Installation Wallbox: Kosten, Regeln & Förderung 2026

Die Installation einer Wallbox ist der Schlüssel zu günstigem und bequemem Laden zuhause. 2026 wird das Laden noch attraktiver: Durch verpflichtende dynamische Stromtarife bei allen Anbietern, reduzierte Netzentgelte gemäß §14a EnWG (110-190 € Ersparnis jährlich) und zukunftssichere bidirektionale Wallboxen können Sie Ihre Ladekosten um bis zu 40% senken. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen alle wichtigen Schritte von der Planung bis zur Inbetriebnahme.

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In diesem Artikel:

Warum eine Wallbox installieren?

Der Umstieg auf ein Elektroauto bringt viele Vorteile, doch erst mit einer eigenen Wallbox schöpfen Sie das volle Potenzial aus. Während das Laden an öffentlichen Ladestationen zwischen 0,45 € und 0,89 € pro Kilowattstunde (kWh) kosten kann, laden Sie zuhause mit Ihrem Stromtarif meist für 0,25 € bis 0,35 € pro kWh. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20 kWh auf 100 km sparen Sie so mehrere Hundert Euro pro Jahr.

Eine Wallbox lädt Ihr E-Auto zudem deutlich schneller und sicherer als eine herkömmliche Haushaltssteckdose. Während eine Schuko-Steckdose maximal 2,3 kW leistet und bei Dauerbelastung ein Brandrisiko darstellt, bietet eine 11-kW-Wallbox die fünffache Ladeleistung, sicher und zuverlässig.

Tipp: Kombinieren Sie Ihre Wallbox mit dynamischen Stromtarifen oder einem Autostromtarif, um nachts besonders günstig zu laden.

Voraussetzungen für die Installation einer Wallbox

Bevor Sie mit der Installation beginnen, müssen einige technische und rechtliche Voraussetzungen geklärt werden.

Technische Anforderungen

Für die Installation einer Wallbox benötigen Sie:

  • Ausreichende Anschlussleistung: Ihr Hausanschluss sollte genug Kapazität haben. Ein 11-kW-Wallbox benötigt einen Drehstromanschluss (400V). Prüfen Sie Ihren Stromzähler oder fragen Sie bei Ihrem Netzbetreiber nach.
  • Geeigneter Installationsort: Die Wallbox sollte möglichst nah am Sicherungskasten installiert werden, um Kabelkosten zu reduzieren. Der Abstand zum Parkplatz darf nicht zu groß sein, Ladekabel sind meist 5–7 Meter lang.
  • Drehstromanschluss (400V): Für Wallboxen mit 11 kW oder 22 kW zwingend erforderlich. Bei älteren Häusern muss eventuell ein neuer Anschluss gelegt werden.
  • FI-Schalter Typ A mit Gleichstromfehlererkennung: Moderne Wallboxen verfügen oft über einen integrierten DC-Fehlerstromschutz. Ansonsten muss ein FI-Schalter Typ A EV nachgerüstet werden.
  • Intelligentes Messsystem (Smart Meter): Für die Nutzung der reduzierten Netzentgelte nach §14a EnWG und dynamischer Stromtarife ist 2026 praktisch ein intelligentes Messsystem (iMSys) erforderlich. Prüfen Sie, ob Ihr Zählerschrank bereits Smart-Meter-ready ist oder ob der Messstellenbetreiber den Zähler im Zuge der Installation ohnehin tauscht. Der gesetzliche Smart-Meter-Rollout ist 2026 weit fortgeschritten, sodass viele Haushalte bereits ein iMSys haben oder zeitnah erhalten.

Hinweis: Bei Eigentumswohnungen oder Mietverhältnissen müssen Sie zusätzlich die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft bzw. des Vermieters einholen.

Anmeldung und Genehmigung

Die Installation einer Wallbox ist in Deutschland melde- und teilweise genehmigungspflichtig:

  • 11-kW-Wallboxen: Müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Eine Genehmigung ist nicht erforderlich. Seit der Novellierung des §14a EnWG im Jahr 2024 gelten Wallboxen als „steuerbare Verbrauchseinrichtungen". Das bedeutet: Der Netzbetreiber darf die Ladeleistung in Spitzenlastzeiten temporär auf bis zu 4,2 kW reduzieren (niemals komplett abschalten). Im Gegenzug erhalten Sie zwingend eine Reduzierung der Netzentgelte, entweder als jährliche Pauschale (ca. 110-190 €) oder als prozentuale Senkung (ca. 60% der Netzentgelte). Dieser finanzielle Vorteil senkt Ihre laufenden Betriebskosten deutlich.

