Mautbefreiung für Elektro-Lkw 2026: Regeln, Rabatte & Antrag

Gute Nachrichten für die Logistikbranche: Die vollständige Mautbefreiung für emissionsfreie Lkw wurde soeben bis zum 30. Juni 2031 verlängert. Entgegen ursprünglicher Planungen zahlen batterieelektrische und wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge weiterhin 0 Euro Maut auf deutschen Bundesfernstraßen. Dies sichert Unternehmen langfristige Planungssicherheit und macht den Umstieg auf E-Lkw wirtschaftlich unschlagbar.

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In diesem Artikel:

Verlängerung der Mautbefreiung: Was gilt ab 2026?

Ursprünglich war geplant, dass Elektro-Lkw ab dem 1. Januar 2026 anteilig Maut zahlen müssen. Doch die Bundesregierung hat kurzfristig reagiert: Mit dem Vierten Gesetz zur Änderung mautrechtlicher Vorschriften (verabschiedet Ende 2025) wurde die vollständige Mautbefreiung (0 Euro) für emissionsfreie Fahrzeuge bis zum 30. Juni 2031 verlängert.

Die Kostenstruktur bleibt somit bis Mitte 2031 wie folgt:

  • Infrastrukturkosten: 0 % (Vollständig befreit)
  • CO₂-Kosten: 0 % (Vollständig befreit)
  • Luftverschmutzung & Lärm: 0 % (Vollständig befreit)

Welche Fahrzeuge sind betroffen? Die Gewichtsgrenzen im Detail

Seit der Mautausweitung im Juli 2024 sind alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen mautpflichtig. Für die Elektromobilität gelten jedoch wichtige Ausnahmen:

Fahrzeuggewicht Mautregelung 2026
Bis 3,5 Tonnen Generell mautfrei.
3,5 t bis 4,25 Tonnen (E-Antrieb) Dauerhaft vollständig befreit (Kompensation des Batteriegewichts).
Über 4,25 Tonnen (E-Antrieb) Vollständig befreit (0 Euro) bis zum 30. Juni 2031.

Tipp: Für den urbanen Lieferverkehr sind E-Transporter bis 4,25 t die "Maut-Gewinner", da sie als einzige Fahrzeugklasse über 3,5 t weiterhin absolut gar keine Maut zahlen.

Warum die 4,25-Tonnen-Grenze?

Die Erhöhung der Gewichtsgrenze auf 4,25 Tonnen für Elektrofahrzeuge berücksichtigt das zusätzliche Gewicht der Batterie. Ein Elektro-Transporter, der aufgrund seiner Batterie 4,0 Tonnen wiegt, wird nicht benachteiligt gegenüber einem vergleichbaren 3,4-Tonnen-Diesel.

Tipp: Wenn Sie leichte Elektro-Nutzfahrzeuge zwischen 3,5 und 4,25 Tonnen einsetzen, profitieren Sie weiterhin von der vollständigen Mautbefreiung - ein echter Wettbewerbsvorteil im urbanen Lieferverkehr.

Warum die Mautbefreiung ein Gamechanger bleibt

Dass die Bundesregierung die vollständige Mautbefreiung (0 Euro) bis 2031 verlängert hat, ist ein massives Signal. Während ursprünglich geplant war, Elektro-Lkw ab 2026 mit 25 % der Infrastrukturkosten zu belasten, bleibt der Kostenvorteil nun bei vollen 100 %. Das macht die Kalkulation für Speditionen extrem einfach: Jeder mautpflichtige Kilometer mit einem Diesel kostet echtes Geld, jeder Kilometer mit einem E-Lkw kostet in Sachen Maut exakt null Euro.

Kostenvergleich 2026: Diesel vs. Elektro

Um die Wirtschaftlichkeit zu verstehen, muss man die aktuellen CO₂-Mautsätze für Diesel (Euro 6, Emissionsklasse 1) betrachten.

