Polestar hat sich in wenigen Jahren von einer Volvo-Performance-Sparte zu einer eigenständigen Elektroautomarke mit klarer Positionierung im Premiumsegment entwickelt. Mit einem Design, das bewusst auf Purismus und skandinavische Reduziertheit setzt, und einer wachsenden Modellpalette richtet sich Polestar an Käufer:innen, die Wert auf Qualität, Reichweite und ein durchdachtes digitales Fahrerlebnis legen.
Dieser Artikel gibt einen vollständigen Überblick über alle aktuellen Polestar-Elektroauto-Modelle, ihre Reichweiten, Preise und technischen Daten sowie einen Ausblick auf kommende Fahrzeuge.
Was ist Polestar?
Polestar begann als Tuning- und Rennmarke für Volvo-Fahrzeuge. 2017 wurde die Marke als eigenständiges Elektromobilitätsunternehmen neu gegründet, mit Geely (dem chinesischen Volvo-Mutterkonzern) als Hauptaktionär. Sitz ist Göteborg, Schweden. Die Fahrzeuge kombinieren schwedisches Designerbe mit moderner Batterietechnologie und werden je nach Modell in China, Schweden oder den USA gefertigt.
Polestar setzt seit 2021 konsequent auf reine Batterieelektrofahrzeuge (BEV). Erwähnenswert ist, dass das allererste eigenständige Modell der Marke, der Polestar 1 (2019 bis 2021), noch ein Plug-in-Hybrid war. Mit dem Polestar 2 vollzog die Marke den vollständigen Wechsel zur reinen Elektromobilität und hat seitdem keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr im Angebot. Das ist auch für die THG-Quote relevant: Alle in Deutschland zugelassenen Polestar-Fahrzeuge sind als vollständige Batterieelektrofahrzeuge THG-prämienberechtigt.
Polestar Elektroauto Modellpalette 2026: Alle Fahrzeuge im Überblick
Die aktuelle Produktpalette umfasst vier Modelle, die unterschiedliche Segmente und Ansprüche abdecken. Hier ein kompakter Gesamtüberblick:
Polestar 2: Der Einstieg in die Markenwelt
Der Polestar 2 ist das meistverkaufte Modell der Marke und fungiert als Einstiegsmodell in die Polestar-Welt. Als vollelektrischer Fastback der Mittelklasse teilt er sich die CMA-Plattform mit dem Volvo XC40, wurde jedoch eigenständig entwickelt und positioniert.
2024 erhielt der Polestar 2 ein umfassendes Update: Heckantrieb als neue Basisvariante, mehr Reichweite und überarbeitetes Laden. 2026 sind die Long-Range-Varianten die bevorzugte Wahl, nachdem die Einstiegsvariante mit kleinerem Akku aus dem deutschen Konfigurator entfernt wurde.
Polestar 2 Varianten und Daten (2026)
Der Polestar 2 lädt AC mit bis zu 11 kW und DC mit bis zu 205 kW. Das Google-basierte Infotainmentsystem gilt als eines der besten in seiner Klasse. Das Fahrzeug ist als Neu- und Gebrauchtwagen erhältlich und richtet sich an Käufer:innen, die einen alltagstauglichen Elektro-Fastback mit klaren Linien und verlässlicher Reichweite suchen.
Tipp: Wer den Polestar 2 in Deutschland zulässt, kann als Halter:in jährlich die THG-Prämie beantragen und damit einen Teil der Fahrzeugkosten kompensieren.
Polestar 3: Das große Premium-SUV mit 800-Volt-Technik
Der Polestar 3 ist das erste SUV der Marke und positioniert sich im oberen Premiumsegment. Mit fast fünf Metern Länge und einem Radstand von knapp drei Metern richtet er sich an Käufer:innen, die Platz, Reichweite und Technologie auf höchstem Niveau suchen.
Im Frühsommer 2026 erhielt der Polestar 3 ein bedeutendes technisches Update: Die Umstellung auf 800-Volt-Architektur ermöglicht schnelleres Laden, niedrigeren Verbrauch und mehr Effizienz. Gleichzeitig wurden neue CATL-Akkus mit 92 kWh (Single Motor) bzw. 106 kWh (Dual Motor/Performance) verbaut, ein neuer 245-kW-Heckmotor (ca. 333 PS) eingebaut und die Bordelektronik überarbeitet. Die maximale DC-Ladeleistung liegt je nach Variante bei bis zu 310 kW (Single Motor) bzw. 350 kW (Dual Motor), wodurch der Akku in etwa 22 Minuten von 10 auf 80 % geladen wird.