  • 22-kW-Wallboxen: Erfordern sowohl Anmeldung als auch Genehmigung durch den Netzbetreiber. Die Genehmigung kann 6-8 Wochen dauern. Auch hier gelten die Regelungen des §14a EnWG.

Wichtig: "Anschließen statt Warten"

Seit 2024 gilt das Prinzip „Anschließen statt Warten": Der Netzbetreiber darf den Anschluss einer steuerbaren 11-kW-Wallbox nicht mehr mit Verweis auf Netzüberlastung ablehnen oder verzögern. Die früher oft monatelange Wartezeit auf eine „Genehmigung" für 11-kW-Anlagen wurde gesetzlich abgeschafft. Nach erfolgter Anmeldung können Sie Ihre Wallbox sofort in Betrieb nehmen, die Installation ist tatsächlich innerhalb weniger Tage möglich.

Die Anmeldung übernimmt in der Regel der beauftragte Elektrofachbetrieb.

Tipp: Die temporäre Leistungsreduzierung erfolgt nur sehr selten und meist nachts. Da moderne E-Autos über Nacht mehrere Stunden laden, bemerken die meisten Nutzer:innen die Dimmung überhaupt nicht, profitieren aber von den reduzierten Netzentgelten.

Schritt-für-Schritt: So läuft die Installation der Wallbox ab

1. Planung und Vorbereitung

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme:

  • Wo soll die Wallbox installiert werden? (Garage, Carport, Außenwand)
  • Wie weit ist der Weg vom Sicherungskasten zum Installationsort?
  • Welche Ladeleistung benötigen Sie? (11 kW reicht für die meisten Nutzer:innen)
  • Haben Sie bereits einen Smart Meter oder ist der Zählerschrank bereit für ein intelligentes Messsystem?
  • Wünschen Sie zusätzliche Funktionen wie RFID-Zugangskontrolle, App-Steuerung oder bidirektionales Laden?

Tipp: Eine 11-kW-Wallbox ist für die meisten Anwendungsfälle ideal. Sie lädt ein durchschnittliches E-Auto in 4–6 Stunden vollständig auf und unterliegt keiner Genehmigungspflicht. Klären Sie vorab mit Ihrem Messstellenbetreiber, ob ein Smart Meter bereits installiert ist oder im Zuge der Wallbox-Installation getauscht wird – dies ist für die Nutzung der §14a-Vorteile notwendig.

2. Angebote einholen

Holen Sie mindestens 2-3 Angebote von zertifizierten Elektrofachbetrieben ein. Achten Sie dabei auf:

  • Gesamtkosten: Wallbox-Gerät, Installation, Kabel, FI-Schalter, Anmeldung beim Netzbetreiber
  • Garantieleistungen: Wie lange ist die Wallbox garantiert?
  • Erfahrung: Hat der Betrieb bereits Wallboxen installiert?
  • Zeitrahmen: Wann kann die Installation durchgeführt werden?

Die Kosten für die Installation der Wallbox variieren je nach Aufwand:

Position Kosten
Wallbox (11 kW, Standard) 400 € – 900 €
Wallbox (11 kW, bidirektional/V2H) 1.500 € – 2.500 €
Installation (Standard) 500 € – 1.200 €
Leitungsverlegung (pro Meter) 30 € – 80 €
FI-Schalter (falls nötig) 150 € – 400 €
Smart Meter (falls noch nicht vorhanden) 0 € – 100 € (meist vom Messstellenbetreiber gestellt)
Anmeldung Netzbetreiber 0 € – 200 €
Gesamt (Standardgerät) 1.050 € – 3.100 €
Gesamt (bidirektional) 2.150 € – 4.600 €
Gesamt (vollständiges V2H-System) 3.500 € – 7.000 €

Hinweis: Durch den hohen Wettbewerb sind Standard-11-kW-Wallboxen 2026 deutlich günstiger geworden. Intelligente, bidirektionale Modelle mit V2H-Funktion kosten jedoch weiterhin deutlich mehr. Für ein vollständiges V2H-System kommen zusätzlich HEMS und Netztrenneinrichtung hinzu.