Beispiel für einen 40-Tonner (5 Achsen) pro Kilometer:

Da Diesel-Lkw (Euro 6) inklusive der CO₂-Abgabe im Jahr 2026 ca. 34,8 Cent/km kosten, ist die Ersparnis durch die verlängerte 0-Euro-Regelung massiv:

Position Diesel-Lkw (Euro 6) Elektro-Lkw (BEV) Ersparnis
Mautkosten pro Jahr 34.800 € 0 € 34.800 €
Kraftstoff/Strom (ca.) 35.000 € 20.000 € 15.000 €
Wartung (ca.) 8.000 € 4.500 € 3.500 €
Gesamt pro Jahr 77.800 € 24.500 € 53.300 €

CO₂-Differenzierung: So funktioniert die Maut-Einstufung

Das deutsche Mautsystem berücksichtigt seit Dezember 2023 verstärkt die CO₂-Emissionen von Fahrzeugen. Die Einführung des CO₂-Mautteilsatzes hat die Gesamtkosten für Diesel-Lkw deutlich erhöht und den Kostenvorteil von Elektro-Lkw weiter vergrößert.

Die fünf CO₂-Emissionsklassen:

  • Klasse 1 (über 16 g CO₂/tkm): Höchster Mautsatz - ältere Diesel
  • Klasse 2 (11-16 g CO₂/tkm): Hoher Mautsatz - Standard-Diesel
  • Klasse 3 (7-11 g CO₂/tkm): Mittlerer Mautsatz - moderne Diesel
  • Klasse 4 (4-7 g CO₂/tkm): Reduzierter Mautsatz - effiziente Diesel
  • Klasse 5 (0-4 g CO₂/tkm): Emissionsfreie Fahrzeuge – Vollständig befreit (0 Euro) bis Juni 2031.

Hinweis: Stellen Sie sicher, dass Ihr Elektro-Lkw im Mautsystem korrekt als „emissionsfrei“ klassifiziert ist, um von der 100%igen Mautbefreiung zu profitieren.

Mehr zu den Emissionswerten verschiedener Antriebsarten finden Sie in unserem Artikel E-Autos vs. Verbrenner.

Mauterfassung: OBU oder App?

Für die korrekte Erfassung der Maut und Ihres Rabatts als Elektro-Lkw-Betreiber:in gibt es zwei Hauptwege:

1. On-Board-Unit (OBU) - Standard für Flotten

Die On-Board-Unit ist das bewährte System für professionelle Logistikunternehmen. Die fest im Fahrzeug verbaute Einheit:

  • Erfasst automatisch alle mautpflichtigen Strecken via GPS
  • Erkennt fahrzeugspezifische Merkmale (Gewicht, Achszahl, Emissionsklasse)
  • Sorgt für rechtssichere Abrechnung ohne manuelle Einbuchung
  • Funktioniert auch bei grenzüberschreitenden Fahrten (EETS)

Für Flottenbetreiber ist die OBU weiterhin die empfohlene Lösung, da sie die Emissionsklasse 5 Ihres E-Lkw automatisch und rechtssicher im Vorbeifahren übermittelt.

2. TollNow-App – Die neue digitale Lösung ab 2026

Pünktlich zum Jahresstart 2026 hat Toll Collect die TollNow-App veröffentlicht (verfügbar ab Mitte Januar für iOS). Diese ermöglicht eine teilautomatische Einbuchung per Smartphone:

  • Positionsdaten: Die App erfasst die Strecke während der Fahrt per GPS.
  • Flexibilität: Ideal für Mietfahrzeuge oder Gelegenheitsnutzer ohne OBU.
  • Mautfrei-Status: Bei korrekter Hinterlegung der Fahrzeugdaten erkennt das System den E-Lkw und bucht die Fahrt mit 0 Euro ein.

Wichtig: Bei der App-Einbuchung müssen Sie die Emissionsklasse Ihres Elektro-Lkw manuell korrekt angeben, um die vollständige Mautbefreiung (0 Euro) zu nutzen. Fehler bei der Einbuchung können zu Nachzahlungen auf Basis des Diesel-Mautsatzes führen.

Tipp: Für regelmäßigen Einsatz auf deutschen Autobahnen empfehlen wir die OBU. Für gelegentliche Fahrten oder kleinere Fuhrparks kann die App eine praktische Alternative sein.

THG-Prämie: Zusätzliche Einnahmen für E-Lkw-Betreiber

Neben den reduzierten Mautkosten können Sie als Betreiber:in eines Elektro-Lkw von der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) profitieren. Die THG-Prämie ist ein zusätzliches finanzielles Instrument zur Förderung der Elektromobilität.