Polestar 3 Varianten und Daten (2026)
Der Polestar 3 verfügt serienmäßig über eine Wärmepumpe und ist für bidirektionales Laden vorbereitet. Die maximale Anhängelast beträgt beim Single Motor bis zu 1.500 kg, bei den Allrad-Varianten bis zu 2.200 kg. Damit ist der Polestar 3 auch für Familien mit Anhängerbedarf eine ernsthafte Option.
Hinweis: Der Polestar 3 wird in den USA und in China produziert. Die 800-Volt-Technologie des aktuellen Modelljahrgangs ermöglicht erheblich schnelleres Laden als frühere Versionen.
Polestar 4 Coupé: Design ohne Kompromisse, Reichweite ohne Heckscheibe
Der Polestar 4 ist das meistverkaufte Modell der Marke in mehreren Märkten und erregt vor allem durch ein Detail Aufsehen: Er hat keine klassische Heckscheibe. Stattdessen zeigt ein Kamerasystem im Innenspiegel, was hinter dem Fahrzeug passiert. Ab September 2026 trägt das bisherige Modell offiziell den Beinamen „Coupé“, da eine neue SUV-Variante daneben platziert wird.
Das Polestar 4 Coupé wird als reines Performance-Elektrofahrzeug positioniert. Es basiert auf einer 100-kWh-Batterie und unterstützt DC-Laden mit bis zu 200 kW. Der Allradler sprintet in 3,8 Sekunden auf 100 km/h und damit schneller als die meisten Konkurrenten in dieser Preisklasse.
Polestar 4 Coupé Varianten und Daten (2026)
Das Fahrzeug erhielt 2026 eine überarbeitete Fahrwerksabstimmung mit mehr Agilität und Komfort. Beim Allradler kann der vordere Motor bei niedrigem Leistungsbedarf entkoppelt werden, um die Effizienz zu steigern.
Tipp: Das Polestar 4 Coupé ist ein vollständiges Batterieelektrofahrzeug und damit THG‑Prämienberechtigt. Halter:innen können die THG-Prämie jährlich beantragen und profitieren dabei von einem volldigitalen, DSGVO-konformen Prozess.
Polestar 5: Der elektrische Grand Tourer als neues Flaggschiff
Der Polestar 5 ist das Flaggschiff der Marke und ein echter Meilenstein: Als viertüriger Grand Tourer geht er auf das Konzeptfahrzeug Precept zurück, das Polestar 2020 als Zukunftsvision vorgestellt hatte. Seit Frühling 2026 werden die ersten Fahrzeuge ausgeliefert.
Der Polestar 5 basiert auf einer vollständig neu entwickelten Aluminium-Architektur und ist das erste Fahrzeug der Marke mit 800-Volt-Schnellladetechnologie und bis zu 350 kW DC‑Ladeleistung. Damit lädt er ähnlich schnell wie ein Porsche Taycan, aber zu einem deutlich niedrigeren Einstiegspreis.
Polestar 5 Varianten und Daten (2026)
Der Innenraum des Polestar 5 ist als 4 + 1‑Sitzer konzipiert. Recaro-Vordersitze, eine faltbare Mittelarmlehne im Fond mit Klimabedienung und Massagefunktion sowie ein minimalistisches Bedienkonzept prägen das Fahrerlebnis. Die Verarbeitung liegt auf dem Niveau eines deutschen Luxusherstellers, das Design folgt der typischen skandinavischen Reduziertheit.
Hinweis: Auch der Polestar 5 ist als reines Batterieelektrofahrzeug THG‑Prämienberechtigt. Gerade bei einem Fahrzeug in dieser Preisklasse lohnt sich die jährliche Beantragung über einen vertrauenswürdigen Anbieter. Mehr Informationen dazu gibt es im THG-Prämienvergleich auf emobility.energy.
Polestar und die THG-Prämie: Was Halter:innen wissen sollten
Alle aktuellen Polestar-Modelle sind rein batterieelektrisch (BEV). Das bedeutet: Wer in Deutschland ein Polestar-Elektroauto auf sich zugelassen hat, kann einmal jährlich die THG-Prämie beantragen. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug in der Zulassungsbescheinigung Teil I als auf die antragstellende Person zugelassen ausgewiesen ist.
Die THG-Prämie ergibt sich aus dem Verkauf zertifizierter CO₂‑Einsparungen des Elektrofahrzeugs an Mineralölunternehmen, die ihre Emissionsverpflichtungen ausgleichen müssen. Der Betrag variiert je nach Anbieter und Marktlage. Bei emobility.energy stehen für 2026 folgende Modelle zur Wahl:
Hinweis: Die tatsächliche Auszahlung hängt vom gewählten Modell und der aktuellen Marktlage im THG-Quotenhandel ab. Die variablen Modelle orientieren sich am Marktpreis der CO₂‑Zertifikate, der sich je nach Quartal und Anbieter unterscheiden kann. Der Antrag bei emobility.energy ist vollständig digital, DSGVO-konform und auf deutschen Servern gehostet. Fahrzeugschein hochladen, Antrag abschicken, Prämie erhalten.
Polestar Elektroauto kaufen: Was spricht dafür?
Polestar bietet 2026 eine der kohärentesten Elektroauto-Produktpaletten im Premiumsegment. Das Designprinzip ist konsequent: klare Linien, keine Overstatement-Ästhetik, hohe Verarbeitungsqualität. Das Google-basierte Betriebssystem in allen Modellen überzeugt durch Bedienbarkeit und regelmäßige Over-the-Air-Updates.
Für E-Mobilitäts-Einsteiger:innen im Premiumsegment bietet der Polestar 2 den niedrigsten Einstiegspreis. Familien oder Vielfahrer:innen mit Reichweitenbedarf sind beim Polestar 3 gut aufgehoben. Das Polestar 4 Coupé richtet sich an design- und performanceorientierte Käufer:innen, während der Polestar 5 im GT-Segment eine ernsthafte Alternative zu deutlich teureren Fahrzeugen darstellt.
Wer das Thema E-Auto und Kosten genauer betrachten möchte, findet im emobility.energy Magazin weitere Artikel zu Gesamtkosten, Steuervorteilen und Ladekosten.
Ausblick: Was kommt nach 2026?
Polestar hat eine ambitionierte Produktoffensive angekündigt. Noch im vierten Quartal 2026 soll eine kombiartige Karosserievariante des Polestar 4 als eigenständiges SUV-Modell erscheinen. Für 2027 ist ein Nachfolger des Polestar 2 geplant. 2028 soll mit dem Polestar 7 ein kompaktes SUV folgen, das als erstes Modell der Marke in Europa produziert werden soll, um EU-Importzölle zu umgehen und Kosten zu senken.
Zusammenfassend: Polestar Elektroauto auf einen Blick
Polestar hat sich als glaubwürdige Premiummarke im Elektroautomarkt etabliert. Mit vier Modellen deckt das Unternehmen 2026 Mittelklasse, SUV, SUV-Coupé und Luxus-GT ab. Die Reichweiten sind durchgängig hoch, die Ladegeschwindigkeiten beim Polestar 3 und Polestar 5 gehören zu den besten am Markt. Preislich positioniert sich Polestar zwischen Tesla und den deutschen Premiumherstellern.
Für Halter:innen eines Polestar-Elektroautos lohnt es sich, die jährliche THG-Prämie nicht zu vergessen: Als vollständige Batterieelektrofahrzeuge sind alle Modelle berechtigt, und die Beantragung dauert wenige Minuten.
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Häufige Fragen zum Polestar Elektroauto
Welches Polestar Elektroauto hat die größte Reichweite?
Den Spitzenwert im gesamten Polestar-Lineup erzielt der Polestar 5 Dual Motor mit bis zu 678 km WLTP. Beim Polestar 3 erreicht der Dual Motor Long Range in der aktuellen 800V-Generation bis zu 636 km WLTP.
Sind Polestar-Fahrzeuge THG-prämienberechtigt?
Ja. Alle aktuellen Polestar-Modelle sind vollständige Batterieelektrofahrzeuge (BEV) und damit in Deutschland THG‑Prämien berechtigt, sofern das Fahrzeug auf eine in Deutschland zugelassene Person eingetragen ist.
Was kostet das günstigste Polestar Elektroauto 2026?
Der Polestar 2 ist das günstigste Modell der Marke. Da die Standard-Range-Variante aus dem deutschen Konfigurator entfernt wurde, startet der Einstiegspreis für die verbleibenden Long-Range-Varianten bei rund 52.000 Euro (Stand: Mitte 2026).
Wie schnell lädt der Polestar 5?
Der Polestar 5 unterstützt DC-Laden mit bis zu 350 kW und damit eine der höchsten Ladeleistungen auf dem Markt. Der Ladevorgang von 10 auf 80 % dauert entsprechend nur wenige Minuten.
Gibt es Polestar-Modelle mit Allradantrieb?
Ja. Der Polestar 2 Long Range Dual Motor, der Polestar 3 Dual Motor, der Polestar 4 Dual Motor sowie beide Varianten des Polestar 5 verfügen über Allradantrieb.
Besuchte Quellen
- Quelle – Besucht am (07.09.2026 - 06:55 Uhr):
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/polestar/polestar-2/ - Quelle – Besucht am (07.09.2026 - 06:55 Uhr):
https://www.autobild.de/marken-modelle/polestar/polestar-3 - Quelle – Besucht am (07.09.2026 - 07:32 Uhr):
https://www.polestar.com/de/

