Shelly Wallbox: Smarte mobile 11 kW Ladelösung (Test 2026)

Shelly bietet verschiedene Lösungen für intelligentes E-Auto-Laden – von der mobilen Shelly Wallbox (TopAC EVE01-11R) bis zu Smart-Home-Modulen wie dem Shelly Pro 3EM, die bestehende Wallboxen intelligent nachrüsten. Besonders für PV-Überschussladen und dynamisches Lastmanagement sind Shelly-Produkte eine kosteneffiziente Alternative zu teuren Premium-Wallboxen.

@Shelly.com

In diesem Artikel:

Was ist eine Shelly Wallbox?

Der Begriff Shelly Wallbox umfasst zwei verschiedene Lösungsansätze für intelligentes E-Auto-Laden. Zum einen gibt es die mobile Shelly Wallbox (TopAC Portable EV Charger EVE01-11R), eine kompakte 11-kW-Ladelösung mit integrierter Shelly-Technologie. Zum anderen können bestehende "nicht smarte“ Wallboxen mit Shelly Smart-Home-Modulen wie dem Shelly Pro 3EM, Shelly Plus 1PM oder Shelly Pro 3 nachgerüstet werden.

Shelly ist bekannt für seine Smart-Home-Relais und WLAN-Steckdosen. Mit dem Einstieg in die E-Mobilität erweitert das Unternehmen sein Portfolio um Lösungen, die sich nahtlos in bestehende Smart-Home-Systeme integrieren lassen.

Die mobile Shelly Wallbox (TopAC EVE01-11R)

Die tragbare Ladelösung von Shelly wird einfach an eine rote CEE-Starkstromsteckdose (16A, dreiphasig) angeschlossen. Dank verschiedener Adapter funktioniert sie auch an Schuko-Steckdosen – allerdings mit reduzierter Ladeleistung. Das Gerät bietet:

  • Ladeleistung: Bis zu 11 kW (dreiphasig)
  • Konnektivität: WLAN und Bluetooth (kein Hub erforderlich)
  • Steuerung: Shelly Smart Control App mit Echtzeit-Monitoring
  • Dynamic Load Management: Stromreduzierung via Cloud möglich (6-16A)
  • Sicherheit: Schutz gegen Überspannung, Überhitzung, Kurzschlüsse und Fehlerstrom
  • Kabellänge: 5 Meter mit Typ-2-Stecker
  • Schutzklasse: IP65 (staub- und wassergeschützt)

Wichtige Einschränkung: Keine Phasenumschaltung - Die TopAC EVE01-11R kann den Ladestrom dynamisch reduzieren (bis auf 6A), besitzt aber keine automatische Phasenumschaltung. Das bedeutet: Sie lädt immer dreiphasig mit mindestens 4,1 kW (3 × 6A × 230V). Bei kleinen PV-Anlagen mit weniger als 4,1 kW Überschuss (besonders im Winter) wird gar nicht geladen, da die Mindestleistung nicht erreicht wird. 

Wenn Ihre PV-Anlage im Winter keine 4,1 kW liefert, können Sie die Shelly Wallbox manuell mit einem einphasigen Typ-2-Ladekabel nutzen. Dadurch erzwingen Sie die Ladung auf einer Phase (1,4 kW bis 3,7 kW) und können so auch kleinste Sonnenmengen nutzen, ohne eine teure Wallbox mit automatischer Umschaltung kaufen zu müssen.

Technischer Hinweis zum Dynamic Load Management: Die Laststeuerung der TopAC erfolgt primär über die Shelly Cloud. Bei WLAN-Ausfall greift das Lastmanagement unter Umständen verzögert oder gar nicht. Im Vergleich zu lokal per Modbus/RTU vernetzten Premium-Wallboxen ist dies ein Sicherheitsrisiko bei instabilen Netzverbindungen.

Lösung: Für maximale Ausfallsicherheit kann die TopAC-Wallbox über einen Shelly Pro 3EM mit lokalem Skript gesteuert werden. Die Steuerungslogik läuft dann komplett lokal im Heimnetzwerk, ohne Cloud-Abhängigkeit. Dies erfordert allerdings fortgeschrittene Programmierkenntnisse (JavaScript für Shelly Scripts).