So funktioniert die THG-Prämie für Nutzfahrzeuge 2026:

  1. Zulassungsbescheinigung Teil I online einreichen
  2. CO₂-Zertifizierung durch das Umweltbundesamt
  3. Verkauf der Emissionsgutschriften durch emobility.energy
  4. Auszahlung der Prämie direkt an Sie

Wie hoch ist die THG-Prämie für E-Lkw?

Die THG-Prämie für schwere Nutzfahrzeuge kann je nach Fahrzeugklasse und aktueller Marktlage zwischen 723 und 8048 Euro pro Jahr betragen. Der genaue Betrag hängt ab von:

  • Der vom Umweltbundesamt zertifizierten CO₂-Einsparung (Pauschalwert nach Fahrzeugklasse)
  • Dem aktuellen Quotenpreis am THG-Markt
  • Dem gewählten Auszahlungsmodell (Garantie vs. variabel)

Hinweis zur Marktlage 2026: Der THG-Quotenmarkt ist inzwischen ausgereift. Die Preise unterliegen Schwankungen je nach Angebot und Nachfrage. Schwere E-Lkw erzielen aufgrund ihrer hohen Pauschalwerte typischerweise Prämien am oberen Ende der Preisspanne.

Mehr Informationen zu den Auszahlungsoptionen 2026 für Nutzfahrzeuge und Busse finden Sie hier.

Kombination Mautvorteil + THG-Prämie = Maximaler Nutzen

Rechenbeispiel E-Lkw (100.000 km/Jahr):

  • Mauteinsparung vs. Diesel: ca. 34.800 €
  • THG-Prämie (geschätzt): ca. 4964 bis 8048 €
  • Kraftstoffeinsparung: ca. 15.000 €
  • Wartungseinsparung: ca. 3.500 €
  • Gesamtvorteil pro Jahr: ca. 58.264 € bis 61.348 €

Jetzt THG-Prämie für Ihren E-Lkw beantragen: Nutzen Sie unseren THG-Antrag für Nutzfahrzeuge, Lkw und Busse und sichern Sie sich zusätzliche Einnahmen zur Mautersparnis.

Weitere Informationen zur THG-Quote finden Sie in unserem THG-Prämien-Vergleich.

Welche Fahrzeuge profitieren vom Mautrabatt?

Von der vollständigen Mautbefreiung (0 Euro) profitieren verschiedene Arten emissionsfreier Nutzfahrzeuge:

Fahrzeugtyp Voraussetzungen Status 2026
Reine Elektro-Lkw (BEV) Batteriebetrieben 100 % mautfrei
Wasserstoff-Lkw (FCEV) Brennstoffzellenantrieb 100 % mautfrei
Elektro-Busse Gewerblicher Güterverkehr 100 % mautfrei

Diese Fahrzeuge erhalten KEINEN Rabatt:

  • Plug-in-Hybrid-Lkw: Trotz teilweisem E-Antrieb nicht als emissionsfrei eingestuft
  • Erdgas-Lkw (CNG/LNG): Geringere Emissionen, aber nicht emissionsfrei
  • Mild-Hybrid-Lkw: Nur Unterstützung durch E-Motor, keine echte E-Mobilität
  • Euro-6-Diesel: Auch mit modernster Abgasreinigung volle Mautpflicht

Mehr zu Hybridfahrzeugen und deren Förderung erfahren Sie in unserem Artikel Gibt es die THG-Prämie für Hybridfahrzeuge?

Herausforderungen bei der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen

Trotz Mautrabatt und THG-Prämie stehen Logistikunternehmen bei der Umstellung auf Elektro-Lkw vor praktischen Herausforderungen:

1. Höhere Anschaffungskosten

Elektro-Lkw kosten aktuell das 2- bis 2,5-fache eines vergleichbaren Diesel-Lkw. Diese Mehrkosten werden zwar durch niedrigere Betriebskosten über die Nutzungsdauer ausgeglichen, erfordern aber eine höhere Anfangsinvestition und sorgfältige Kalkulation.

2. Reichweite und Einsatzprofil

Die Reichweite von Elektro-Lkw liegt je nach Modell, Zuladung und Witterung zwischen 250 und 500 km. Für Verteilerverkehr, Regionalverkehr und Pendelstrecken ist dies ausreichend. Langstreckenverkehr mit flexiblen Routen bleibt herausfordernd, wird aber durch bessere Batterietechnologie kontinuierlich praktikabler.

