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THG Quote verkaufen: Nachteile im Überblick

Seit 2022 haben Halter:innen von E-Autos die Möglichkeit, die eingesparten CO2-Emissionen als THG-Quote zu verkaufen und damit Geld für das eigene E-Auto zu erhalten. Über die Nachteile des Verkaufs der THG-Quote wird branchenweit wenig gesprochen. Der folgende Artikel beschäftigt sich mit den Nachteilen, vor allem aus politischer Sicht. THG Quote mit Transparenz.

Photo by Norbert Braun Unsplash

Das Wichtigste zuerst:

  1. Seit 2022 können Halter:innen von E-Autos die eingesparten CO2-Emissionen als THG-Quote verkaufen und damit Geld für ihre Fahrzeuge erhalten. Dies ist eine interessante Möglichkeit, aber die Nachteile werden oft übersehen.
  2. Die THG-Prämie wird von der Privatwirtschaft finanziert, hauptsächlich von Unternehmen wie Shell, BP und Diersch & Schröder. Diese kaufen CO2-Zertifikate ein, was Elektroauto-Fahrer:innen die Gelegenheit bietet, Geld durch den Verkauf ihrer eigenen THG-Quote zu verdienen.
  3. Ein kritischer Aspekt ist das Argument des mutmaßlichen Greenwashings der Mineralölkonzerne. Sie nutzen eingekaufte CO2-Zertifikate, um Umweltschutzmaßnahmen vorzutäuschen, obwohl diese oft nicht auf Eigeninitiative beruhen. Dies kann zu Intransparenz und Skepsis führen.

Wer hat Anspruch auf die THG-Prämie?

Anspruch auf die THG-Prämie hat erstmal jede/r Halter:in eines Elektrofahrzeugs. Da Elektrofahrzeuge keine Abgase ausstoßen und lokal emissionsfrei sind, kann man den eingesparten CO2-Ausstoß vom Umweltbundesamt (UBA) zertifizieren lassen und anschließend als THG Quote verkaufen. 

Ob das Fahrzeug im Privat- oder Firmeneigentum ist, ist egal. Daher können Betriebe auch ohne weiteres die eingesparten Emissionen ihrer kompletten Firmenflotte zertifizieren lassen. Wichtig ist hierbei, dass die Antragstellung durch den im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) eingetragenen Halter passiert, oder der Antragsteller unter Vollmacht des Halters handelt.

Woher kommt das Geld für die E-Autos?

Bevor wir uns die Vor- und Nachteile beim Verkauf der THG-Quote anschauen, sollte man verstehen, woher die ausgeschütteten Prämie denn eigentlich kommen. Ein häufiger Irrglaube besteht in der Annahme, der Staat bezahle die THG-Prämie. Tatsächlich ist es so, dass die Privatwirtschaft für CO2-Zertifikate bezahlt, zumeist Mineralölkonzerne. Wenn Sie Ihr CO2 Zertifikat verkaufen, wird es also meist von Unternehmen wie Shell, BP oder Diersch & Schröder gekauft.

Mineralölkonzerne, oder andere Unternehmen mit einem hohen Ausstoß an Treibhausgasemissionen, unterliegen seit 2021 der im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) verankerten Treibhausgasminderungsquote. Diese fordert Unternehmen mit einer negativen Bilanz dazu auf, entweder Strafzahlungen zu entrichten oder CO2-Zertifikate einzukaufen, um die eigenen Emissionen auszugleichen. Davon profitieren am Ende Fahrer:innen von Elektroautos, die so eine Möglichkeit haben, zusätzliches Geld durch den Verkauf der eigenen THG-Quote zu verdienen. 

THG Quote: Nachteile im Detail

Greenwashing für Mineralölkonzerne?

Der vermutlich größte Kritikpunkt in der Diskussion um die Nachteil des Verkaufs der THG-Quote ist das Argument des mutmaßlichen Greenwashings der Mineralölkonzerne. Auf Basis der eingekauften CO2-Zertifikate kommunizieren Mineralölkonzerne Erfolge im Umweltschutz und brüsten sich mit Maßnahmen gegen den Klimawandel, obwohl diese meist nur auf den eingekauften Zertifikaten basieren und keine Eigeninitiative beinhalten.

Der Einkauf der THG-Quote durch die quotenverpflichteten Unternehmen ist außerdem deutlich günstiger als die zu leistenden Strafzahlungen, sollten Unternehmen nicht die nötige Treibhausgasminderungsquote erreichen. Während ein E-Auto eine THG-Prämie von rechnerisch maximal 422€ erreichen kann, liegt die Strafzahlung bei 600€/tCO₂. 

E-Autos: Woher kommt der Strom?