3. Elektrische Installation

Die eigentliche Installation darf ausschließlich von einem zertifizierten Elektrofachbetrieb durchgeführt werden. Die wichtigsten Schritte:

  1. Leistungsschutzschalter einbauen: Absicherung der neuen Leitung im Sicherungskasten
  2. Starkstromkabel verlegen: Von Sicherungskasten zur Wallbox (meist NYM 5x6 mm² oder NYM 5x10 mm²)
  3. FI-Schalter installieren: Falls nicht in der Wallbox integriert
  4. Wallbox montieren: An der Wand oder auf einem Standfuß
  5. Anschluss und Inbetriebnahme: Verkabelung, Funktionstest

Die reine Installationszeit beträgt bei Standardbedingungen 2-4 Stunden. Bei längeren Kabelwegen oder baulichen Besonderheiten kann es länger dauern.

Hinweis: Beauftragen Sie nur Elektriker mit Erfahrung im Bereich E-Mobilität. Diese kennen die speziellen Anforderungen und Normen.

4. Anmeldung beim Netzbetreiber

Ihr Elektrofachbetrieb meldet die Wallbox beim zuständigen Netzbetreiber an. Dafür benötigt werden:

  • Technische Daten der Wallbox
  • Installationsort
  • Ladeleistung
  • Zählernummer

Bei 11-kW-Wallboxen erfolgt nur eine Meldung – die Installation kann sofort durchgeführt werden. Bei 22-kW-Anlagen müssen Sie auf die Genehmigung warten.

5. Inbetriebnahme und Prüfung

Nach der Installation führt der Elektriker eine Funktionsprüfung durch:

  • Spannungsprüfung
  • Schutzleiterprüfung
  • FI-Schutzschalter-Test
  • Probeladevorgang

Sie erhalten ein Installationsprotokoll und eine Konformitätserklärung. Bewahren Sie diese Dokumente gut auf, sie werden für Versicherung und eventuelle Fördermittel benötigt.

Die richtige Wallbox auswählen

Bei der Auswahl Ihrer Wallbox spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

Ladeleistung: 11 kW vs. 22 kW

  • 11-kW-Wallbox: Ideal für die meisten Nutzer:innen, lädt ein durchschnittliches E-Auto (60 kWh) in ca. 5–6 Stunden voll. Keine Genehmigungspflicht.
  • 22-kW-Wallbox: Halbiert die Ladezeit, erfordert aber Genehmigung und höhere Hausanschlussleistung. Sinnvoll bei großen Batterien (>80 kWh) oder wenn Sie sehr schnell laden müssen.

Tipp: Die meisten E-Autos laden ohnehin nur mit maximal 11 kW AC-Ladeleistung. Prüfen Sie die technischen Daten Ihres Fahrzeugs, bevor Sie eine 22-kW-Wallbox installieren lassen.

Wichtige Funktionen

Moderne Wallboxen bieten verschiedene Features:

  • Zugangskontrolle (RFID): Verhindert unbefugtes Laden
  • Lastmanagement: Verteilt verfügbare Leistung intelligent auf mehrere Wallboxen
  • App-Steuerung: Fernsteuerung, Ladestatistik, Zeitplanung
  • PV-Überschussladen: Nutzt überschüssigen Solarstrom zum Laden
  • Eichrechtskonformität: Wichtig für Firmenwagen und Abrechnung
  • Integrierter DC-Fehlerstromschutz: Spart externen FI-Schalter
  • V2H/V2G-Fähigkeit (Vehicle-to-Home/Grid): Ermöglicht bidirektionales Laden – das Fahrzeug kann Strom zurück ins Haus oder Netz speisen

Zukunftssicherheit – V2H-Ready-Zertifizierung:

2026 ist die ISO-Norm 15118-20 der etablierte Standard für bidirektionales Laden. Immer mehr Fahrzeugmodelle unterstützen V2H (Vehicle-to-Home) und V2G (Vehicle-to-Grid). Wenn Sie heute eine Wallbox kaufen, achten Sie unbedingt auf die „V2H-Ready"-Zertifizierung, auch wenn Ihr aktuelles Fahrzeug die Funktion noch nicht nutzt. So vermeiden Sie, dass Ihre Wallbox in 2-3 Jahren veraltet ist, wenn Sie auf ein bidirektionales Fahrzeug wechseln.

