Dacia E-Auto 2026: Alle Elektromodelle im Überblick + THG-Prämie

Dacia baut seine Elektropalette 2026 konsequent aus. Mit dem überarbeiteten Spring und einem zweiten Elektromodell, das noch in diesem Jahr debütieren soll, positioniert sich die rumänische Marke als günstigster Einstieg in die Elektromobilität in Deutschland. Alle Halter:innen eines rein batterieelektrischen Dacia können zudem jährlich die THG-Prämie beantragen und so zusätzlich von ihrer Kaufentscheidung profitieren.

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In diesem Artikel:

Dacia und Elektromobilität: Eine Marke im Wandel

Dacia steht seit Jahrzehnten für eines: maximale Mobilität zum minimalen Preis. Diese Philosophie setzt die rumänische Renault-Tochter nun konsequent auch in der Elektromobilität um. Wer ein Dacia E-Auto sucht, denkt zunächst an den Spring, das seit 2021 günstigste Elektroauto auf dem deutschen Markt. Doch Dacia hat größere Pläne.

Bis 2030 sollen laut offizieller Roadmap vier vollelektrische Modelle im Programm stehen. Rund zwei Drittel aller Verkäufe sollen künftig auf elektrifizierte Antriebe entfallen. 2026 ist dabei ein entscheidendes Jahr: Mit einem grundlegend überarbeiteten Spring und dem bald folgenden zweiten Elektromodell auf Twingo-Basis zeigt Dacia, dass günstige Elektromobilität kein Kompromiss sein muss.

Dieser Artikel gibt einen vollständigen Überblick über die aktuellen und kommenden Dacia E-Autos, erklärt die technischen Unterschiede und zeigt, wie Halter:innen zusätzlich mit der THG-Prämie 2026 von ihrem Elektroauto profitieren können.

Dacia Spring 2026: Das günstigste Elektroauto Deutschlands

Der Dacia Spring ist und bleibt das Flaggschiff der Marke in Sachen Elektromobilität. Zum Modelljahr 2026 hat Dacia das kompakte Stadtauto technisch grundlegend überarbeitet, ohne den Einstiegspreis anzuheben.

Neue Motoren mit deutlich mehr Leistung

Das auffälligste Merkmal des Spring Modelljahr 2026 sind die zwei neuen Antriebseinheiten:

  • Spring 70: 52 kW (70 PS), Zwischenspurt 80-120 km/h in 10,3 Sekunden, Sprint 0-100 km/h in ca. 12,3 Sekunden
  • Spring 100: 75 kW (100 PS), Zwischenspurt 80-120 km/h in 6,9 Sekunden, Sprint 0-100 km/h in ca. 9,6 Sekunden

Zum Vergleich: Das frühere Topmodell mit 65 PS benötigte für denselben Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h noch 14 Sekunden. Die neue 100-PS-Variante schafft dies in 6,9 Sekunden. Für Überholvorgänge auf der Landstraße ist das ein erheblicher Fortschritt, der den Spring im Alltag deutlich entspannter macht.

LFP-Technologie als Premiere im Renault-Konzern

Eine technische Besonderheit des überarbeiteten Spring ist die neue Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) mit 24,3 kWh Kapazität. Es ist das erste Fahrzeug im gesamten Renault-Konzern, das mit dieser Batterietechnologie ausgestattet wird. Trotz der geringeren Kapazität im Vergleich zum Vorgängermodell bleibt die WLTP-Reichweite mit bis zu 225 bzw. 228 Kilometern (je nach Motorisierung) auf dem bisherigen Niveau.

Hinweis: LFP-Batterien gelten als besonders langlebig und verlieren im Alltag deutlich weniger Kapazität über die Laufzeit als herkömmliche NMC-Akkus. Dacia gewährt zudem eine Batteriegarantie von acht Jahren oder 120.000 Kilometern.

Verbesserte Ladezeiten

Neu ist ein optionaler 40-kW-DC-Schnelllader, der für die Ausstattungslinien Expression und Extreme erhältlich ist. Damit lädt der Spring von 20 auf 80 Prozent in rund 29 Minuten. Der serienmäßige Wechselstromlader ist als einphasiger 32-Ampere-Lader ausgelegt, was einer theoretischen Ladeleistung von 7 kW entspricht. In der deutschen Praxis gilt jedoch die Schieflastverordnung: An einem normalen Hausanschluss ist einphasiges Laden häufig auf 4,6 kW oder sogar 3,7 kW begrenzt. Die von Dacia angegebene Ladezeit von rund 3 Stunden und 20 Minuten an der Wallbox lässt sich daher nur dann voll ausreizen, wenn der Hausanschluss und die Wallbox entsprechend ausgelegt sind. 