Die mobile Shelly‑Wallbox eignet sich deswegen besonders für Mieter:innen oder als flexible Zweitlösung für unterwegs, wenn eine fest installierte Wallbox nicht möglich oder sinnvoll ist.

Shelly-Module zur Wallbox-Nachrüstung

Wer bereits eine einfache Wallbox besitzt, kann diese mit Shelly-Modulen intelligent aufrüsten. Die wichtigsten Produkte im Überblick:

Shelly Pro 3EM – Der Energiemanager

Der Shelly Pro 3EM ist ein dreiphasiger Energiemesser, der direkt am Hausanschluss installiert wird. Er erfasst in Echtzeit den Stromverbrauch und die PV-Erzeugung mit einer Genauigkeit von 1 %. Diese Daten nutzt er zur intelligenten Steuerung der Wallbox.

Einsatzmöglichkeiten:

  • PV-Überschussladen: Automatisches Laden nur bei ausreichendem Solarstrom
  • Lastmanagement: Vermeidung von Lastspitzen durch intelligente Stromverteilung
  • Energiemonitoring: 60 Tage Datenspeicherung zur Verbrauchsanalyse

Laut Hersteller lassen sich mit PV-Überschussladen bis zu 330 Euro jährlich bei 100 Ladevorgängen einsparen (Basis: Einspeisevergütung 8 Cent/kWh vs. Netzstrompreis 30 Cent/kWh).

Shelly Plus 1PM – Einfache Schaltlösung

Der kompakte Shelly Plus 1PM eignet sich zur einfachen Ein/Aus-Steuerung von Wallboxen über einen Schütz (Leistungsschalter). Kosten: etwa 12–17 Euro.

Anwendungsbeispiel: Zeitgesteuertes Laden bei dynamischen Stromtarifen, die Wallbox wird automatisch in günstigen Nachtstunden aktiviert.

Shelly Pro 3 – Phasenweise Steuerung

Der Shelly Pro 3 ermöglicht die Steuerung einzelner Phasen. Theoretisch könnte damit zwischen einphasigem (3,7 kW) und dreiphasigem Laden (11 kW) umgeschaltet werden.

Hinweis: Der Shelly Pro 3 ist kein zertifizierter Lasttrennschalter. Elektrische Arbeiten sollten ausschließlich von Fachkräften durchgeführt werden. Phasenumschaltungen während des Ladevorgangs können den On-Board-Charger des Fahrzeugs beschädigen.

PV-Überschussladen mit Shelly: So funktioniert's

PV-Überschussladen bedeutet, dass Ihr E-Auto automatisch geladen wird, wenn Ihre Solaranlage mehr Strom produziert, als Ihr Haushalt verbraucht. Ohne diese Funktion würden Sie den überschüssigen Strom für etwa 8 Cent/kWh ins Netz einspeisen. Beim Laden des E-Autos sparen Sie hingegen die Differenz zum Netzstrompreis (ca. 30 Cent/kWh).

Einsparpotenzial konkret

Eine 10-kWp-PV-Anlage erzeugt in Deutschland durchschnittlich 9.000-12.000 kWh pro Jahr. Nur 25-35 % davon werden direkt im Haushalt verbraucht. Der Rest (6.000-9.000 kWh) ist Überschuss. Bei 15 kWh pro Ladevorgang und 100 Ladevorgängen pro Jahr ergibt sich:

  • Mögliche Ersparnis von: (0,30 € - 0,08 €) × 15 kWh × 100 = 330 Euro/Jahr

Technische Umsetzung

  1. Installation Shelly Pro 3EM: Montage am Hausanschluss hinter dem Stromzähler (Fachkraft erforderlich)
  2. Anbindung Wallbox: Verbindung über Schütz oder direkte Steuerung (je nach Wallbox-Typ)
  3. WLAN-Verbindung: Einbindung beider Geräte ins Heimnetzwerk
  4. Szenen erstellen:
    • Szene 1: Laden starten bei X kW Überschuss
    • Szene 2: Laden stoppen bei zu geringem Überschuss

Wichtig: Die Wallbox muss automatisch starten, sobald Strom anliegt. Viele "nicht smarten“ Wallboxen wie die Heidelberg Home Eco verfügen über diese Funktion.