Geeignete Einsatzbereiche für E-Lkw:

  • Städtischer Lieferverkehr
  • Werksverkehr auf festen Routen
  • Regionale Distribution (bis 300 km Tagesreichweite)
  • Abfallentsorgung und kommunale Dienste
  • Shuttle-Verkehre zwischen Lagern und Umschlagplätzen

3. Ladeinfrastruktur

Das Netz an Megawatt-Ladestationen (MCS) für schwere Nutzfahrzeuge ist noch im Aufbau. Aktuell funktioniert die Depotladung sehr gut, während Unterwegs-Laden auf der Langstrecke noch ausbaufähig ist.

Aktuelle Entwicklungen:

  • Ausbau von Schnellladeparks an Autobahnen
  • Förderung von Depot-Ladeinfrastruktur
  • Standardisierung von MCS-Ladetechnologie (bis zu 1 MW Ladeleistung)

4. Ladezeit und Einsatzplanung

Auch mit Schnellladung benötigt ein E-Lkw 45-90 Minuten für eine Zwischenladung. Dies erfordert angepasste Tourenplanung und möglicherweise zusätzliche Fahrzeuge oder optimierte Schichtmodelle.

Tipp: Beginnen Sie die Elektrifizierung mit Fahrzeugen im Verteilerverkehr oder auf festen Routen mit Depotladung. Hier lassen sich E-Lkw bereits heute optimal einsetzen und alle Vorteile, wie z.B. reduzierte Maut, THG-Prämie, niedrige Energiekosten - voll ausschöpfen.

Förderung von Elektro-Lkw im Jahr 2026

Neben dem Mautrabatt und der THG-Prämie gibt es weitere staatliche Förderprogramme, die den Umstieg auf Elektro-Nutzfahrzeuge finanziell unterstützen:

KsNI - Klimafreundliche Nutzfahrzeuge und Infrastruktur

Das ehemals große Förderprogramm KsNI ist mittlerweile ausgelaufen, und neue direkte Kaufprämien sind aufgrund der aktuellen Haushaltslage im Jahr 2026 schwer zu finden. Das bedeutet für Sie: Die verlängerte Mautbefreiung ist nun das zentrale Förderinstrument. Da Sie über 30.000 Euro pro Jahr an Maut sparen, amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten eines E-Lkw auch ohne direkte Kaufprämie meist innerhalb von 3 bis 4 Jahren.

Regionale Förderprogramme

Viele Bundesländer und Kommunen bieten zusätzliche Zuschüsse:

  • Bayern: Flottenförderprogramm für E-Nutzfahrzeuge
  • Nordrhein-Westfalen: Emissionsfreie Innenstädte
  • Baden-Württemberg: Regionale Mobilitätsprogramme

Tipp: Informieren Sie sich bei Ihrer IHK, den zuständigen Landesbehörden oder direkt bei emobility.energy über aktuelle Fördermöglichkeiten in Ihrer Region.

Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten finden Sie in unserem Beitrag zur E-Auto Förderung.

Umweltauswirkungen und Klimaschutzbeitrag

Die Mautrabatt-Regelung für Elektro-Lkw ist Teil der deutschen Klimaschutzstrategie. Der Güterverkehr auf der Straße verursacht in Deutschland jährlich etwa 40 Millionen Tonnen CO₂ - das entspricht rund 5 % der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen.

CO₂-Einsparung durch Elektro-Lkw:

Ein Elektro-Lkw spart gegenüber einem Diesel-Lkw je nach Strommix, Fahrprofil und Auslastung zwischen 60 und 95 Tonnen CO₂ pro Jahr ein.

Hochrechnung für Deutschland:

  • Ziel bis 2030: Ca. 30 % der schweren Nutzfahrzeuge elektrifizieren
  • Entspricht: Etwa 80.000 Elektro-Lkw
  • CO₂-Einsparung: Bis zu 6 Millionen Tonnen pro Jahr

Mit zunehmendem Anteil erneuerbarer Energien im Strommix verbessert sich diese Bilanz kontinuierlich weiter.

