Wer ein großes Elektroauto sucht, stand lange vor einem Dilemma: entweder Reichweite oder Platz. Dieses Kompromissdenken gehört 2026 der Vergangenheit an. Die neueste Generation großer Elektroautos bietet Familien, Vielfahrer:innen und allen, die einfach gern komfortabel und geräumig unterwegs sind, ausgereifte Technik mit bis zu 800 km Reichweite nach WLTP, blitzschnellem Laden und einem Platzangebot, das selbst sieben Personen unterbringt.
Dieser Artikel gibt einen Überblick über die besten großen Elektroautos 2026, erklärt, worauf es beim Kauf ankommt, und zeigt, wie sich der Umstieg finanziell lohnt, zum Beispiel durch die THG-Prämie für E-Fahrzeuge.
Was gilt als „großes Elektroauto“?
Der Begriff „großes Elektroauto“ ist nicht eindeutig definiert, bezieht sich aber in der Regel auf Fahrzeuge ab etwa 4,70 m Fahrzeuglänge. Dazu zählen:
- Große Elektro-SUVs (z. B. BMW iX, Kia EV9, Mercedes EQS SUV)
- Elektro-Limousinen der Oberklasse (z. B. Mercedes EQS, Tesla Model S, BMW i7)
- Geräumige Elektro-Kombis und Vans (z. B. VW ID.7, VW ID. Buzz)
Typisch für diese Fahrzeugklasse sind Akkukapazitäten ab 80 kWh, eine Reichweite von mindestens 500 km und ein Kofferraum, der auch für Familienausflüge oder längere Reisen geeignet ist. Viele Modelle bieten zudem optional eine dritte Sitzreihe oder lassen sich mit bis zu 2.500 kg Anhängelast betreiben.
Die besten großen Elektroautos 2026 im Vergleich
Hinweis: WLTP-Reichweiten sind Herstellerangaben unter Normbedingungen. Bei moderaten Geschwindigkeiten und mildem Wetter sind 10 bis 15 % Abweichung realistisch. Große, schwere E-SUVs mit hoher Stirnfläche (wie der Kia EV9, der Mercedes EQS SUV oder der Volvo EX90) müssen bei zügiger Autobahnfahrt mit 130 km/h oder bei Minustemperaturen im Winter mit einem Realreichweiten-Abzug von 25 bis 35 % gerechnet werden.
Mercedes EQS: Die elektrische S-Klasse
Der Mercedes EQS ist das Flaggschiff der elektrischen Luxusklasse. Mit dem EQS 450+ kommuniziert Mercedes für 2026 eine WLTP-Reichweite von bis zu 800 km, selbst im realen Betrieb sind Strecken von über 600 km ohne Zwischenstopp realistisch. Die Limousine überzeugt vor allem durch den MBUX Hyperscreen, der die gesamte Fahrzeugbreite als Display nutzt, sowie durch einen extrem leisen und komfortablen Betrieb.
Wer das geräumigere Format bevorzugt, greift zum Mercedes EQS SUV, der mit bis zu 660 km Reichweite (WLTP) und optionaler siebter Sitzreihe ein beeindruckendes Paket schnürt. Der Preis beginnt bei rund 113.000 Euro, was den EQS SUV klar im Luxussegment verortet.
Tipp: Wer einen Mercedes EQS oder EQS SUV als reines Elektrofahrzeug (BEV) zulässt, kann einmal jährlich die THG-Prämie beantragen und so einen Teil der Betriebskosten ausgleichen.
BMW iX und die neue BMW-Generation
Der BMW iX ist seit Jahren eines der meistdiskutierten großen Elektroautos auf dem deutschen Markt. Das Facelift-Modell von 2025 ist in drei Varianten erhältlich: der iX xDrive45 (300 kW, bis 602 km), der iX xDrive60 (400 kW, bis 701 km) und der iX M70 (485 kW, bis 600 km) für alle, die Performance an erste Stelle setzen. Die Anhängelast von bis zu 2.500 kg macht den iX zum Zugpferd unter den großen E-SUVs, was besonders für Wohnwagenbesitzer:innen relevant ist.
