ABL: Ein deutscher Pionier der Elektromobilität
ABL ist kein unbekannter Name in der Elektrotechnik. Das Unternehmen aus Lauf an der Pegnitz im fränkischen Bayern blickt auf eine Geschichte zurück, die 1923 beginnt. Bekannt wurde ABL unter anderem durch die Erfindung des SCHUKO-Steckers im Jahr 1925, der bis heute weltweit eingesetzt wird. Seit 2011 produziert ABL Wallboxen und Ladesäulen für den privaten, halböffentlichen und öffentlichen Einsatz.
Im November 2023 wurde ABL vom spanischen E-Mobilitätsunternehmen Wallbox Chargers übernommen. ABL agiert seitdem als eigenständiges Unternehmen und ist exklusiver Wallbox-Partner für den DACH-Markt. Produktion und Entwicklung bleiben weiterhin am Stammsitz in Lauf an der Pegnitz. Alle Wallboxen werden also weiterhin vollständig in Deutschland gefertigt.
Mit über 580.000 installierten Ladepunkten zählt ABL zu den meistgenutzten Ladeinfrastrukturherstellern in Europa. Gerade in Ländern mit hoher Elektromobilitätsdichte wie Norwegen ist die Marke stark vertreten.
Das aktuelle ABL Wallbox Portfolio 2026
Das Produktportfolio von ABL ist klar strukturiert und richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen: von Privatpersonen, die einfach und zuverlässig laden wollen, bis hin zu Unternehmen, Wohnungsgesellschaften und Parkhausbetreibern mit komplexen Anforderungen an Abrechnung und Lastmanagement.
ABL eMH1: Der puristische Klassiker für zu Hause
Die ABL eMH1 ist das Einstiegsmodell und zugleich eine der bekanntesten Wallboxen auf dem deutschen Markt. Ihr Konzept ist bewusst schlicht: keine App, kein WLAN, keine Cloud. Stattdessen solide Ladetechnik auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung.
Mit einer Ladeleistung von bis zu 11 kW über einen Typ-2-Anschluss kann ein durchschnittliches E-Auto in rund vier bis fünf Stunden vollgeladen werden. Das ist bis zu fünfmal schneller als an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose. Auf Wunsch ist die eMH1 auch in einer 22-kW-Variante erhältlich, die allerdings eine Genehmigung beim Netzbetreiber erfordert.
Die eMH1 ist serienmäßig mit einem FI Typ A und DC-Fehlerstromsensor ausgestattet, sodass keine zusätzlichen Schutzschalter erforderlich sind und die Installationskosten reduziert werden. Das Gehäuse ist mit IP54 zertifiziert und damit für die Außenmontage geeignet.
Wer ein Lastmanagement benötigt, kann die eMH1 optional über eine RS485-Schnittstelle an das ABL homeCLU System anschließen. Das ist besonders für Mehrfamilienhäuser oder kleine Flottenlösungen interessant.
Preis: ab ca. 539 Euro (11 kW)
Hinweis: Die eMH1 bietet keine Netzwerkanbindung. Wer PV-Überschussladen oder eine App-Steuerung benötigt, sollte zur ABL Pulsar greifen.
ABL Pulsar: Die smarte Heimladestation
Die ABL Pulsar ist die erste gemeinsame Produktentwicklung nach der Übernahme durch die Wallbox-Gruppe und seit Mitte 2024 im DACH-Markt erhältlich. Sie richtet sich an Privatpersonen, die mehr Komfort und Intelligenz beim Laden wünschen.
Mit der ABL Pulsar lässt sich das Laden per App steuern, zeitgesteuert planen und mit einer PV-Anlage kombinieren. Wer ein E-Auto als Dienstwagen fährt, kann die Pulsar über ein optionales MID-konformes Zubehörpaket auch zur eichrechtskonformen Ladelösung erweitern. Für das Solar-Laden steht das Pulsar Solar Bundle zur Verfügung, das die eigene Photovoltaik-Anlage direkt in die Laderegelung einbindet.
Preis: ab ca. 729 Euro
Tipp: Das ABL Pulsar Dienstwagen Bundle ermöglicht die Abrechnung von Ladevorgängen direkt mit dem Arbeitgeber und ist damit ideal für Halter:innen von Elektrodienstwagen, die zu Hause laden. Weitere Infos zur THG-Prämie für Firmenwagen findest du bei emobility.energy.
Für komplexere Setups in der Wohnungswirtschaft oder bei halböffentlichen Stellplätzen bietet ABL außerdem die ABL Pulsar Pro an. Sie schlägt die Brücke zwischen kompakter Heimladestation und vollständiger Cloud-Anbindung: Mit integrierter Backend-Konnektivität und Abrechnungsfunktion eignet sie sich besonders für WEGs, Vermieter:innen mit mehreren Stellplätzen und Arbeitgeber, die Mitarbeiter:innen das Laden am eigenen Dienstwagen ermöglichen möchten. Für wen das reine Privatladen mit gelegentlichem Dienstwagen-Einsatz ausreicht, ist mit der Standard-Pulsar gut bedient.
ABL eM4 Single und Twin: Die gewerbliche Profilösung
Die ABL eM4 ist die Flaggschiff-Wallbox für den gewerblichen und halböffentlichen Einsatz. Sie richtet sich an Unternehmen, Wohnungsgesellschaften, Parkhäuser und Flottenbetreiber, die professionelle Ladeinfrastruktur mit vollem Funktionsumfang benötigen.
Erhältlich ist die eM4 in zwei Varianten:
- eM4 Single: ein Ladepunkt mit bis zu 22 kW
- eM4 Twin: zwei Ladepunkte mit je 11 kW oder einem Ladepunkt mit bis zu 22 kW
Beide Varianten sind eichrechtskonform, was in Deutschland Voraussetzung für den Betrieb im öffentlichen Bereich ist. Die eM4 unterstützt OCPP Smart Charging und Modbus TCP für die Einbindung in externe Backend-Systeme sowie Plug & Charge nach ISO 15118 für ein vollautomatisches, kontaktloses Ladeerlebnis.
Über die Controller-Variante lassen sich bis zu 30 Ladepunkte zu einer Ladegruppe zusammenfassen, die optional auf bis zu 100 Ladepunkte skaliert werden kann. Mit dem optionalen ABL Energy Meter wird das statische Lastmanagement zu einem dynamischen System erweitert, das die verfügbare Netzkapazität intelligent auf alle Ladepunkte verteilt.
Die eM4 wurde mit dem Design Plus Award 2022 und dem Red Dot Design Award 2023 ausgezeichnet und gilt als eine der durchdachtesten Ladelösungen auf dem deutschen Markt.
Schutzklasse: IP55, IK10 (vandalismussicher)
Hinweis: Die Fertigung der eM4 läuft in Kürze unter dem gemeinsamen Logo ABL x Wallbox. An Qualität, Standort und technischen Eigenschaften ändert sich dabei nichts.
Tipp: Seit April 2026 fördert das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMV) mit einem Programm von 500 Millionen Euro gezielt den Aufbau von Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern. WEGs, private Vermieter:innen mit mindestens drei Wohneinheiten und KMUs können dabei bis zu 1.500 Euro pro Ladepunkt als Zuschuss erhalten. Die ABL eM4 ist als eichrechtskonforme, skalierbare Lösung ideal auf diese Anforderungen zugeschnitten und wird von ABL aktuell selbst intensiv im Rahmen dieses Förderprogramms beworben. Wer plant, mehrere Ladepunkte in einem Mehrparteienhaus oder auf einem Firmenparkplatz zu installieren, sollte die Antragstellung vor Baubeginn prüfen. Mehr dazu finden Sie hier.
ABL Wallbox im Überblick: Modellvergleich
ABL Wallbox installieren: Was ist zu beachten?
Die Installation einer ABL Wallbox darf ausschließlich durch einen eingetragenen Elektrofachbetrieb erfolgen. Das gilt für alle Modelle unabhängig von der Ladeleistung. Zudem muss jede Wallbox beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden.
Für 11-kW-Wallboxen gilt: anmeldepflichtig, aber nicht genehmigungspflichtig. Die Bearbeitungszeit beim Netzbetreiber beträgt in der Regel ein bis zwei Wochen. 22-kW-Wallboxen hingegen sind genehmigungspflichtig, was die Bearbeitungszeit auf vier bis acht Wochen verlängern kann.