Weitere Umweltvorteile:

  • Keine lokalen Schadstoffemissionen: Kein NOx, kein Feinstaub
  • Lärmreduktion: Besonders wichtig bei Nachtbelieferung in Städten
  • Verbesserte Luftqualität: Besonders in urbanen Ballungsräumen spürbar

Hinweis: Über den gesamten Lebenszyklus, inklusive Batterieproduktion, sind Elektro-Lkw deutlich klimafreundlicher als Diesel, auch wenn die Batterieherstellung energieintensiv ist. Die Mehrbelastung wird bereits nach 2-3 Betriebsjahren ausgeglichen.

Mehr zur Umweltbilanz erfahren Sie in unserem Artikel E-Autos vs. Verbrenner.

Praxisbeispiele: Erfolgreiche E-Lkw-Einführung

Mehrere deutsche Logistikunternehmen zeigen, dass die Elektrifizierung trotz neuer Mautregelung wirtschaftlich bleibt:

Beispiel 1: Regionale Spedition (Verteilerverkehr)

Ein mittelständisches Logistikunternehmen mit Fokus auf regionale Distribution hat 12 Elektro-Lkw (7,5-18 Tonnen) für den Nahbereich eingesetzt:

Jahresbilanz pro Fahrzeug (80.000 km):

  • Mautkosten Diesel: ca. 27.840 € | E-Lkw: 0 € → Ersparnis: 27.840 €
  • Kraftstoffersparnis: ca. 11.000 €
  • THG-Prämie: ca. 4964 bis 8048 €
  • Gesamtvorteil pro Fahrzeug/Jahr: ca. 43.800 € bis 46.900 €
  • Für 12 Fahrzeuge: ca. 525.600 € bis 562.800 € Jahresersparnis

Beispiel 2: Kommunaler Entsorger

Ein städtischer Müllentsorger hat seine gesamte Flotte von 25 Müllfahrzeugen elektrifiziert:

Ergebnisse nach 2 Jahren Betrieb:

  • Deutliche Lärmreduktion bei frühmorgendlicher Abholung
  • Positive Resonanz aus der Bevölkerung
  • 45 % niedrigere Betriebskosten dank fortgeführter Mautbefreiung
  • Reduzierte Wartungsintervalle und -kosten
  • Imagegewinn als klimaneutrale Kommune

Beispiel 3: KEP-Dienst (Paketlogistik)

Ein Paketdienstleister setzt 50 E-Transporter (bis 4,25 Tonnen) in der Innenstadtbelieferung ein:

  • Vollständige Mautbefreiung (Gewicht unter 4,25 t)
  • Zugang zu Umweltzonen ohne Einschränkungen
  • 60 % niedrigere Energiekosten
  • THG-Prämie: Zusätzliche 36.000 € jährlich für die Flotte

Tipp: Diese Erfolgsbeispiele zeigen: Mit der richtigen Einsatzplanung und Fahrzeugwahl sind E-Lkw trotz geänderter Mautregelung wirtschaftlich sehr attraktiv.

Häufige Fragen zur Mautbefreiung 2026

Muss ich den Mautrabatt separat beantragen?

Nein, der Rabatt wird automatisch gewährt, sobald Ihr Elektro-Lkw korrekt im Mautsystem registriert ist. Wichtig ist, dass in der Zulassungsbescheinigung der Antrieb als "Elektro" oder "Brennstoffzelle" vermerkt ist und das Fahrzeug der Emissionsklasse 5 zugeordnet wird.

Wie stelle ich sicher, dass der Rabatt korrekt angewendet wird?

Bei Nutzung einer OBU erfolgt die Zuordnung automatisch über die hinterlegten Fahrzeugdaten. Bei App-Einbuchung müssen Sie die Emissionsklasse manuell korrekt angeben. Prüfen Sie Ihre Mautabrechnungen regelmäßig auf Korrektheit.

Gilt der Mautrabatt auch auf allen Bundesstraßen?

Der Rabatt gilt für alle mautpflichtigen Strecken, also primär Autobahnen und bestimmte Bundesstraßen, auf denen Lkw ab 3,5 Tonnen mautpflichtig sind. Eine Übersicht der mautpflichtigen Strecken finden Sie bei Toll Collect.

Was passiert bei Umrüstung eines Diesel-Lkw auf Elektroantrieb?