Noch spannender ist die angekündigte BMW Neue Klasse: Der BMW iX3 Neue Klasse basiert auf einer eigens entwickelten Plattform mit 800-Volt-Architektur. Die Auslieferung der Serienversion ist für Ende 2026 geplant. Die Plattform verspricht als Zielwert eine WLTP-Reichweite von bis zu 805 km sowie eine Ladeleistung von 400 kW. Die finalen Homologationswerte werden erst kurz vor dem Marktstart feststehen, die Richtung ist jedoch klar: Der neue iX3 soll die Maßstäbe für die nächste Generation großer Elektroautos setzen.
Kia EV9: Der Familien-Riese
Wer sieben Sitzplätze, viel Platz und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, kommt am Kia EV9 kaum vorbei. Mit fünf Metern Länge und einem Radstand von 3,10 m bietet das SUV Platz für die ganze Familie. Die 800-Volt-Ladetechnologie sorgt dafür, dass der Akku in nur 24 Minuten von 10 auf 80 % geladen ist. Die Reichweite liegt je nach Konfiguration bei bis zu 563 km nach WLTP.
Besonders praktisch: Die Mittelsitze in der Sechssitzer-Variante lassen sich um 90 oder 180 Grad drehen, was den Kia EV9 zu einem echten Familienmobil macht. Ab ca. 72.500 Euro ist er der günstigste vollwertige 7-Sitzer in dieser Auflistung.
Tipp: Als reines Elektrofahrzeug (BEV) ist der Kia EV9 vollständig THG-Prämie-berechtigt. Mehr zu den Modellen und Prämien bei emobility.energy gibt es hier: Modelle & Prämienübersicht.
VW ID.7: Das große Elektroauto für Vielfahrer:innen
Der VW ID.7 füllt die Lücke zwischen Mittelklasse und Oberklasse und richtet sich an alle, die einen geräumigen Elektro-Kombi oder eine weitreichende Limousine suchen. Die Basisversion (ID.7 Pro, 77 kWh) erreicht bereits bis zu 621 km nach WLTP. Mit dem größeren Akku des ID.7 Pro S (86 kWh) steigt die Reichweite auf bis zu 709 km, womit er in der Langstreckendisziplin klar in der Oberliga mitmischt. Der Einstiegspreis liegt bei ca. 57.000 Euro, was den ID.7 deutlich zugänglicher macht als die Premiumkonkurrenz.
Besonders attraktiv für Dienstwagenfahrer:innen: Reine Elektrofahrzeuge mit einem Bruttolistenpreis bis 100.000 Euro profitieren von der günstigen 0,25-Prozent-Regelung bei der Dienstwagenversteuerung. Das bedeutet: Nicht nur der VW ID.7, sondern auch der Kia EV9 (ab ca. 72.500 Euro) und der Volvo EX90 (ab ca. 98.000 Euro) fallen je nach Konfiguration in diese Kategorie. Das senkt die monatliche Steuerlast für Arbeitnehmer:innen erheblich. Mehr zu den Steuervorteilen findet man im Artikel zu Steuervorteilen für E-Autos 2026.
Volvo EX90: Der skandinavische 7-Sitzer
Mit dem Volvo EX90 bringt der schwedische Hersteller seinen größten Elektro-SUV auf die Straße. Das Modell bietet in der Twin-Motor-Variante bis zu 614 km Reichweite (WLTP) und bis zu 2.200 kg Anhängelast. Besonders hervorzuheben ist das Sicherheitskonzept: Kein anderes großes Elektroauto bietet zum Marktstart so viele aktive Fahrassistenzsysteme wie der EX90.