Seit dem 1. Januar 2024 schreibt der § 14a EnWG vor, dass jede neu installierte Ladeeinrichtung über 4,2 kW netzseitig steuerbar sein muss. Die ABL Pulsar und die eM4-Serie erfüllen diese Anforderung. Auch die gesamte eMH1-Produktfamilie ist laut offizieller ABL-Angabe in allen erhältlichen Varianten vollumfänglich § 14a-konform: Die Steuerung erfolgt über die integrierte RS-485/Modbus-ASCII-Schnittstelle oder einen potenzialfreien Kontakt und erfüllt damit die Anforderungen der Bundesnetzagentur. Käufer:innen müssen hier also keine Einschränkungen befürchten.
Die Gesamtkosten für eine fertig installierte 11-kW-Wallbox liegen im Einfamilienhaus realistischerweise zwischen 1.000 und 3.000 Euro, abhängig von Leitungslänge, baulichen Gegebenheiten und dem Aufwand für den Zählerschrank.
Wer seine Wallbox öffentlich zugänglich macht und beim Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur anmeldet, kann zusätzlich eine THG-Prämie für den abgegebenen Ladestrom erhalten.
ABL Wallbox und THG-Prämie: So profitierst du doppelt
Wer ein reines Elektrofahrzeug fährt und zu Hause mit einer ABL Wallbox lädt, kann seine jährliche THG-Prämie über emobility.energy beantragen. Für das Quotenjahr 2026 zertifiziert das Umweltbundesamt pro E-Auto (Klasse M1) eine CO₂‑Einsparung von 746 kg.
Bei emobility.energy stehen dafür drei Modelle zur Auswahl:
- Express 2026: 200 Euro, Schnellauszahlung in unter 48 Stunden
- Variabel Garant 2026: bis zu 450 Euro, mindestens 170 Euro garantiert
- Garant 2026: 300 Euro fix, inklusive 76 Euro Neukundenbonus
Die Beantragung läuft vollständig digital und dauert nur wenige Minuten. Benötigt wird lediglich ein Foto der Zulassungsbescheinigung Teil 1. Die interne Einreichungsfrist bei emobility.energy ist der 31. Oktober 2026, damit alle Unterlagen geprüft und fristgerecht beim Umweltbundesamt eingereicht werden können, dessen offizielle gesetzliche Abgabefrist der 15. November 2026 ist.
Wer die eigene ABL Wallbox zusätzlich für Dritte öffentlich zugänglich macht und sie im Ladesäulenregister einträgt, kann außerdem eine THG-Prämie für den Ladestrom über das emobility.energy Ladestromportal erhalten. Wird der Strom dabei über eine PV-Anlage erzeugt, könnte sich die Prämie nochmals deutlich erhöhen (falls alle Voraussetzungen erfüllt sind).
Tipp: Auch Betreiber:innen von Ladeinfrastruktur im gewerblichen Bereich, etwa Hotel- oder Parkhausbetreiber:innen, können mit der ABL eM4 eine THG-Prämie über das Ladestromportal beantragen.
Für wen lohnt sich welches ABL Modell?
Die Wahl des richtigen Modells hängt vor allem vom Einsatzort und den eigenen Anforderungen ab:
- ABL eMH1 eignet sich für alle, die eine zuverlässige Heimladestation suchen, auf Smart-Funktionen verzichten können und auf ein bewährtes deutsches Qualitätsprodukt zu einem attraktiven Preis setzen möchten. Sie ist besonders für Eigenheimbesitzer:innen mit einem einzigen E-Auto eine starke Wahl.
- ABL Pulsar richtet sich an Privatpersonen, die von einer PV-Anlage profitieren möchten, ihren Ladevorgang zeitgesteuert optimieren oder als Dienstwagenfahrer:in die Ladekosten mit dem Arbeitgeber abrechnen wollen. Die Pulsar ist die modernste Heimladelösung im ABL Portfolio.