Obwohl das Umweltbundesamt jährlich den deutschen Strommix berechnet und anschließend einen Pauschalwert pro Elektrofahrzeugklasse festlegt, wird auf individueller Basis nicht beachtet, woher denn der Strom für das E-Auto kommt. Die aktuelle Berechnung behandelt alle Halter:innen von E-Autos gleich - ganz egal ob der eingekaufte Strom ökologisch produziert wurde oder nicht. 

Umweltfreundlich fahren allerdings nur Elektroautos, die auch mit Ökostrom geladen werden und dort ist der Knackpunkt: Im Jahr 2023 ist der deutsche Strommix deutlich “dreckiger”. Nach Angaben des Frauenhofer Instituts werden immer noch 27% des deutschen Stroms aus Kohlekraftwerken gewonnen. 

Hoher Verwaltungsaufwand sorgt für Intransparenz

Nachdem die Prämie 2022 das erste Mal Privatpersonen zugänglich war, stellte sich sehr schnell heraus, dass die staatlichen Institutionen mit der Anzahl an Quotenanträgen überfordert ist. Es dauert teilweise Monate, bis man den THG-Bonus vom Umweltbundesamt zertifiziert zurück bekommt und diese am Markt verkauft werden können.

Dies sorgt dafür, dass Auszahlungsbeträge von Quotenanbietern beworben werden, die 14 bis 16 Wochen nach Antragstellung aufgrund von verschiedenen Marktbewegungen nicht mehr eingehalten werden können. Dies sorgt für einen Glückspielfaktor. Halter:innen wissen erst, wie viel THG Quote sie für ihr E-Auto erhalten, wenn die Auszahlung auch tatsächlich ansteht. 

THG Prämie: Vor- und Nachteile im Überlick

Vorteile Nachteile
• Bares Geld für das Fahren eines E-Autos • Einkauf von THG-Quoten keine echter Umwelterfolg für Mineralölkonzerne
• Gesetzliches Instrument der Umverteilung von klimschädlichen Aktivitäten zu klimafreundlichen Aktivitäten • Berechnung des Strommix ist zu einfach
• Unkomplizierte Antragstellung für hohen Ertrag • Unvorbereitete staatliche Institutionen verlangsamen den Prozess
• Die Förderung für E-Autos wird es ab 2024 nicht mehr geben und somit ist die THG-Quote das einzige Instrument, das den Wechsel von Verbrennerfahrzeugen zu E-Autos incentiviert.

Fazit

Besonders umweltbewusste und kritische Fahrer:innen können im Quotenhandel durchaus Nachteile finden und auch unserer Meinung nach ist der THG-Bonus als staatliches Steuerinstrument noch nicht perfektioniert worden. Da ab 2024 aber die Förderung für neue E-Autos wegfällt, ist die Quote trotz ihrer vermeintlichen Nachteile, eine einzigartige Methode, finanzielle Anreize für den Umstieg auf Elektrofahrzeuge zu bieten. 

Sie fördert diejenigen, die sich aufgrund ihres Einsatz für die Umwelt für ein Elektrofahrzeug entscheiden und dies ist erstmal grundweg positiv. Sollten Sie sich entschieden haben, eine Prämie für Ihr E-Auto zu beantragen, können Sie über emobility.energy in zwei Minuten Ihren Antrag abschicken und dafür bis zu 411€ erhalten. 

Häufige Fragen zur THG Quote:

Wie oft kann man die THG Quote verkaufen?

Pro Elektrofahrzeug können Sie die THG Quote einmal im Jahr verkaufen. Dies ist unabhängig von möglichen Besitzerwechsel oder ob es sich um einen Firmenwagen oder ein Leasingfahrzeug handelt. Auf Basis Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil 1 kann das Umweltbundesamt feststellen, ob es für dieses präzise Fahrzeug bereits ein CO2-Zertifikat ausgestellt wurde.

Wie viele Jahre wird die THG-Quote gezahlt?

Die THG Quote von 2022 bis zu 2030 insgesamt acht Jahre gezahlt. Die Treibhausgasminderungsquote und der Quotenhandel für Privatpersonen ist zeitlich und gesetzlich limitiert und gilt viel mehr als Programm zu Verbreitung der E-Mobilität in Deutschland. Ob der Handel mit den CO2-Zertifikaten nach 2030 weiterhin fortgeführt wird ist bisher nicht abzusehen.

Woher kommt das Geld für die THG Prämie?

Das Geld der THG Prämie stammt von Mineralölkonzernen und anderen kraftstoffverkaufenden Unternehmen. Ab einer Menge von 5000L Kraftstoff unterliegt ein Unternehmen der sogenannten Treibhausgasminderungsquote und ist demnach verpflichtet seine Emissionen jährlich zu senken.

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Quellenangaben: