E-Auto mit großem Kofferraum für Familie & Urlaub: Die besten Modelle im Vergleich

E-Autos mit großem Kofferraum sind 2026 kein Kompromiss mehr. Dank flacher Batterien im Unterboden und entfallenem Mitteltunnel bieten viele Elektromodelle mehr nutzbaren Laderaum als vergleichbare Verbrenner und einige sogar einen zusätzlichen Frunk unter der Haube.

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Wer ein Elektroauto kaufen möchte, denkt zuerst an Reichweite und Ladezeit, aber der Kofferraum entscheidet im Familienalltag mindestens genauso viel. Ob Kinderwagen, Urlaubskoffer oder Sportausrüstung: Wer auf Platz angewiesen ist, muss beim Fahrzeugkauf genau hinschauen. Die gute Nachricht: Der Markt für E-Autos mit großem Kofferraum hat sich 2026 deutlich weiterentwickelt. Immer mehr Modelle bieten Stauräume, die mit den besten Kombis und SUVs aus der Verbrenner-Welt mithalten können.

In diesem Artikel zeigen wir, welche Elektrofahrzeuge beim Kofferraumvolumen besonders überzeugen, was den Unterschied zu Verbrennern ausmacht und warum Halter:innen eines E-Autos nebenbei auch noch die THG-Prämie beantragen sollten.

Warum haben viele E-Autos strukturell mehr Platz?

Der entscheidende Vorteil von Elektroautos beim Thema Innenraum liegt in der Bauweise. Da kein Verbrennungsmotor mit Getriebe, Auspuff und Kardanwelle verbaut werden muss, entfällt der ungeliebte Mitteltunnel im Fahrgastraum vollständig. Die Batterie liegt flach im Fahrzeugboden, das sogenannte Skateboard-Prinzip und schafft dadurch eine ebene, niedrige Ladefläche.

Hinzu kommt: Viele Elektromodelle bieten unter der Fronthaube zusätzlichen Stauraum, den sogenannten Frunk (Front Trunk). Das ist möglich, weil dort kein Motor mehr sitzt. Modelle wie der Hyundai IONIQ 9 nutzen diesen Raum mit bis zu 88 Litern Frunk-Volumen konsequent aus.

Auf der anderen Seite kann die Akkupack-Bauhöhe je nach Plattform die Kofferraumhöhe etwas einschränken. Moderne, rein elektrisch ausgelegte Plattformen wie die MEB von Volkswagen oder die E-GMP (Electric Global Modular Platform) von Hyundai und Kia haben diesen Nachteil aber weitgehend überwunden und nutzen den verfügbaren Bauraum besonders effizient.

Die besten E-Autos mit großem Kofferraum 2026

VW ID.7 Tourer – der Elektro-Kombi-Benchmark

Der VW ID.7 Tourer ist 2026 das Maß aller Dinge unter den Elektro-Kombis in Deutschland. Mit einem Basisvolumen von 605 Litern und bis zu 1.714 Litern bei umgeklappter Rücksitzbank setzt er klare Benchmarks. Die Ladekante liegt niedrig, der Ladeboden ist nahezu eben, beides sorgt im Alltag für echten Komfort beim Beladen.

Die Reichweite überzeugt ebenfalls: In der Pro-S-Variante schafft der ID.7 Tourer bis zu 688 km nach WLTP. Geladen wird mit bis zu 200 kW DC-Ladeleistung, womit sich die Batterie in rund 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent bringen lässt. Kein Wunder, dass das Modell beim BEST IN CLASS Award 2026 in der Kategorie "Beste E‑Auto-Flotte“ ausgezeichnet wurde.

Der Einstiegspreis liegt bei rund 54.795 Euro. Als zugelassenes Elektrofahrzeug qualifiziert sich der ID.7 Tourer selbstverständlich für die THG-Prämie.

  • Kofferraum: 605 l / 1.714 l (umgeklappt)
  • Reichweite: bis zu 688 km (WLTP)
  • Ladegeschwindigkeit: bis 200 kW DC

Škoda Enyaq – das Raumwunder aus Tschechien

Der Škoda Enyaq gilt zu Recht als eines der platzbesten Elektroautos im Mittelklasse-SUV-Segment. Mit 585 Litern Kofferraumvolumen und bis zu 1.710 Litern bei vollständig umgeklappten Sitzen bietet er für seine Fahrzeuggröße (4,65 m Länge) bemerkenswert viel Nutzraum. Die asymmetrisch teilbare Rücksitzbank ermöglicht flexible Konfigurationen zwischen Passagier- und Gepäckbedarf.