- ABL eM4 Single und Twin sind die richtige Wahl für Unternehmen, Flottenbetreiber:innen, Wohnungsbaugesellschaften und Parkhausbetreiber:innen. Die eM4 ist eichrechtskonform, skalierbar und durch OCPP-Anbindung in nahezu jedes Backend-System integrierbar. Wer eine THG-Prämie für Ladesäulenbetreiber erhalten möchte, ist mit der eM4 bestens aufgestellt.
Zusammenfassend: ABL Wallbox steht für Qualität Made in Germany
Die ABL Wallbox überzeugt durch ein klares Produktportfolio, hohe Verarbeitungsqualität und einen langen Track Record als einer der bekanntesten Ladeinfrastrukturhersteller Deutschlands. Ob Einsteiger:in mit der eMH1, Smart-Lader:in mit der Pulsar oder gewerblicher Betreiber:in mit der eM4, für jede Anforderung gibt es die passende Lösung.
Wer ein Elektroauto fährt, kann zusätzlich von der jährlichen THG-Prämie profitieren. Bei emobility.energy ist die Beantragung vollständig digital, DSGVO-konform und in unter zwei Minuten erledigt.
Jetzt THG-Prämie beantragen
Nutze dein Elektroauto, um jährlich die THG-Prämie zu erhalten. emobility.energy bietet dir schnelle Auszahlung, faire Vergütung und einen volldigitalen Antragsprozess.
Betreibst du Ladeinfrastruktur? Dann melde deine Ladepunkte im Ladestromportal an und sichere dir eine zusätzliche Prämie:
Fragen? Schreib uns: hello@emobility.energy | www.emobility.energy
Häufige Fragen zur ABL Wallbox
Wer hat die ABL Wallbox entwickelt?
ABL ist ein deutsches Unternehmen aus Lauf an der Pegnitz (Bayern), das seit 1923 in der Elektrotechnik tätig ist. Seit 2011 produziert ABL Wallboxen und Ladesäulen. Im November 2023 wurde ABL von der international agierenden Wallbox-Gruppe übernommen. Die Produktion bleibt weiterhin vollständig am Standort in Deutschland.
Welche ABL Wallbox ist die richtige für zu Hause?
Für die meisten Privatpersonen mit einem einzigen E-Auto ist die ABL eMH1 die erste Wahl. Sie bietet zuverlässige 11 kW Ladeleistung, ist serienmäßig mit FI Typ A und DC-Fehlerstromschutz ausgestattet und ab ca. 539 Euro erhältlich. Wer App-Steuerung oder PV-Integration wünscht, greift zur ABL Pulsar.
Brauche ich eine Genehmigung für eine ABL Wallbox?
Eine ABL Wallbox mit 11 kW ist anmeldepflichtig, aber nicht genehmigungspflichtig. Eine 22-kW-Wallbox hingegen benötigt eine Genehmigung durch den Netzbetreiber, was etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Die Anmeldung übernimmt in der Regel der Elektrofachbetrieb, der die Wallbox installiert.
Kann ich mit einer ABL Wallbox eine THG-Prämie erhalten?
Die THG-Prämie für das Elektrofahrzeug erhältst du als Halter:in eines zugelassenen Elektroautos, unabhängig davon, welche Wallbox du nutzt. Wenn du deine ABL Wallbox als öffentlichen Ladepunkt registrierst, kannst du zusätzlich eine THG-Prämie für den abgegebenen Ladestrom erhalten. Mehr dazu erfährst du auf der Seite zur THG-Prämie für Wallboxen.
Ist die ABL eM4 eichrechtskonform?
Ja, die ABL eM4 Single und Twin sind eichrechtskonform und damit für den öffentlichen und halböffentlichen Einsatz in Deutschland zugelassen. Das ist Voraussetzung für eine transparente und rechtssichere Abrechnung von Ladevorgängen.
Besuchte Quellen
- Quelle – Besucht am (13.07.2026 - 06:55 Uhr):
https://www.electrive.net/2023/10/18/wallbox-chargers-uebernimmt-insolvente-abl/ - Quelle – Besucht am (13.07.2026 - 07:01 Uhr):
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/laden/wallboxen/abl-em-h1-id-4176/ - Quelle – Besucht am (13.07.2026 - 07:11 Uhr):
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/Energie/SteuerbareVBE/start.html