Die dritte Sitzreihe ist serienmäßig vorhanden, was ihn zu einer echten Alternative für Familien macht, die nicht den Kia EV9 wählen möchten. Der Preis beginnt bei ca. 98.000 Euro.
Worauf kommt es beim Kauf eines großen Elektroautos an?
Reichweite und Ladeinfrastruktur
Große Elektroautos werden oft für Langstrecken und Familienreisen angeschafft. Deshalb sollte die Reichweite im Mittelpunkt der Kaufentscheidung stehen, und zwar nicht nur der WLTP-Wert, sondern die reale Reichweite bei Autobahngeschwindigkeit und im Winter. Modelle mit Wärmepumpe sind im Winter deutlich effizienter.
Ebenso wichtig ist die Ladegeschwindigkeit: Fahrzeuge mit 800-Volt-Architektur wie der Kia EV9 oder der BMW iX3 Neue Klasse können in 20 bis 25 Minuten genug Energie für weitere 300 bis 400 km nachladen. Das macht lange Reisen deutlich entspannter. Eine Übersicht zu Ladekarten und Ladetarifen hilft dabei, die günstigste Lösung für das eigene Ladeverhalten zu finden.
Anhängelast
Wer einen Wohnwagen oder einen Pferdeanhänger ziehen möchte, sollte die Anhängelast genau prüfen. Der BMW iX führt das Feld mit 2.500 kg an. Volvo EX90 und Kia EV9 erlauben je 2.200 kg, das Tesla Model X kommt auf 2.250 kg. Mit Anhänger sinkt die Reichweite zudem um ca. 30 %, was bei der Reiseplanung berücksichtigt werden sollte.
Platz- und Sitzkonzept
Ein großes Elektroauto sollte auch innen groß sein. Wer regelmäßig mehr als fünf Personen transportiert, benötigt zwingend eine dritte Sitzreihe. Diese bieten: Kia EV9, Tesla Model X, Volvo EX90 und Mercedes EQS SUV. Bei anderen Modellen wie dem BMW iX beschränkt sich der Platz auf fünf Personen, auch wenn das Raumangebot für diese fünf sehr komfortabel ausfällt.
THG-Prämie als jährlicher Bonus
Alle reinen Batterieelektrofahrzeuge (BEV) in dieser Liste sind THG-Prämie-berechtigt. Das bedeutet: Halter:innen können einmal jährlich die eingesparten CO₂-Emissionen ihres Fahrzeugs vom Umweltbundesamt zertifizieren und über Anbieter wie emobility.energy verkaufen lassen. Mehr zur THG-Prämie 2026 beantragen und zu den aktuellen Modellen und Prämien gibt es direkt im Überblick. Wer ein teures Fahrzeug anschafft, sollte diese zusätzliche Einnahmemöglichkeit nicht ungenutzt lassen.
Hinweis: Hybridfahrzeuge, also Plug-in-Hybride oder Vollhybride, sind nicht THG-Prämie-berechtigt. Nur reine Elektrofahrzeuge (BEV) mit Zulassung kommen für die THG-Quote in Betracht. Details dazu finden sich im Artikel THG-Prämie für Hybridfahrzeuge.
E-Auto-Förderung 2026: Bis zu 6.000 Euro Zuschuss
Seit dem 1. Januar 2026 gilt wieder eine staatliche E-Auto-Förderung in Deutschland. Der maximale Bonus beträgt bis zu 6.000 Euro beim Kauf oder Leasing eines neuen Elektroautos. Für Haushalte mit geringem Einkommen gibt es ergänzende Förderstufen. Viele Hersteller legen zusätzliche Herstellerrabatte obendrauf, sodass die tatsächliche Ersparnis in vielen Fällen noch höher ausfällt.
Auch wenn die Förderung bei Premium-Modellen wie dem Mercedes EQS nicht immer den Ausschlag gibt, lohnt sich ein genauer Blick auf die Konditionen: Einige der mittleren Modelle in dieser Übersicht, insbesondere der VW ID.7, profitieren erheblich davon. Mehr Informationen zur E-Auto-Förderung 2026 gibt es im Magazin.