Gegenüber dem kleineren Schwestermodell Škoda Elroq (470 l) bietet der Enyaq deutlich mehr Platz und das bei identischem Radstand, was den Unterschied in der Fahrzeuggröße besonders effizient ausnutzt.

Für Halter:innen des Enyaq lohnt sich ebenso der Blick auf die THG-Prämie für Elektroautos, die einmal jährlich beantragt werden kann.

  • Kofferraum: 585 l / 1.710 l (umgeklappt)
  • Reichweite: bis zu 580 km (WLTP)
  • Besonderheit: flexibel teilbare Rücksitzbank

Hyundai IONIQ 9 – der neue Familien-Gigant

Mit dem IONIQ 9 hat Hyundai 2026 sein bislang größtes Elektroauto auf den Markt gebracht und es ist ein echtes Raumwunder. Das Fahrzeug ist als Sechs- oder Siebensitzer erhältlich, mit einem Radstand von 3,13 Metern und einem vollständig ebenen Fahrzeugboden.

Beim Gepäck gibt es je nach Sitzbestuhlung enorme Unterschiede: Mit allen sieben Sitzen in Nutzung stehen rund 338 Liter bereit. Wird die dritte Sitzreihe umgelegt, wächst der Stauraum auf 908 Liter. Sind alle Sitze flach gelegt, passen beim Sechssitzer bis zu 2.494 Liter ins Fahrzeug. Dazu kommt ein Frunk von 88 Litern (Heckantrieb) bzw. 52 Litern (Allrad). Der ADAC misst beim IONIQ 9 ein Basisvolumen von 770 Litern,  das ist der Spitzenwert unter allen SUVs im aktuellen Test.

Preislich startet der IONIQ 9 ab rund 69.900 Euro. Die THG-Prämie für Elektroautos können auch IONIQ-9-Halter:innen jährlich beantragen.

  • Kofferraum: 338 l (alle Sitze) / bis zu 2.494 l (Sechssitzer, alle Sitze umgeklappt) + 52-88 l Frunk
  • Reichweite: bis zu 620 km (WLTP)
  • Ladegeschwindigkeit: bis zu 250 kW DC

Kia EV9 – Familien-SUV mit Rekord-Stauvolumen

Der Kia EV9 zählt zu den Elektro-SUVs mit dem meisten Platz auf dem deutschen Markt. Der ADAC misst beim EV9 ein Basisvolumen von 760 Litern, das sind mehr als bei vielen Kombis. Bei umgeklappter dritter Sitzreihe stehen 828 Liter zur Verfügung, und wer alle Sitze umlegt, erhält bis zu 2.393 Liter Stauraum.

Neben dem reinen Volumen punktet der EV9 mit einer Vehicle-to-Load-Funktion (V2L), die es erlaubt, elektrische Geräte direkt am Fahrzeug zu betreiben, praktisch im Camping-Urlaub oder auf der Baustelle. Die Reichweite liegt bei bis zu 560 km nach WLTP. 

  • Kofferraum: 333 l (alle Sitze) / bis zu 2.393 l (alle Sitze umgeklappt)
  • Reichweite: bis zu 560 km (WLTP)
  • Besonderheit: Vehicle-to-Load (V2L), bis zu 3,6 kW Leistungsabgabe

Volvo EX90 – Premium mit intelligenten Features

Der Volvo EX90 positioniert sich als Premium-Alternative im Siebensitzer-Segment. Das Modell kombiniert einen großzügigen Innenraum mit durchdachten Sicherheitsfeatures und einem modernen Konzept. Für das Modelljahr 2026 wurde technisch nachgebessert: Das bisherige 400-Volt-System wurde auf 800-Volt-Technologie umgestellt, was das Laden erheblich beschleunigt, von 10 auf 80 Prozent in rund 22 Minuten bei bis zu 350 kW.

Beim Kofferraum zeigt der EX90 seine Stärke vor allem, wenn die dritte Sitzreihe genutzt wird: Mit allen sieben Sitzen stehen 310 Liter bereit, ausreichend für Taschen und kleineres Gepäck. Wird die dritte Reihe umgeklappt, wächst das Volumen auf 655 Liter. Legt man alle Sitze flach, passen bis zu 1.915 Liter in den Laderaum. Dazu kommt ein kompakter Frunk von 34 Litern unter der Fronthaube.

Der Einstiegspreis liegt bei rund 84.200 Euro. Damit ist der EX90 deutlich teurer als der IONIQ 9, bietet aber ein prägnant skandinavisches Interieurdesign und eine besonders umfangreiche Sicherheitsausstattung, darunter einen eingebauten Kindersitz, der in Reihe zwei optional verfügbar ist.