Auch nachträglich elektrifizierte Fahrzeuge können vom Mautrabatt profitieren, sofern sie als emissionsfrei eingestuft werden und dies in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist. Die Umrüstung muss durch eine anerkannte Prüforganisation abgenommen werden.

Können auch ausländische E-Lkw den Rabatt nutzen?

Ja, der Mautrabatt gilt auch für ausländische emissionsfreie Fahrzeuge, die auf deutschen mautpflichtigen Strecken fahren. Die Emissionsklasse muss bei der Einbuchung korrekt angegeben werden.

Wann endet die Mautbefreiung für Elektro-Lkw?

Die vollständige Befreiung (0 Euro) gilt nach aktuellem Gesetz bis zum 30. Juni 2031. Erst ab dem 1. Juli 2031 ist vorgesehen, dass emissionsfreie Fahrzeuge einen reduzierten Infrastruktur-Mautsatz (voraussichtlich 25 %) zahlen müssen. Bis dahin fahren Sie jedoch komplett kostenfrei.

Zukunftsaussichten: Wie entwickelt sich die Maut für E-Lkw?

Die Mautlandschaft für Elektro-Lkw wird sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Mehrere Faktoren spielen dabei eine Rolle:

Mögliche Szenarien nach 2031:

  1. Szenario 1: Einführung der 25%-Regelung: Wie ursprünglich für 2026 geplant, könnten E-Lkw ab Juli 2031 mit einem reduzierten Satz an den Infrastrukturkosten beteiligt werden.
  2. Szenario 2: Weitere Verlängerung: Sollten die Klimaziele im Verkehrssektor bis 2030 nicht erreicht sein, könnte die 100%ige Befreiung erneut verlängert werden.

Technologische Entwicklungen:

  • Batterietechnologie: Höhere Energiedichte, schnelleres Laden, längere Lebensdauer
  • Ladeinfrastruktur: Flächendeckendes MCS-Netz entlang Hauptverkehrsachsen
  • Wasserstoff: Brennstoffzellen-Lkw als Alternative für Schwerlastverkehr
  • Digitalisierung: Optimierte Routenplanung unter Berücksichtigung von Ladestationen und Mautkosten

EU-Entwicklungen:

Die EU-Kommission arbeitet an einer Harmonisierung der Mautsysteme in Europa. Emissionsfreie Fahrzeuge sollen EU-weit privilegiert werden, um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen.

Zusammenfassend: Die Verlängerung der 100%igen Mautbefreiung bis 2031 ist ein Gamechanger für die Logistik. 

Während Diesel-Lkw durch steigende CO₂-Preise immer teurer werden, fahren Sie mit Elektro-Lkw bis weit ins nächste Jahrzehnt mautfrei. In Kombination mit der THG-Prämie ist der E-Lkw 2026 die wirtschaftlich vernünftigste Wahl für jede Flotte.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

100 % Mautbefreiung – keine Infrastruktur-, Luft- oder Lärmkosten bis 30. Juni 2031.
Erhebliche Gesamtersparnis – jährlicher Vorteil allein bei der Maut (bei 100.000 km) im Vergleich zum Diesel.
THG-Prämie – zusätzlich 723 – 8.048 € jährlich, je nach Fahrzeugklasse
Niedrigere Betriebskosten – Energie und Wartung deutlich günstiger
Imagegewinn – aktiver Beitrag zum Klimaschutz
Förderung – In vielen Bundesländern gibt es weiterhin regionale Zuschüsse zur Flotten- und Nutzfahrzeugelektrifizierung.
Zukunftssicherheit – politischer Rückenwind für E-Mobilität und volle Planungssicherheit durch das neue Mautgesetz von 2025.

Wichtig zu wissen:

  • Fahrzeuge bis 4,25 Tonnen bleiben dauerhaft vollständig mautbefreit.
  • Ab 4,25 Tonnen gilt die vollständige Befreiung bis zum 30.06.2031.
  • Die Kombination mit der THG-Prämie macht E-Lkw zur wirtschaftlichsten Wahl 2026.

Für Unternehmen, die ihre Flotte elektrifizieren möchten, bleibt 2026 ein guter Zeitpunkt. Die Fahrzeugtechnologie ist ausgereift, die Infrastruktur wächst, und die finanziellen Anreize sind trotz geänderter Mautregelung stark.

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