Was ist die THG-Quote?
Die THG-Quote steht für Treibhausgasminderungsquote. Sie ist im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) geregelt und verpflichtet Unternehmen, die fossile Kraftstoffe in Verkehr bringen, die Treibhausgasemissionen ihres Kraftstoffportfolios jährlich um einen festgelegten Prozentsatz zu senken.
Diese Pflicht betrifft in erster Linie Mineralölkonzerne, Kraftstoffhändler und Raffinerien. Sie können die Quotenpflicht auf zwei Wegen erfüllen:
- Beimischung von Biokraftstoffen
- Zukauf von THG-Quoten, die durch den Betrieb von Elektrofahrzeugen oder Ladeinfrastruktur entstehen
Die jährliche Minderungsquote wurde schrittweise angehoben und liegt seit 2026 bei 12,1 Prozent des energetischen Gehalts der abgesetzten Kraftstoffe.
Was ist die THG-Prämie?
Die THG-Prämie ist die Geldzahlung, die Halter von Elektrofahrzeugen oder Betreiber von Ladepunkten erhalten, wenn sie ihre CO₂-Einsparungen als THG-Quote an die quotenpflichtigen Unternehmen verkaufen.
Das funktioniert so: Ein reines Batterieelektrofahrzeug (BEV) verursacht beim Fahren keine direkten Emissionen. Das Umweltbundesamt rechnet dem Fahrzeug dennoch einen pauschalen Strommix an, der als Treibhausgasminderung gegenüber dem fossilen Referenzkraftstoff gilt. Diese Einsparung wird als Zertifikat verbrieft und kann verkauft werden.
Die THG-Prämie ist damit der monetäre Gegenwert dieser Einsparung. Sie wird von Dienstleistern wie emobility.energy gebündelt und an quotenpflichtige Unternehmen vermarktet. Der Fahrzeughalter erhält seinen Anteil als Direktzahlung.
Der zentrale Unterschied auf einen Blick
Die THG-Quote erzeugt die Nachfrage. Die THG-Prämie ist das Angebot, das diese Nachfrage bedient.
Wer kann eine THG-Prämie erhalten?
Nicht jedes Elektrofahrzeug und nicht jede Person ist automatisch berechtigt. Die Voraussetzungen:
- Das Fahrzeug muss als reines Batterieelektrofahrzeug (BEV) zugelassen sein
- Der Halter muss in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 eingetragen sein
- Es darf nur eine Antragstellung pro Kalenderjahr erfolgen
- Das Fahrzeug darf in dem Antragsjahr nicht bereits anderweitig gemeldet worden sein
Auch Betreiber öffentlich zugänglicher Ladepunkte können eine THG-Prämie für ihre Ladeinfrastruktur erhalten. Für Flottenbetreiber mit mehreren Fahrzeugen gibt es gesonderte Prozesse, die über die THG-Prämie für Flottenbetreiber abgewickelt werden.
Plug-in-Hybride (PHEV) sind seit 2024 von der Förderung ausgeschlossen. Der Antrag gilt ausschließlich für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge.
Wie wird die Höhe der THG-Prämie bestimmt?
Die Prämienhöhe ist nicht gesetzlich festgelegt. Sie ergibt sich aus dem aktuellen Marktpreis für THG-Zertifikate und dem Verhandlungsergebnis des Dienstleisters mit den quotenpflichtigen Unternehmen.
Maßgebliche Einflussfaktoren:
- Marktpreis für THG-Zertifikate (variiert je nach Angebot und Nachfrage)
- Fahrzeugklasse (PKW, LKW, Bus)
- Anzahl der Fahrzeuge (Mengenbündelung durch Dienstleister)
Die Preisentwicklung der THG-Quote unterlag in den vergangenen Jahren erheblichen Schwankungen. Nach einem Höchststand 2022 sanken die Marktpreise deutlich, stabilisierten sich jedoch wieder. Eine transparente THG-Prämie Berechnung hilft dabei, realistische Erwartungen zu setzen.
THG-Prämie beantragen: So funktioniert der Prozess
Der Antragsprozess ist bewusst einfach gehalten:
- Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) hochladen
- Persönliche Daten und IBAN hinterlegen
- Antrag einreichen
- Bestätigung durch das Umweltbundesamt abwarten
- Auszahlung erhalten
Der gesamte Prozess läuft digital ab und dauert in der Regel wenige Minuten. Die Auszahlung erfolgt nach Abschluss des Vermarktungsprozesses, üblicherweise innerhalb weniger Wochen bis Monate nach Einreichung. Bei unserem Express-Modell erhältst du die Prämie meist innerhalb von 48 Stunden!
Für den konkreten Einstieg steht die Antragstellung bei emobility.energy direkt zur Verfügung.
FAQ: THG-Quote und THG-Prämie
Was bedeutet THG-Quote genau?
Die THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote) ist eine gesetzliche Verpflichtung für Kraftstoffunternehmen in Deutschland. Sie müssen jährlich nachweisen, dass sie die Treibhausgasemissionen ihres Kraftstoffportfolios um einen festgelegten Prozentsatz reduziert haben.
Was ist der Unterschied zwischen THG-Quote und THG-Prämie?
Die THG-Quote ist die gesetzliche Pflicht der Kraftstoffunternehmen. Die THG-Prämie ist die Auszahlung, die Elektrofahrzeughalter erhalten, wenn sie ihre CO₂-Einsparungen als Zertifikat an diese Unternehmen verkaufen.
Wer zahlt die THG-Prämie aus?
Die Auszahlung erfolgt durch spezialisierte Dienstleister wie emobility.energy, die die THG-Zertifikate bündeln und an quotenpflichtige Unternehmen vermarkten. Der Fahrzeughalter erhält seinen Anteil am Verkaufserlös.
Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?
Die genaue Höhe hängt vom aktuellen Marktpreis ab. Sie schwankt je nach Anbieter, Marktlage und Fahrzeugklasse. Eine realistische Einschätzung liefert der Artikel THG-Quote Preisentwicklung.
Gilt die THG-Prämie auch für Plug-in-Hybride?
Nein. Seit 2024 sind Plug-in-Hybride von der THG-Prämie ausgeschlossen. Nur reine Batterieelektrofahrzeuge (BEV) sind antragsberechtigt.
Kann ich die THG-Prämie jedes Jahr neu beantragen?
Ja. Der Antrag kann pro Kalenderjahr neu gestellt werden. Eine einmalige Registrierung reicht nicht aus, um dauerhaft Prämien zu erhalten.
Fazit
THG-Quote und THG-Prämie beschreiben zwei Seiten eines Marktmechanismus: Die Quote ist die Nachfrage, die Prämie ist das Angebot. Für Elektrofahrzeughalter ist die THG-Prämie eine jährlich wiederkehrende Einnahmemöglichkeit ohne großen Aufwand. Wer sein Fahrzeug korrekt anmeldet und den Antrag rechtzeitig stellt, profitiert direkt von der Dekarbonisierungspolitik der EU. Mehr zum gesamten System erklärt die THG-Quote im Überblick.