  • Kofferraum: 310 l (alle 7 Sitze) / 655 l (3. Reihe umgeklappt) / bis zu 1.915 l (alle Sitze umgeklappt) + 34 l Frunk
  • Reichweite: bis zu 580 km (WLTP)
  • Ladegeschwindigkeit: bis 350 kW DC (800-Volt-System, 2026)

Modellübersicht: E-Autos mit großem Kofferraum 2026

Modell Kofferraum (normal) Kofferraum (max.) Reichweite (WLTP) Preis ab (ca.)
VW ID.7 Tourer 605 l 1.714 l bis 688 km 54.795 €
Škoda Enyaq 585 l 1.710 l bis 580 km 43.490 €
Hyundai IONIQ 9 338 l (alle 7 Sitze besetzt) / 908 l (3. Reihe umgeklappt) bis 2.494 l (alle Sitze flach) + 52-88 l Frunk bis 620 km 69.900 €
Kia EV9 333 l (alle 7 Sitze besetzt) / 828 l (3. Reihe umgeklappt) bis 2.393 l (alle Sitze flach) bis 560 km ca. 70.000 €
Volvo EX90 310 l (alle 7 Sitze besetzt) / 655 l (3. Reihe umgeklappt) 1.915 l (alle Sitze flach) + 34 l Frunk bis 580 km 84.200 €

Hinweis: Die Herstellerangaben werden nach dem VDA-Messverfahren ermittelt und können in der Praxis um 5–15 % vom tatsächlich nutzbaren Volumen abweichen. Radkästen, Ladekabelhalter und ein unebener Ladeboden können das reale Packmaß reduzieren.

Worauf sollte man beim Kofferraum-Vergleich wirklich achten?

Das reine Volumen in Litern ist nur ein Anhaltspunkt. Für die tatsächliche Alltagstauglichkeit spielen weitere Faktoren eine entscheidende Rolle:

  • Ladekante und Öffnungsbreite: Eine niedrige Ladekante schont den Rücken, besonders beim Einladen schwerer Gegenstände. Der VW ID.7 Tourer liegt hier mit einer Ladekantenhöhe von rund 66 cm gut im Bereich.
  • Breite zwischen den Radkästen: Für Familien mit Kinderwagen oder sperrigem Gepäck ist diese Maßangabe entscheidend. Beim ID.7 Tourer beträgt sie 102 cm, beim Enyaq 98 cm.
  • Ebenheit des Ladebodens: Viele Elektroautos auf Skateboard-Plattformen bieten einen nahezu ebenen Ladeboden, ein klarer Vorteil gegenüber Verbrenner-Kombis mit Reserveradmulde.
  • Frunk: Ein zusätzlicher Laderaum unter der Fronthaube ist bei E-Autos möglich, weil kein Motor mehr dort verbaut ist. Nicht alle Hersteller nutzen diese Option, beim IONIQ 9 macht sie bis zu 88 Liter aus.
  • Sitzvariabilität: Bei Fahrzeugen mit dritter Sitzreihe wie dem IONIQ 9, dem EV9 oder dem Volvo EX90 schwankt das Kofferraumvolumen stark je nach Konfiguration. Wer die dritte Reihe regelmäßig benötigt, sollte realistisch planen, wie viel Gepäck dann noch hineinpasst.

Tipp: Für Familien mit zwei Kindersitzen in der zweiten Reihe ist das maximale Kofferraumvolumen oft weniger relevant als das Basisvolumen. Die Rückbank lässt sich dann nicht vollständig umlegen. Entscheidend ist dann der Platz, der mit aufrechter Rücksitzbank und montiertem Kindersitz verbleibt.

E-Auto-Kofferraum vs. Verbrenner-Kombi: Hält der Vergleich stand?

Noch vor wenigen Jahren war das Kofferraumvolumen ein häufiges Argument gegen den Kauf eines Elektroautos. Dieses Argument zieht 2026 kaum noch. Der VW ID.7 Tourer kommt dem aktuellen VW Passat Variant (B9, 690 l) mit 605 Litern schon sehr nah und übertrifft Modelle wie den BMW 3er Touring (500 l) deutlich. Das reine Gepäckvolumen des neuen Verbrenner-Passats schlägt der ID.7 Tourer zwar nicht ganz, doch in einem anderen Bereich liegt er klar vorn: Der fehlende Mitteltunnel sorgt für spürbar mehr Beinfreiheit und Bewegungsraum im Innenraum, ein Vorteil, den kein Liter-Wert im Kofferraum kompensieren kann.