Wichtig: V2H erfordert mehr als nur die Wallbox

Eine bidirektionale Wallbox allein reicht für echtes Vehicle-to-Home nicht aus. Für eine vollständige V2H-Installation benötigen Sie zusätzlich:

  • Home Energy Management System (HEMS): Steuert den Energiefluss zwischen Fahrzeug, Haus, PV-Anlage und Netz intelligent
  • Netztrenneinrichtung/Umbausatz am Zählerschrank: Ermöglicht sicheren Inselbetrieb, wenn das Auto das Haus versorgt und vom öffentlichen Netz getrennt werden muss
  • Kompatibles Fahrzeug: Nicht alle E-Autos unterstützen bidirektionales Laden

Gesamtkosten für vollständiges V2H-System: 3.500 € - 7.000 € (Wallbox + HEMS + Umbauarbeiten)

Ohne HEMS und Netztrenneinrichtung ist die bidirektionale Wallbox nur die „halbe Miete" – das Fahrzeug kann zwar technisch Strom abgeben, aber nicht sicher ins Hausnetz einspeisen.

Vorteile von bidirektionalem Laden:

  • Nutzung der Fahrzeugbatterie als Hausspeicher
  • Notstromversorgung bei Stromausfällen (nur mit Netztrenneinrichtung)
  • Optimierung bei dynamischen Stromtarifen (laden bei Niedrigpreisen, entladen bei Hochpreisen)
  • Netzstabilisierung und zusätzliche Einnahmemöglichkeiten (V2G)

Empfohlene Modelle für 2026

Bewährte Wallbox-Modelle für die Installation im Jahr 2026:

Standard 11-kW-Wallboxen:

  • Heidelberg Wallbox Energy Control: Zuverlässig, deutsches Qualitätsprodukt, 11 kW (ca. 450 €)
  • Webasto Pure: Kompakt, wetterfest, 11 kW (ca. 420 €)
  • ABL eMH1: Robustes Industriedesign, auch als 22-kW-Version (ca. 550 €)
  • go-eCharger Gemini flex: Flexibel einsetzbar, App-Steuerung (ca. 700 €)

Intelligente Wallboxen mit erweiterten Funktionen:

  • KEBA P30: Viele Funktionen, App-Steuerung, Lastmanagement (ca. 850 €)
  • Wallbox Pulsar Plus: Smart Charging, PV-Überschussladen (ca. 750 €)

Bidirektionale Wallboxen (V2H/V2G-Ready):

  • Fronius Wattpilot Home: V2H-fähig, intelligentes Energiemanagement (ca. 1.600 €)
  • SMA EV Charger: Ideal für PV-Integration, bidirektional (ca. 1.800 €)
  • Wallbox Quasar 2: Vollständig bidirektional, DC-Laden (ca. 2.400 €)

Spezialanwendungen:

Kaufempfehlung 2026: Investieren Sie mindestens 100-150 € mehr für ein V2H-Ready-Modell oder intelligente Features, um Ihre Wallbox zukunftssicher zu machen.

Kosten sparen bei der Installation Wallbox

Fördermöglichkeiten 2026

Auch wenn die bundesweite KfW-Förderung für private Wallboxen ausgelaufen ist, gibt es noch regionale und kommunale Programme:

  • Bundesländer: Einige Länder fördern Wallboxen mit bis zu 500 € Zuschuss
  • Stadtwerke: Viele lokale Energieversorger bieten Zuschüsse für Kunden mit Autostromtarif
  • Kommunen: Städte und Gemeinden unterstützen den Ausbau der Ladeinfrastruktur

Eine aktuelle Übersicht zu Förderprogrammen finden Sie in unserem Artikel zur E-Auto-Förderung 2026.

Hinweis: Informieren Sie sich vor der Installation über verfügbare Förderungen – meist müssen diese vor Beginn der Maßnahme beantragt werden.