Shelly Wallbox mit dynamischen Stromtarifen

Dynamische Stromtarife rechnen stündlich ab und orientieren sich am Börsenpreis. Nachtstrom ist dabei typischerweise 10-20 % günstiger als Tagstrom. Mit Shelly-Modulen lässt sich das Laden automatisch in günstige Zeitfenster verschieben.

Praxisbeispiel: Nutzer:innen programmieren zwei Szenen:

  • 02:00 Uhr: Laden aktivieren (günstiger Nachttarif)
  • 09:00 Uhr: Laden deaktivieren (Tagtarif beginnt)

Mehr zur optimalen Nutzung von Stromtarifen finden Sie in unserem Artikel über saisonale Stromtarife.

Netzentgeltreduzierung nach §14a EnWG: Bis zu 190 € Extra-Ersparnis

Ein oft übersehener, aber massiver Vorteil für 2026: Wallboxen können als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach §14a EnWG angemeldet werden. Im Gegenzug reduziert der Netzbetreiber die jährlichen Netzentgelte pauschal um 110-190 Euro (abhängig von Region und Netzbetreiber).

Voraussetzungen für die Netzentgeltreduzierung

  • Steuerbarkeit: Wallbox muss vom Netzbetreiber fernsteuerbar sein (z.B. über Rundsteuerempfänger oder Smart-Meter-Gateway)
  • Anmeldung: Meldung an den Netzbetreiber vor Inbetriebnahme
  • Leistungsbegrenzung: Akzeptanz einer temporären Drosselung in Spitzenlastzeiten

Shelly-Lösung als perfekte Schnittstelle

Der Shelly Plus 1PM in Kombination mit einem Schütz fungiert ideal als Steuer-Schnittstelle:

  1. Installation: Shelly Plus 1PM steuert ein Schütz vor der Wallbox
  2. Anbindung: Der Shelly Plus 1PM wird mit dem Steuerausgang (Relaiskontakt) des Smart-Meter-Gateways (SMGW) oder der Steuerbox des Netzbetreibers verbunden. Funktion: Seit 2025/2026 ist eine rein cloudbasierte Steuerung rechtlich meist nicht mehr ausreichend. Durch die lokale Verdrahtung des Shelly mit dem SMGW erfüllen Sie die technischen Anforderungen für die Netzentgeltreduzierung zu 100 %. Bei Netzüberlastung kann der Betreiber die Wallbox so direkt und rechtssicher drosseln.
  3. Funktion: Bei Netzüberlastung kann der Netzbetreiber die Wallbox temporär (max. 2h/Tag) abschalten.
  4. Vergütung: 110–190 €/Jahr Netzentgeltreduzierung (pauschale Gutschrift auf Stromrechnung)

Wichtig: Die Steuerung greift nur in extremen Lastsituationen (statistisch < 10 Stunden/Jahr). Ihr Ladekomfort wird kaum beeinträchtigt, aber Sie sparen jedes Jahr über 100 Euro.

Tipp: Informieren Sie sich bei Ihrem Netzbetreiber über das genaue Anmeldeverfahren. Viele bieten mittlerweile Online-Formulare für die § 14a-Anmeldung an. Mehr Details zur gesetzlichen Regelung finden Sie in unserem Artikel zum 14a EnWG.

Integration mit Drittanbieter-Plattformen

Shelly-Module lassen sich mit verschiedenen Energiemanagement-Systemen kombinieren:

clever-PV

Die Online-Plattform clever-PV übernimmt die komplette Steuerungslogik. Nach einmaliger Einrichtung regelt clever-PV die Wallbox automatisch, basierend auf den Echtzeitdaten des Shelly Pro 3EM.