Elektro-Kombis wie der ID.7 Tourer erreichen heute 85 bis 95 Prozent des Kofferraumvolumens vergleichbarer Verbrenner-Kombis. Und dort, wo das reine Volumen knapper ausfällt, gewinnen Elektroautos durch mehr Variabilität und einen ebenen Ladeboden, zwei Faktoren, die im Urlaubsalltag oft mehr zählen als jeder Liter auf dem Datenblatt.

E-Auto kaufen und gleichzeitig THG-Prämie sichern

Wer ein zugelassenes Elektroauto hält, kann einmal jährlich die THG-Prämie beantragen und damit die eingesparten CO₂‑Emissionen monetarisieren. Bei emobility.energy stehen 2026 drei Modelle zur Wahl: das Express-Modell mit 200 Euro Sofortauszahlung, das Garant-Modell mit 500 Euro Festbetrag (Kombiprämie 2026/2027) sowie das variable Modell Variabel Garant mit einer Mindestgarantie von 170 Euro und einer potenziell höheren Auszahlung (bis zu 450€) je nach Marktpreis.

Das Beantragen dauert nur wenige Minuten: Einfach die Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Fahrzeugschein) digital hochladen, der Rest wird von emobility.energy volldigital und DSGVO-konform abgewickelt. Der THG-Prämienrechner hilft dabei, die individuelle Prämie vorab zu simulieren.

Hinweis: Die THG-Prämie steht ausschließlich Halter:innen von reinen Batterieelektrofahrzeugen (BEV) zu, also nicht für Plug-in-Hybride oder Mild-Hybride. Alle zugelassenen E-Autos wie der VW ID.7, Škoda Enyaq, Hyundai IONIQ 9 oder Kia EV9 sind antragsberechtigt. 

Zusammenfassend: Großer Kofferraum und E-Antrieb schließen sich nicht mehr aus

Die Sorge, mit einem Elektroauto auf Stauraum verzichten zu müssen, ist 2026 weitgehend unbegründet. Modelle wie der VW ID.7 Tourer, der Škoda Enyaq, der Hyundai IONIQ 9 oder der Kia EV9 zeigen eindrucksvoll, dass sich ein großes Kofferraumvolumen und ein emissionsfreier Antrieb hervorragend kombinieren lassen.

Wer zudem noch die jährliche THG-Prämie nutzt, senkt die Gesamtbetriebskosten seines Elektroautos weiter und macht damit das Umsteigen noch wirtschaftlicher.

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Häufige Fragen zu E-Autos mit großem Kofferraum

Welches E-Auto hat den größten Kofferraum 2026? 

Im SUV-Segment messen der Hyundai IONIQ 9 (770 l nach ADAC) und der Kia EV9 (760 l nach ADAC) das größte Basisvolumen. Das maximale Ladevolumen aller Sitze liegt beim IONIQ 9 bei bis zu 2.494 Litern. Unter den Elektro-Kombis führt der VW ID.7 Tourer mit 605 Litern Basisvolumen.

Haben E-Autos einen kleineren Kofferraum als Verbrenner? 

Nicht mehr. Dank flacher Skateboard-Plattformen und fehlendem Mitteltunnel bieten viele Elektroautos heute ein vergleichbares oder sogar größeres Ladevolumen als ähnlich große Verbrenner.

Was ist ein Frunk und welche E-Autos haben einen? 

Ein Frunk (Front Trunk) ist ein zusätzlicher Stauraum unter der Fronthaube, der möglich ist, weil kein Verbrennungsmotor verbaut wird. Der Hyundai IONIQ 9 bietet 52 bis 88 Liter Frunk-Volumen. Nicht alle Elektroautos nutzen diesen Raum, beim VW ID.7 fehlt ein Frunk beispielsweise.

Kann ich als E-Auto-Halter:in die THG-Prämie beantragen? 

Ja. Alle Halter:innen von zugelassenen reinen Elektrofahrzeugen können einmal jährlich die THG-Prämie beantragen. Bei emobility.energy geht das volldigital in wenigen Minuten. Je nach gewähltem Modell erhalten Halter:innen 2026 zwischen 250 Euro und 450 Euro.

Was kostet der Volvo EX90 2026? 

Der Volvo EX90 startet 2026 ab rund 84.200 Euro und positioniert sich damit im Premium-Segment. Günstiger sind beispielsweise der Hyundai IONIQ 9 ab 69.900 Euro oder der Kia EV9 ab rund 70.000 Euro.

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