Steuervorteile nutzen

Als Eigentümer:in können Sie die Installation als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen: 20% der Arbeitskosten (nicht Materialkosten) können Sie in der Steuererklärung geltend machen – maximal jedoch 1.200 € pro Jahr.

Absetzbar sind:

  • Arbeitskosten des Elektrikers vor Ort
  • Anfahrtskosten
  • Kosten für die Anmeldung beim Netzbetreiber (als Dienstleistung)

Nicht absetzbar sind:

  • Die Wallbox selbst
  • Kabel und Leitungsmaterial
  • FI-Schalter und andere Bauteile

Bei Nutzung als E-Auto-Dienstwagen profitieren Sie zusätzlich von der 0,25%-Regelung statt 1% bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils. Die Kosten für die Wallbox-Installation können zudem als Betriebsausgabe geltend gemacht werden.

THG-Prämie für öffentlich zugängliche Ladepunkte

Wichtig: Nicht jede Wallbox ist für die THG-Prämie berechtigt. Nur öffentlich zugängliche Ladepunkte gemäß Ladesäulenverordnung (LSV) können THG-Quoten generieren.

Voraussetzungen für die THG-Prämie bei Wallboxen:

  • Öffentliche Zugänglichkeit: Der Ladepunkt muss für jedermann nutzbar sein – auch nachts und an Wochenenden
  • Standardisiertes Bezahlsystem: Ad-hoc-Laden muss möglich sein (Kreditkarte, App, QR-Code)
  • Registrierung: Eintragung im Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur
  • Halböffentlich: Auch halböffentliche Ladepunkte (z.B. in Parkhäusern, auf Firmenparkplätzen mit Öffentlichkeitszugang) können berechtigt sein

Für private Wallboxen in der eigenen Garage oder im privaten Carport gibt es keine THG-Prämie, da diese nicht die Öffentlichkeitskriterien erfüllen. Die Anforderungen wurden 2025 weiter verschärft.

Wenn Ihr Ladepunkt die Kriterien erfüllt, können Sie mehrere Hundert bis über tausend Euro jährlich durch den Verkauf von THG-Quoten erzielen – abhängig von der geladenen Strommenge.

Die Anmeldung für berechtigte Ladepunkte erfolgt über das Ladestromportal von emobility.energy in wenigen Schritten.

Tipp: Wenn Sie eine Wallbox in einem Mehrfamilienhaus, einem Unternehmensparkplatz oder einem öffentlich zugänglichen Bereich installieren, prüfen Sie vorab die THG-Berechtigung – das kann die Wirtschaftlichkeit erheblich verbessern.

Besondere Installationssituationen

Installation in Mietwohnungen

Seit 2020 haben Mieter:innen einen Rechtsanspruch auf eine Wallbox. Der Vermieter kann die Installation nicht grundlos ablehnen, darf aber Mitspracherecht bei der technischen Ausführung haben.

So gehen Sie vor:

  1. Schriftlichen Antrag beim Vermieter stellen
  2. Angebot eines Elektrofachbetriebs beilegen
  3. Kostenübernahme zusichern
  4. Rückbau bei Auszug anbieten

Der Vermieter muss innerhalb von 8 Wochen reagieren und kann die Installation nur in begründeten Ausnahmefällen ablehnen.

Installation in Eigentumswohnungen

In Eigentümergemeinschaften brauchen Sie einen Beschluss der Eigentümerversammlung. Seit der WEG-Reform 2020 reicht eine einfache Mehrheit (nicht mehr Einstimmigkeit).

Tipp: Sprechen Sie andere Eigentümer:innen an – eventuell haben mehrere Interesse. Eine gemeinsame Lösung mit Lade- und Energiemanagement ist oft günstiger als Einzelinstallationen.

Mobile Wallbox als Alternative

Wenn eine fest installierte Wallbox nicht möglich ist, können mobile Wallboxen eine Lösung sein. Diese werden einfach an CEE-Steckdosen angeschlossen und können mitgenommen werden.

Sicherheit und Wartung

Sicherheitsaspekte

Eine fachgerecht installierte Wallbox ist sehr sicher. Achten Sie dennoch auf folgende Punkte:

  • Nur zertifizierte Elektrofachbetriebe beauftragen
  • FI-Schutzschalter Typ A mit DC-Fehlererkennung verwenden
  • Regelmäßige Sichtprüfung auf Beschädigungen
  • Ladekabel vor Überfahren schützen

Hinweis: Laden Sie niemals dauerhaft an einer normalen Haushaltssteckdose, das erhöht die Brandgefahr erheblich. Mehr dazu in unserem Artikel E-Auto an Steckdose laden: gefährlich?