Wichtig: Für die automatisierte Wallbox-Steuerung (über reines Monitoring hinaus) ist ein kostenpflichtiges Abo erforderlich (Stand Januar 2026):

  • Starter-Paket: ca. 4-5 Euro/Monat
  • Pro-Paket: ca. 7-8 Euro/Monat

Die kostenlose Basis-Version bietet nur Energiemonitoring, nicht aber die intelligente PV-Überschusssteuerung. Die Abo-Kosten (ca. 50–100 Euro/Jahr) sollten bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung berücksichtigt werden. Die Plattform bietet dafür auch Prognosefunktionen, basierend auf Wettervorhersagen.

Alternative für DIY-Enthusiasten: Nutzer:innen von Home Assistant, ioBroker oder Node-RED können die Steuerungslogik selbst programmieren und damit die monatlichen Abo-Gebühren komplett einsparen. Shelly-Module bieten offene APIs (REST, MQTT), die sich perfekt für lokale Automatisierungen eignen. Dies unterstreicht den DIY-Charakter der Shelly-Lösung.

Home Assistant, MQTT & API

Für technisch versierte Nutzer:innen bietet Shelly offene Schnittstellen (API, MQTT). Damit lassen sich komplexe Automatisierungen in Home Assistant, ioBroker oder Node-RED umsetzen.

Kosten und Wirtschaftlichkeit

Mobile Shelly Wallbox (TopAC EVE01-11R)

Preis: ca. 240-280 Euro (Stand Januar 2026)

Vergleich zu Alternativen:

  • Go-e Charger Gemini: ca. 650 Euro
  • Juice Booster 3 Air: ca. 900 Euro
  • NRGkick: ca. 850 Euro

Die Shelly-Lösung ist deutlich günstiger, bietet aber weniger Premium-Features wie automatische Phasenumschaltung oder integrierte Fehlerstromschutzschalter.

Nachrüstlösung mit Shelly Pro 3EM

Kosten:

  • Shelly Pro 3EM mit 400A-Wandlern (Komplettpaket): ca. 200-250 Euro
  • Shelly Plus 1PM: ca. 12-17 Euro
  • Schütz (optional): ca. 30-50 Euro
  • Installation durch Elektrofachkraft: ca. 200-400 Euro
  • clever-PV Abo (optional): ca. 50-100 Euro/Jahr

Gesamtkosten (einmalig): 440-720 Euro
Laufende Kosten: 0-100 Euro/Jahr (je nach Lösung: Home Assistant = 0 €, clever-PV = 50-100 €)

Jährliche Ersparnisse (realistisch):

  • PV-Überschussladen: 230-280 Euro (netto nach Abo-Kosten)
  • §14a EnWG Netzentgeltreduzierung: 110-190 Euro
  • Dynamische Stromtarife (optional): 100-200 Euro
  • Gesamtersparnis: 440-670 Euro/Jahr

Amortisation: Bei einer realistischen jährlichen Gesamtersparnis von 350–550 Euro (PV-Überschuss + Netzentgelt-Rabatt) amortisiert sich die gesamte Shelly-Nachrüstung meist innerhalb von 12 bis 24 Monaten. Damit schlägt das System fast jede teure All-in-One-Lösung am Markt.

Tipp: Mit unserer THG-Prämie können Sie zusätzlich bis zu 450 Euro jährlich für Ihr E-Auto erhalten und die Investition schneller refinanzieren.

Vorteile der Shelly Wallbox

  • Kosteneffizient: Deutlich günstiger als Premium-Wallboxen mit vergleichbaren Smart-Funktionen 
  • Flexibel: Mobile Lösung oder Nachrüstung bestehender Systeme 
  • Smart-Home-Integration: Nahtlose Einbindung in Shelly-Ökosystem 
  • PV-Optimierung: Maximale Eigenverbrauchsquote durch intelligentes Laden 
  • Zukunftssicher: Regelmäßige Firmware-Updates 
  • §14a EnWG-kompatibel: Netzentgeltreduzierung möglich (110-190 €/Jahr) 
  • Keine Abo-Gebühren: Bei DIY-Nutzung (Home Assistant) komplett kostenfrei

