Die Elektromobilität nimmt wieder Fahrt auf
Der deutsche Pkw-Markt zeigt sich 2025 mit insgesamt 2,86 Millionen Neuzulassungen leicht erholt, ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Was diese Zahlen besonders bemerkenswert macht: Die Elektromobilität ist der mit Abstand stärkste Wachstumstreiber und verändert die Mobilitätslandschaft nachhaltig.
Die Entwicklung der reinen Elektroautos zeigt eine deutliche Erholung: Mit 545.142 neu zugelassenen BEV verzeichnet Deutschland einen Anstieg von 43,2 Prozent gegenüber 2024. Der Marktanteil kletterte damit auf 19,1 Prozent, fast jeder fünfte neu zugelassene Pkw fährt somit rein elektrisch. Diese starke Steigerung ist allerdings vor dem Hintergrund zu sehen, dass 2024 nach dem plötzlichen Ende des Umweltbonus im Dezember 2023 ein außergewöhnlich schwaches Jahr für die E-Mobilität war.
Plug-in-Hybride (PHEV) zeigen nach einem ebenfalls sehr schwachen Vorjahr zwar prozentual ein Wachstum, bewegen sich aber insgesamt auf einem stagnierenden Niveau. Viele potenzielle PHEV-Käufer:innen entscheiden sich direkt für reine Elektroautos, um von der attraktiven 0,25-Prozent-Regelung bei Dienstwagen zu profitieren.
Tipp: Auch ohne staatliche Kaufprämie lohnt sich die Anschaffung eines E-Autos: Halter:innen können mit der THG-Prämie 2026 jährlich bis zu 450 Euro zusätzlich verdienen – einfach Fahrzeugschein hochladen und Prämie sichern.
Warum Elektromobilität in 2025 wieder boomte
Der Aufschwung der Elektromobilität 2025 hat mehrere Gründe. Ein wesentlicher Faktor sind die seit 1. Januar 2025 verschärften EU-Flottengrenzwerte: Automobilhersteller dürfen im Durchschnitt nur noch etwa 94 Gramm CO₂ pro Kilometer ausstoßen, also deutlich weniger als in den Vorjahren. Wer diese Grenzwerte nicht einhält, riskiert Strafzahlungen in Milliardenhöhe.
Die Reaktion der Hersteller war eindeutig: Massive Rabatte auf E-Autos, Drosselung der Verbrenner-Produktion und gezielte Verkaufssteuerung, um die CO₂-Bilanz zu verbessern. Diese Strategie zeigt Wirkung,0 die durchschnittlichen Flottenemissionen konnten deutlich gesenkt werden, bewegen sich aber weiterhin knapp über den gesetzlichen Vorgaben.
Entwicklung der verschiedenen Antriebsarten
Während die Elektromobilität wächst, verlieren konventionelle Antriebe deutlich an Boden. Benziner verzeichneten 2025 einen Rückgang von 21,6 Prozent auf 777.641 Neuzulassungen (27,2 Prozent Marktanteil). Diesel sanken um 18,3 Prozent auf 395.022 Einheiten (13,8 Prozent).
Bei Plug-in-Hybriden (PHEV) ist die Entwicklung differenzierter zu betrachten: Während einige Quellen starke Zuwächse prognostizieren, zeigt sich in der Realität ein moderateres Bild. Seit dem Wegfall der staatlichen Förderung für Hybride stagniert dieser Markt weitgehend. Viele Dienstwagenfahrer:innen steigen direkt auf reine Elektroautos um, um von der attraktiven 0,25-Prozent-Regelung bei der Dienstwagenbesteuerung zu profitieren.
Hinweis: Nur reine Elektrofahrzeuge (BEV) erhalten die THG-Prämie. Plug-in-Hybride sind davon ausgeschlossen. Mehr dazu in unserem Artikel zur THG-Prämie für Hybridfahrzeuge.
Deutschland als globaler Produktionsstandort für Elektromobilität
Die positive Entwicklung der Elektromobilität beschränkt sich nicht nur auf Neuzulassungen. Deutschland hat sich als weltweit zweitgrößter Produktionsstandort für E-Autos etabliert. In den ersten elf Monaten 2025 wurden bereits 1,56 Millionen Elektrofahrzeuge (BEV plus PHEV) in Deutschland gefertigt – über 200.000 mehr als im gesamten Jahr 2024.
Diese Zahlen belegen: Die deutsche Automobilindustrie setzt massiv auf Elektromobilität und investiert in zukunftsfähige Technologien. Deutschland hat seine Position als führender europäischer Fertigungsstandort und globaler Top-Player im Bereich E-Mobilität gefestigt. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) betont jedoch, dass die Rahmenbedingungen weiter verbessert werden müssen, um das volle Potenzial der E-Mobilität auszuschöpfen.
Herausforderungen für die Elektromobilität
Trotz des starken Wachstums gibt es noch Handlungsbedarf:
- Ladeinfrastruktur: Der Ausbau öffentlicher Ladestationen muss mit der steigenden Anzahl an E-Fahrzeugen Schritt halten
- Stromnetzausbau: Die Energieversorgung muss für die wachsende Elektromobilität fit gemacht werden
- Ladekosten: Transparente Preisgestaltung und fairer Wettbewerb sind wichtig für die Akzeptanz
- Rohstoffversorgung: Sichere Lieferketten für Batteriekomponenten müssen gewährleistet werden
Tipp: Mit den richtigen Ladekarten lassen sich die Kosten für öffentliches Laden deutlich reduzieren. Manche Anbieter ermöglichen Einsparungen von bis zu 20 Cent pro kWh.
Welche Fahrzeugklassen profitieren von der Elektromobilität?
Die Elektromobilität durchdringt mittlerweile alle Fahrzeugklassen. SUVs bleiben mit 33,3 Prozent Marktanteil die beliebteste Kategorie, gefolgt von der Kompaktklasse (16,7 Prozent) und Kleinwagen (11,8 Prozent). Besonders in der Oberen Mittelklasse zeigt sich ein starkes Wachstum von 37,3 Prozent – ein Segment, in dem Elektromobilität durch hohe Reichweiten und Premiumausstattung überzeugt.
Elektromobilität für verschiedene Fahrzeugtypen
Die THG-Prämie gibt es nicht nur für Pkw, sondern für alle batterieelektrischen Fahrzeuge:
Elektromobilität im Kostenvergleich
Ein wichtiger Faktor für die steigende Akzeptanz der Elektromobilität sind die Gesamtkosten. Zwar liegen die Anschaffungskosten oft noch über denen vergleichbarer Verbrenner, doch die laufenden Kosten sprechen klar für E-Autos:
- Energiekosten: Strom ist günstiger als Benzin oder Diesel, besonders bei Heimladung oder günstigen Autostromtarifen
- Wartungskosten: E-Motoren haben deutlich weniger Verschleißteile als Verbrennungsmotoren
- Steuervorteile: Gute Nachrichten, die Kfz-Steuerbefreiung wurde verlängert! Alle reinen Elektrofahrzeuge, die bis zum 31.12.2030 erstmals zugelassen werden, sind für 10 Jahre (maximal bis Ende 2035) komplett von der Kfz-Steuer befreit.
- Dienstwagen-Regelung: Die 0,25-Prozent-Besteuerung gilt seit Juli 2025 für E-Autos bis 100.000 Euro Listenpreis, ein enormer Vorteil gerade für hochwertige Modelle
- THG-Prämie: Jährlich bis zu 450 Euro zusätzliches Einkommen durch Verkauf eingesparter CO₂-Emissionen
- Versicherung: Spezielle E-Auto-Tarife oft günstiger als für Verbrenner
Hinweis: Mit unserem E-Auto Kostenrechner können Sie die Gesamtkosten von Elektromobilität und Verbrennern direkt vergleichen.
Ladeinfrastruktur und Ladekosten 2025
Mit der steigenden Verbreitung der Elektromobilität wächst auch die Bedeutung öffentlicher Ladeinfrastruktur. Erfreulich: Der Markt hat sich 2025 deutlich konsolidiert und wird wettbewerbsfähiger. Durch das "Deutschlandnetz" und verstärkten Wettbewerb sind extreme Preise über 80 Cent pro kWh beim DC-Schnellladen mittlerweile die absolute Ausnahme und werden zunehmend kritisch gesehen.
Aktuelle Preisspannen bewegen sich bei:
- AC-Laden: 0,44€ bis 0,69€ pro kWh
- DC-Schnellladen: 0,45€ bis maximal 0,79€ pro kWh (bei den meisten Anbietern deutlich darunter)
Wer regelmäßig öffentlich laden muss, sollte auf günstige Ladetarife und Ladekarten achten. Die Preisunterschiede können sich über das Jahr auf mehrere hundert Euro summieren.
Betreiber:innen von öffentlichen Ladepunkten können ihrerseits von der THG-Prämie profitieren. Durch die Anmeldung beim Ladestromportal erhalten sie eine Vergütung für den bereitgestellten Ladestrom, eine attraktive Zusatzeinnahme, die den Betrieb wirtschaftlicher macht.
Die Zukunft der Elektromobilität in Deutschland
Die Prognosen für die kommenden Jahre bleiben positiv: Der VDA erwartet für 2026 ein weiteres Plus bei den Pkw-Neuzulassungen von knapp 2 Prozent auf 2,90 Millionen Fahrzeuge. Die Elektromobilität wird dabei weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber bleiben.
Mehrere Faktoren sprechen für eine anhaltende Dynamik:
- EU-Flottengrenzwerte: Hersteller müssen weiterhin hohe E-Auto-Quoten erreichen, um Strafzahlungen zu vermeiden
- Modellvielfalt: Immer mehr Hersteller bieten E-Modelle in allen Preisklassen an
- Reichweite: Neue Batterietechnologien ermöglichen über 500 km Reichweite
- Ladeinfrastruktur: Kontinuierlicher Ausbau öffentlicher Ladepunkte durch das Deutschlandnetz
- Wirtschaftlichkeit: Sinkende Batteriepreise und Herstellerrabatte machen E-Autos erschwinglicher
Elektromobilität für Unternehmen
Auch Unternehmen setzen verstärkt auf Elektromobilität. Gewerbliche Flotten profitieren von mehreren Vorteilen:
- Steuerliche Absetzbarkeit: Dienstwagen mit E-Antrieb werden mit nur 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises versteuert – und das seit Juli 2025 für Fahrzeuge bis zu einem Listenpreis von 100.000 Euro. Diese Anhebung der Grenze (vorher 70.000 Euro) macht hochwertige Modelle der Oberen Mittelklasse wie Audi Q6 e-tron, BMW i5 oder Mercedes EQE besonders attraktiv für Dienstwagenfahrer:innen
- THG-Prämie für Flotten: Jedes Fahrzeug generiert jährliche Zusatzerlöse durch die THG-Prämie für Flottenbetreiber. Bei E-Bussen und schweren Nutzfahrzeugen sind sogar mehrere tausend Euro pro Fahrzeug möglich
- Ladekosten-Nachweis: Seit Januar 2026 benötigen Unternehmen einen genauen Nachweis für das Laden zu Hause (z.B. über intelligente Wallboxen), um die Ladekosten steuerlich geltend zu machen. Die pauschale Abrechnung ohne Nachweis ist nicht mehr möglich
- Imagegewinn: Nachhaltige Mobilität stärkt das Unternehmensimage
- Planbare Kosten: Geringere Wartungskosten und stabile Energiepreise
- EU-Vorgaben: Viele Unternehmen müssen ihre CO₂-Bilanz verbessern
Tipp: Unternehmen mit eigener Ladeinfrastruktur können zusätzlich vom Ladestromportal profitieren und THG-Prämien für geladenen Strom erhalten.
Zusammenfassend: Elektromobilität zwischen Markterholung und strukturellem Wandel
Die Zahlen für 2025 zeigen: Nach dem schwierigen Jahr 2024 erholt sich die Elektromobilität in Deutschland deutlich. Mit einem Marktanteil von knapp 20 Prozent bei reinen Elektroautos ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Doch diese Entwicklung ist weniger einem organischen Marktwachstum geschuldet als vielmehr den verschärften EU-Flottengrenzwerten, die Hersteller zum Handeln zwingen.
Für Verbraucher:innen bedeutet dies: E-Autos werden durch Herstellerrabatte attraktiver, die Modellauswahl wächst und die Ladeinfrastruktur verbessert sich kontinuierlich. Wer jetzt auf Elektromobilität setzt, profitiert nicht nur von geringeren Betriebskosten und Umweltvorteilen, sondern kann durch die THG-Prämie auch noch zusätzlich verdienen. Mit bis zu 450 Euro pro Jahr und Fahrzeug lohnt sich die Beantragung definitiv, der Prozess dauert nur wenige Minuten.
Die Verkehrswende ist in vollem Gange, und die Elektromobilität spielt dabei die zentrale Rolle.
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- Sie fahren bereits elektrisch? Sichern Sie sich Ihre THG-Prämie für 2026! Mit unserem THG-Prämienrechner können Sie in wenigen Sekunden berechnen, wie viel Ihre CO₂-Einsparung wert ist.
- Sie betreiben Ladepunkte? Registrieren Sie Ihre Ladeinfrastruktur im Ladestromportal und erhalten Sie attraktive Vergütungen für bereitgestellten Ladestrom.
- Fragen? Unser deutscher Kundenservice hilft Ihnen gerne weiter: hello@emobility.energy
Besuchte Quellen:
- Quelle – Besucht am (19.01.2026 - 08:03 Uhr):
https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/AlternativeAntriebe/2026/pm03_2026_Antriebe_12_25_komplett.html - Quelle – Besucht am (19.01.2026 - 08:12 Uhr):
https://www.zoll.de/SharedDocs/Fachmeldungen/Aktuelle-Einzelmeldungen/2026/kfz_verlaengerung_steuerbefreiung_elektrofahrzeuge.html - Quelle – Besucht am (19.01.2026 - 08:12 Uhr):
https://www.electrive.net/2025/12/08/vda-haelt-knapp-700-000-neue-elektroautos-in-2026-fuer-realistisch/