Wartung und Pflege

Wallboxen sind weitgehend wartungsfrei. Empfohlen wird:

  • Jährliche Sichtprüfung durch Elektriker
  • Alle 4 Jahre elektrische Prüfung gemäß DGUV V3
  • Reinigung der Steckverbindung bei Verschmutzung
  • Software-Updates installieren (bei internetfähigen Modellen)

Intelligentes Laden mit der Wallbox

Lastmanagement für mehrere Fahrzeuge

Wenn mehrere E-Autos gleichzeitig laden, kann die Hausanschlussleistung schnell an ihre Grenzen stoßen. Ein intelligentes Lastmanagement verteilt die verfügbare Leistung dynamisch:

  • Statisches Lastmanagement: Feste Aufteilung der Gesamtleistung
  • Dynamisches Lastmanagement: Anpassung je nach aktuellem Hausverbrauch

Besonders für Ladestation-Betreiber in Unternehmen ist ein Lastmanagement unverzichtbar.

Smart Charging und dynamische Tarife

Seit dem 1. Januar 2025 ist jeder Stromversorger in Deutschland gesetzlich verpflichtet, dynamische Stromtarife anzubieten. Was früher eine Besonderheit war, ist 2026 eine flächendeckend verfügbare Standardoption – und in Kombination mit einer intelligenten Wallbox der größte Sparhebel beim Laden zuhause.

Moderne Wallboxen können mit ISO 15118-20 kommunizieren und ermöglichen:

  • Automatisches Laden zu günstigen Nachtstunden
  • Anpassung an stündlich schwankende Börsenpreise
  • Integration in Smart-Home-Systeme
  • Nutzung von PV-Überschussstrom
  • Bidirektionale Energieflüsse (bei V2H/V2G-fähigen Fahrzeugen)

Ein flexibler Stromtarif kann die Ladekosten um 20-35% senken – deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren. Die Kombination aus §14a-Netzentgeltreduzierung und dynamischem Tarif macht das Laden zuhause 2026 so günstig wie nie zuvor.

Zusammenfassend: Eine Installation der eigenen Wallbox lohnt sich 2026 mehr denn je.

Die Installation einer Wallbox ist eine lohnende Investition für jeden E-Auto-Besitzer:in. Sie laden bequem, sicher und deutlich günstiger als an öffentlichen Ladestationen. Mit den gesetzlichen Neuerungen von 2024/2025 wird das Laden zuhause im Jahr 2026 noch attraktiver: Verpflichtende dynamische Stromtarife, reduzierte Netzentgelte durch §14a EnWG und die zunehmende Verbreitung von bidirektionalem Laden machen Ihre Wallbox zu einem zentralen Element Ihrer Energieversorgung.

Mit der richtigen Planung, einem qualifizierten Elektrofachbetrieb und eventuellen Förderungen amortisiert sich die Investition meist innerhalb von 1,5-3 Jahren.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • 11-kW-Wallbox reicht für die meisten Nutzer:innen
  • §14a EnWG bringt Netzentgelt-Ersparnis von 110-190 € jährlich
  • Smart Meter (iMSys) ist 2026 für §14a-Vorteile und dynamische Tarife erforderlich
  • Dynamische Stromtarife sind 2026 Pflicht für alle Anbieter – nutzen Sie sie!
  • Achten Sie auf V2H-Ready-Zertifizierung für Zukunftssicherheit
  • V2H erfordert zusätzlich HEMS und Netztrenneinrichtung (nicht nur Wallbox!)
  • Installation nur durch zertifizierten Elektrofachbetrieb
  • Anmeldung beim Netzbetreiber nicht vergessen
  • Kombinieren Sie Ihre Wallbox mit günstigen dynamischen Stromtarifen
  • Prüfen Sie regionale Fördermöglichkeiten
  • Steuerliche Absetzbarkeit der Arbeitskosten nutzen
  • THG-Prämie nur bei öffentlich zugänglichen Ladepunkten möglich

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