Nachteile und Einschränkungen

  • Keine automatische Phasenumschaltung: Bei der mobilen Wallbox nicht verfügbar 
  • Installation erforderlich: Nachrüstlösungen brauchen Elektrofachkraft 
  • Begrenzte Garantie: 2-5 Jahre je nach Modell (vs. 5-10 Jahre bei Premium-Hersteller)
  • Kein integrierter FI-Schalter: Externe Absicherung nötig 
  • Nicht MID-zertifiziert: Für gewerbliche Abrechnung und öffentliche Ladepunkte ungeeignet 
  • Dienstwagen-Problem: Keine offizielle Anerkennung für steuerfreie Erstattung (siehe unten)

Wichtig für Dienstwagenfahrer:innen (Stand Januar 2026): Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine neue Nachweispflicht für das Laden des Dienstwagens zu Hause. Die alten Pauschalen wurden gestrichen. Da die Shelly-Lösung keinen MID-zertifizierten Zähler besitzt, wird sie von vielen Arbeitgebern nicht als Nachweis für die steuerfreie Erstattung anerkannt.

Goldstandard-Lösung für 2026: Nutzen Sie die Kombination aus Fahrzeugdaten + Shelly-Monitoring:

  1. Fahrzeugdaten (aus Hersteller-App auslesbar) als Hauptnachweis, seit 2026 offiziell zugelassen
  2. Shelly Pro 3EM Monitoring als Plausibilitätscheck, zeigt präzise Verbrauchswerte

Hinweis zum Shelly Pro 3EM: Das Gerät besitzt kein Display zur manuellen Ablesung vor Ort. Alle Daten werden über die App/Cloud ausgelesen. Manche Finanzämter fordern (als Backup) die Möglichkeit zur manuellen Ablesung. Die Fahrzeugdaten-Methode umgeht dieses Problem, da sie direkt vom Fahrzeug dokumentiert werden.

Empfehlung: Klären Sie die Akzeptanz dieser Lösung vorab mit Ihrem Arbeitgeber. Die Kombination "Fahrzeugdaten + Shelly-Monitoring" ist für technikaffine Nutzer:innen der praktikabelste Weg für 2026.

Für wen eignet sich die Shelly Wallbox?

Ideal für:

  • Mieter:innen und Eigenheimbesitzer:innen ohne feste Wallbox-Installation
  • PV-Anlagenbesitzer:innen, die Eigenverbrauch maximieren wollen
  • Preisbewusste E-Auto-Fahrer:innen mit technischem Grundverständnis
  • Bestehende Wallbox-Besitzer:innen, die Smart-Funktionen nachrüsten möchten
  • Zweitwagen oder Urlaubsfahrzeuge mit geringerem Ladebedarf

Weniger geeignet für:

  • Nutzer:innen ohne PV-Anlage, die nur Standard-Ladefunktionen brauchen
  • Gewerbetreibende mit Abrechnungsanforderungen (MID-Zähler erforderlich)
  • Personen ohne Smart-Home-Affinität oder technisches Interesse

Für gewerbliche Nutzer:innen bieten wir über unser Ladestromportal professionelle Abrechnungslösungen an.

Shelly Wallbox und THG-Prämie

Besitzer:innen von E-Autos können zusätzlich von der THG-Prämie profitieren. Die eingesparten CO₂-Emissionen werden vom Umweltbundesamt zertifiziert und können als THG-Quote verkauft werden.