Zusammenfassend: Große Elektroautos sind 2026 alltagstauglich
Die Klasse der großen Elektroautos hat sich 2026 zu einer ernsthaften Alternative zu großen Verbrennern entwickelt. Die Reichweiten sind gestiegen, die Ladezeiten gefallen und das Platzangebot übertrifft viele Erwartungen. Wer Familienmobilität, Langstreckenkomfort und Nachhaltigkeit verbinden möchte, findet in Modellen wie dem Kia EV9, dem BMW iX oder dem VW ID.7 überzeugende Optionen in unterschiedlichen Preisklassen.
Dazu kommt: Als Halter:in eines reinen Elektroautos profitieren Sie Jahr für Jahr von der THG-Prämie. Bei emobility.energy ist die Beantragung vollständig digital, DSGVO-konform und dauert nur wenige Minuten.
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Oder berechnen Sie Ihre individuelle Prämie vorab mit dem kostenlosen Rechner:
Bei Fragen steht Ihnen unser deutscher Kundenservice gerne zur Verfügung: hello@emobility.energy
Häufige Fragen zu großen Elektroautos
Welches ist das beste große Elektroauto 2026?
Das hängt von Ihren Anforderungen ab. Für Familien mit Platzbedarf empfiehlt sich der Kia EV9. Wer maximale Reichweite und Luxus sucht, ist mit dem Mercedes EQS gut beraten. Im mittleren Preissegment überzeugt der VW ID.7 mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wie weit kommt ein großes Elektroauto?
Aktuelle Modelle erreichen zwischen 560 und über 800 km nach WLTP. Im realen Betrieb bei moderaten Geschwindigkeiten und mildem Wetter sind 10 bis 15 % Abweichung typisch. Bei Autobahnfahrten mit 130 km/h oder mehr und im tiefen Winter kann der Verlust bei großen SUVs 25 bis 35 % betragen. Der BMW iX3 Neue Klasse und der Mercedes EQS führen das Reichweiten-Ranking 2026 an.
Kann man mit einem großen Elektroauto einen Anhänger ziehen?
Ja, viele große Elektroautos sind anhängerfähig. Der BMW iX erlaubt die höchste Anhängelast mit 2.500 kg. Volvo EX90 und Kia EV9 kommen auf je 2.200 kg. Bei der Nutzung mit Anhänger sinkt die Reichweite um ca. 30 %, was bei der Reiseplanung berücksichtigt werden sollte.
Gibt es eine THG-Prämie für große Elektroautos?
Ja. Alle reinen Batterieelektrofahrzeuge (BEV) sind THG-Prämie-berechtigt, unabhängig von Größe oder Preis. Halter:innen können einmal jährlich die eingesparten CO₂-Emissionen zertifizieren lassen und als THG-Quote verkaufen. Bei emobility.energy funktioniert das vollständig digital und innerhalb weniger Minuten.
Welches große Elektroauto hat sieben Sitzplätze?
Sieben Sitzplätze bieten 2026 der Kia EV9, der Tesla Model X, der Volvo EX90 und der Mercedes EQS SUV. Der günstigste 7-Sitzer in dieser Gruppe ist der Kia EV9 ab ca. 72.500 Euro.
Besuchte Quellen
- Quelle – Besucht am (22.07.2026 - 07:04 Uhr):
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/elektroauto/e-auto-reichweiten-test-im-winter/mercedes-benz-eqs-450plus-id-4944/ - Quelle – Besucht am (22.07.2026 - 07:17 Uhr):
https://www.auto-motor-und-sport.de/test/id-7-im-test-besser-als-byd-flotter-als-xpeng/ - Quelle – Besucht am (22.07.2026 - 07:19 Uhr):
https://www.vwfs.de/geschaeftskunden/magazin-flotte/dienstwagen/0-5-prozent-regelung.html

