Welche Ladekarten braucht man?
Lädt das E-Auto regelmäßig öffentlich, sind Ladekarten aufgrund besserer Preise empfehlenswert. Halter:innen von E-Autos können bis zu 20 Cent pro Kilowattstunde (kWh) sparen, wenn statt des Ad-hoc-Ladens auf eine Ladekarte zurückgreift. Lädt man unregelmäßig an öffentlichen Ladepunkten, kann aber auch das Laden ohne Ladekarte empfehlenswert sein.
Wichtig seit 2024/2025: Dank der EU-weiten AFIR-Verordnung können Sie mittlerweile an fast allen neuen Schnellladesäulen einfach mit Kreditkarte oder Apple Pay bezahlen. Aber Vorsicht: Dieses 'Ad-hoc-Laden' ist fast immer die teuerste Option. Eine Ladekarte oder App ist 2026 weiterhin ein Muss, da die Tarife oft 10 bis 15 Cent pro kWh günstiger sind als die Direktzahlung am Terminal.
Welche Ladekarten sind am günstigsten?
Die Preisstruktur der Ladekarten unterscheidet zwischen langsameren AC-Laden (Wechselstrom) und schnellem DC-Laden (Gleichstrom). Grundsätzlich gilt, je länger der Ladevorgang benötigt wird, desto günstiger wird dieser.
Außerdem ist festzustellen, dass an Ladepunkten des eigenen Ladekartenausstellers deutlich günstiger Strom “getankt” werden kann, als an Ladesäulen von Drittanbietern. Empfehlenswert ist also das Mitführen einer Ladekarte eines örtlichen Anbieters, wie die lokalen Stadtwerke, und eine Ladekarte eines überregionalen Anbieters wie Plugsurfing oder der EnBW. Damit sollte man an 9 von 10 Ladestationen keine Probleme mit der Bezahlung vorfinden.
Ladekarten Vergleich: Die zehn günstigsten Ladekarten
⚠️ Wichtige Änderung für ADAC-Mitglieder
Lange Zeit war die Kooperation zwischen dem ADAC und EnBW der Standard. Seit 2024/2025 ist dies vorbei. Der neue offizielle Partner des ADAC ist Aral Pulse. Wer seine alte ADAC/EnBW-Karte unbedacht weiter nutzt, zahlt mittlerweile oft deutlich höhere Roaming-Gebühren. Prüfen Sie Ihren Tarif, um unnötige Kosten beim Laden an Fremdsäulen zu vermeiden.
Die zehn günstigsten Ladekarten für AC-Laden:
Die zehn günstigsten Ladekarten für Schnellladen (DC):
Günstige Ladetarife ohne Grundgebühr gibt es auch. Meist kann sich das für regelmäßiges Laden an öffentlichen Ladestationen lohnen.
So berechnen sich die Ladekosten für ein E-Auto
Die Berechnung der Ladekosten für ein E-Auto hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst wird der Preis pro Kilowattstunde (kWh) zugrunde gelegt, der je nach Anbieter und Ladekarte variiert. Beim Laden an öffentlichen Ladepunkten können diese Kosten stark schwanken, sowie die Unterschiede zwischen AC-Laden und Schnellladen.
Für eine präzise Berechnung empfehlen wir die Nutzung unseres E-Auto Ladekostenrechners. Um den Vergleich zu Verbrennern aufzustellen kann auch der E-Auto Kostenrechner benutzt werden.
Kostenfreies Laden von Elektroautos: Gibt es das noch?
Obwohl zahlreiche Unternehmen wie Aldi und Lidl inzwischen das kostenfreie Laden für ihre Kunden eingestellt haben, bieten einige Einzelhandelsketten weiterhin kostenlose Ladesäulen an. Kostenfreie Ladesäulen sind beliebt und nicht mehr weit verbreitet, meist sind diese gekoppelt an einen Ladenbesuch oder sogar getätigte Käufe.
Sollten Sie keine kostenlosen Ladesäulen mehr finden, bieten 2026 viele Supermärkte zumindest Koppel-Tarife an: Wer z.B. für über 50 € einkauft, erhält einen Rabatt-Code für die Ladesäule auf dem Parkplatz. Es lohnt sich, die Apps von Lidl Plus oder Kaufland vor dem Einkauf hierzu zu prüfen.
Die THG-Quote als Refinanzierung
Die Preise für öffentliches Laden sind 2026 auf einem stabilen, aber weiterhin hohen Niveau. Eine clevere Methode, um diese Kosten etwas zu senken, ist die THG-Prämie. Wer die THG-Auszahlung gezielt für seine Ladekosten einplant, fährt möglicherweise mehrere Monate im Jahr günstiger. Prüfen Sie hier die aktuelle THG-Prämie für Ihr Fahrzeug.
Häufige Fragen zum Thema Ladekarte
Brauche ich 2026 noch eine physische Ladekarte?
Ja, bestenfalls schon. In Tiefgaragen oder Funklöchern versagen Apps oft. Eine RFID-Karte im Handschuhfach ist hier oft die sicherste Lösung.
Was ist die Blockiergebühr?
Fast alle Anbieter berechnen 2026 nach einer gewissen Zeit, z. B. 240 min bei (AC) oder 60 Min. bei (DC) eine Gebühr von ca. einigen Cent pro Minute, damit Ladesäulen nicht als Dauerparkplätze missbraucht werden.