Aktuelle THG-Prämien 2026:

  • Flexible Auszahlung: bis zu 450 Euro, jedoch mindestens 170€ garantiert.
  • Garantierte Auszahlung: 250 Euro (inkl. 75 Euro Neukundenbonus)
  • Expressauszahlung: 150€ innerhalb von 48 Stunden

Die Triple-Kombination aus Shelly-Installation bringt maximale Ersparnisse:

  1. PV-Überschussladen: 230-280 Euro/Jahr (netto)
  2. §14a Netzentgeltreduzierung: 110-190 Euro/Jahr
  3. Dynamische Stromtarife: 100-200 Euro/Jahr (optional)
  4. THG-Prämie: bis zu 450 Euro/Jahr

Fazit: Die Shelly-Lösung ist die "Eierlegende Wollmilchsau" für alle, die nicht bereit sind, 1.500 Euro für eine Premium-Wallbox auszugeben. Realistisches Einsparpotenzial 2026:

  • Intelligentes Laden & Netzentgelte: ca. 350–450 €/Jahr
  • THG-Prämie: ca. 250–450 €/Jahr je nach Modell
  • Gesamtvorteil: ca. 600–900 €/Jahr. Damit ist die Hardware meist nach dem ersten Jahr bezahlt. Wer bereit ist, auf automatischen Komfort (Phasenumschaltung) zu verzichten und ein wenig Lust auf Smart-Home-Konfiguration hat, findet 2026 keine wirtschaftlichere Lösung.

Jetzt THG-Prämie beantragen: Mit unserem THG-Rechner können Sie Ihr individuelles Einsparpotenzial berechnen.

Shelly Wallbox und öffentliche Ladepunkte: Wichtige Einschränkung

Wichtiger Hinweis: Die Shelly-Lösungen (TopAC mobile Wallbox und Pro 3EM-Nachrüstungen) sind nicht für die Registrierung als öffentliche oder halböffentliche Ladepunkte geeignet. Grund: Es fehlt die MID-Zertifizierung (Mess- und Eichrechtskonformität).

Seit 2025/2026 gelten verschärfte Anforderungen der Bundesnetzagentur:

  • MID-zertifizierte Zähler für manipulationssichere Messung
  • OCPP-Backend zur sicheren Datenübertragung
  • Eichrechtskonforme Dokumentation aller Ladevorgänge

Der Shelly Pro 3EM ist zwar ein präziser Energiezähler (1 % Genauigkeit), aber nicht offiziell für die öffentliche Abrechnung zugelassen. Eine THG-Prämie für Ladeinfrastruktur ist mit Shelly-Lösungen daher nicht realisierbar.

Alternative: Für professionelle Ladeinfrastruktur mit THG-Prämien-Berechtigung informieren Sie sich in unserem Artikel über eichrechtskonforme Lösungen.

Vergleich: Shelly vs. andere smarte Wallboxen

Merkmal Shelly Mobile go-e Gemini Easee Home Wallbox Pulsar Plus
Preis ~250 € ~650 € ~900 € ~700 €
Ladeleistung 11 kW 11 / 22 kW 22 kW 22 kW
Phasenumschaltung Nein Ja Ja Nein
PV-Integration Ja (extern) Ja (integriert) Ja (integriert) Ja (Cloud)
Lastmanagement Extern (3EM) Integriert Integriert Cloud-basiert
MID-Zähler Nein Optional Optional Optional
Installation Plug & Play Elektriker Elektriker Elektriker
Mobilität Ja Ja (Gemini flex) Nein Nein

Fazit: Die Shelly Wallbox punktet beim Preis und bei der Smart-Home-Integration. Premium-Wallboxen bieten mehr Komfortfeatures wie automatische Phasenumschaltung und einfacheres Plug-and-Play-PV-Laden.

Häufige Fragen zur Shelly Wallbox

Kann ich mit Shelly auch DC-Schnellladen?

Nein, Shelly-Lösungen sind ausschließlich für AC-Laden ausgelegt. DC-Schnellladestationen (50+ kW) sind deutlich komplexer und teurer.

Funktioniert Shelly mit jedem E-Auto?

Ja, die Shelly Wallbox nutzt den Standard-Typ-2-Anschluss, der von allen in Europa verkauften E-Autos unterstützt wird.

Brauche ich eine PV-Anlage für Shelly?

Nein, aber die Smart-Funktionen entfalten ihr volles Potenzial erst in Kombination mit Solarstrom oder dynamischen Stromtarifen. Zur optimalen Nutzung Ihrer E-Auto-Ladeinfrastruktur lesen Sie auch unseren Artikel über E-Auto-Laden.

