick auf die staatliche Förderung und auf die jährliche THG-Prämie, die sich für jedes rein elektrische Modell digital sichern lässt.

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Häufige Fragen zum Smart E-Auto & der THG-Prämie

Was bedeutet Smart E-Auto?

Der Begriff meint zum einen die Elektroautos der Marke Smart, zum anderen vernetzte Elektrofahrzeuge mit Software-Updates und intelligenter Ladesteuerung.

Welche Smart-Elektroautos gibt es aktuell in Deutschland?

Aktuell sind die batterieelektrischen Modelle Smart #1, #3 und #5 erhältlich. Der Zweisitzer #2 wird am 12. Oktober 2026 in Paris vorgestellt und kommt voraussichtlich 2027.

Gibt es für ein Smart E-Auto die THG-Prämie?

Ja, alle rein batterieelektrischen E-Autos sind berechtigt. Halter:innen laden die Zulassungsbescheinigung Teil 1 hoch und wählen ein Modell, etwa Express, Variabel Garant oder Garant 2026.

Wie hoch ist die E-Auto-Förderung 2026?

Die staatliche Förderung beträgt je nach Einkommen, Haushaltsgröße und Kinder bis zu 6.000 €. Die Einkommensgrenze liegt bei 80.000 € zu versteuerndem Haushaltseinkommen und erhöht sich pro Kind um 5.000 €.

Kann ein Smart E-Auto Strom ins Haus zurückspeisen?

Nach aktuellen Angaben ist das Einspeisen ins Haus oder Netz bei Smart noch nicht möglich. Der #5 bietet laut Ausstattungslisten aber Vehicle-to-Load für den Betrieb externer Geräte.

Besuchte Quellen

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