Kann ich mehrere Wallboxen mit einem Shelly Pro 3EM steuern?

Grundsätzlich ja, aber für professionelles Multi-Wallbox-Lastmanagement sind spezialisierte Lösungen besser geeignet.

Ist eine Genehmigung für die Installation nötig?

Das hängt von Ihrer Wohnsituation ab. Mieter:innen brauchen meist die Zustimmung des Vermieters. Die elektrische Installation muss dem Netzbetreiber gemeldet werden (ab 11 kW auch genehmigungspflichtig). Mehr Informationen finden Sie in unserem Artikel zur Wallbox-Installation.

Wie melde ich meine Shelly-Wallbox nach §14a EnWG an?

Kontaktieren Sie Ihren Netzbetreiber und melden Sie die Wallbox als „steuerbare Verbrauchseinrichtung" an. Die meisten Netzbetreiber bieten Online-Formulare an. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie die pauschale Netzentgeltreduzierung (110-190 €/Jahr) automatisch auf Ihrer Stromrechnung gutgeschrieben. Details zur Anmeldung finden Sie in unserem Artikel zum 14a EnWG.

Zusammenfassend: Shelly Wallbox als intelligente Budgetlösung mit versteckten Vorteilen

Die Shelly Wallbox ist eine durchdachte Lösung für preisbewusste E-Auto-Fahrer:innen mit Smart-Home-Affinität und technischem Interesse. Die mobile Variante (TopAC EVE01-11R) bietet grundlegende Ladefunktionen zu einem konkurrenzlos günstigen Preis von rund 250 Euro.

Die Nachrüstung bestehender Wallboxen mit Shelly Pro 3EM ist besonders interessant: Für 440-720 Euro (inkl. Hardware, Installation) erhalten Sie vollwertiges PV-Überschussladen, intelligentes Lastmanagement und die Möglichkeit zur §14a-Anmeldung – Funktionen, für die Premium-Hersteller 1.000+ Euro verlangen.

Realistisches Einsparpotenzial pro Jahr:

  • PV-Überschussladen: 230-280 Euro (netto nach Abo-Kosten)
  • §14a EnWG Netzentgeltreduzierung: 110-190 Euro
  • Dynamische Stromtarife: 100-200 Euro (optional)
  • Gesamtersparnis: 440-670 Euro/Jahr
  • Amortisationszeit: Unter 1-2 Jahren!

Der oft übersehene §14a EnWG-Vorteil (110-190 €/Jahr) macht die Shelly-Lösung noch attraktiver, da sie sich perfekt als steuerbare Verbrauchseinrichtung eignet.

Besonders lohnenswert für:

  • PV-Anlagenbesitzer:innen mit Anlagen > 5 kWp
  • Nutzer:innen dynamischer Stromtarife
  • DIY-Enthusiasten (Home Assistant → keine Abo-Kosten)
  • Privatnutzer:innen (mit Dienstwagen nur nach Abklärung)

Kritische Einschränkungen beachten:

  • Keine automatische Phasenumschaltung (Mindestleistung 4,1 kW dreiphasig)
  • Nicht MID-zertifiziert (Problem bei Dienstwagen ohne Fahrzeugdaten-Nachweis)
  • Cloud-Abhängigkeit bei Dynamic Load Management (lokal lösbar mit Scripts)
  • Kein Display am Pro 3EM (Ablesung nur per App)

Die fehlende Phasenumschaltung ist besonders im Winter bei kleinen PV-Anlagen (< 5 kWp) problematisch, da dann oft die Mindestleistung von 4,1 kW nicht erreicht wird.

Unser Tipp: Kombinieren Sie alle drei Ersparnisquellen (PV-Überschuss + §14a + THG-Prämie):

  • Shelly-Installation: 440-670 Euro/Jahr
  • THG-Prämie: bis zu 450 Euro/Jahr
  • Gesamtersparnis: 890-1.120 Euro/Jahr

Die Investition amortisiert sich damit potenziell in unter einem Jahr, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis für technikaffine E-Auto-Besitzer:innen!

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