Tipp: Wer regelmäßig zügig laden möchte, sollte beim Wallbox-Kauf auf eine dreiphasige Variante achten oder den optionalen DC-Schnelllader wählen.

Preise und Ausstattungslinien

Ausstattung Motor Listenpreis Besonderheiten
Essential 70 PS (52 kW) ab 16.900 € Basisausstattung, aktuell nicht bestellbar
Expression 70 PS (52 kW) ab 18.700 € 15-Zoll-Räder, opt. DC-Schnelllader
Extreme 100 PS (75 kW) ab 19.700 € 10-Zoll-Touchscreen, Matrix-LED opt.

Tipp: Bis Ende Juni 2026 gewährt Dacia einen Elektrobonus von 3.000 Euro bei Leasing oder Finanzierung. Der reguläre Basispreis liegt damit bei 15.700 Euro für die Expression-Variante. Der Spring ist damit weiterhin das günstigste Elektroauto auf dem deutschen Markt.

Fahrwerk und Aerodynamik

Neben dem Antrieb hat Dacia auch das Fahrwerk überarbeitet. Erstmals verfügt der Spring über Stabilisatoren, die Federelemente wurden neu abgestimmt und der Bremskraftverstärker überarbeitet. In Verbindung mit einer neu kalibrierten elektrischen Servolenkung soll das Fahrverhalten spürbar stabiler und direkter sein. Auch die Aerodynamik wurde optimiert, was zur gleichbleibenden Reichweite trotz kleinerer Batterie beiträgt.

Wofür eignet sich der Dacia Spring?

Der Spring ist klar als Stadt- und Pendlerfahrzeug konzipiert. Dacia hat ausgewertet, dass Spring-Fahrer:innen im Alltag durchschnittlich rund 37 Kilometer täglich zurücklegen und überwiegend an der heimischen Steckdose laden. Für diese Nutzung ist der Spring optimal ausgelegt:

  • Kompakte Abmessungen (3,70 m Länge) für enges Stadtparken
  • Niedriger Verbrauch von rund 12,7 kWh/100 km
  • Ladekosten von unter 6 Euro für 100 Kilometer
  • Wendigkeit im Stadtverkehr durch geringen Wendekreis

Für regelmäßige Langstrecken oder Autobahnfahrten ist der Spring hingegen weniger geeignet. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 125 km/h begrenzt, die Reichweite entspricht einer Tagesleistung für Städter:innen.

Das kommende zweite Dacia E-Auto: Evader (Ende 2026)

Noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 soll ein zweites vollelektrisches Modell von Dacia auf den Markt kommen. In Fachmedien wird es bereits als "Evader" bezeichnet, ein offizieller Name steht noch aus. Das Modell wurde in weniger als 16 Monaten entwickelt, was durch die Nutzung einer bestehenden Konzernplattform möglich war.

Technische Basis: AmpR-Small-Plattform

Das neue Modell basiert auf der AmpR-Small-Plattform der Renault-Gruppe, die auch beim Renault Twingo E-Tech, dem Renault 4 und dem Renault 5 E-Tech Electric zum Einsatz kommt. Die Produktion soll gemeinsam mit dem Twingo im slowenischen Werk Novo Mesto erfolgen. Das hat einen wichtigen Vorteil: Im Gegensatz zum Spring, der in China gefertigt wird, entfallen damit Einfuhrzölle, was die Preisstabilität langfristig sichert.

Erwartete technische Daten

Merkmal Erwarteter Wert
Fahrzeuglänge ca. 3,80-3,85 m
Batterie 27,5 kWh LFP
Reichweite (WLTP) bis zu 262 km
Motorleistung ca. 60 kW (82 PS)
AC-Laden 11 kW
DC-Laden bis zu 50 kW
Einstiegspreis unter 18.000 €

Das neue Modell soll den Spring nicht ersetzen, sondern ergänzen. Es ist etwas größer, bietet mehr Reichweite und vor allem deutlich bessere Lademöglichkeiten, insbesondere beim DC-Schnellladen. Damit schließt Dacia eine Lücke zwischen dem günstigsten Einstiegsmodell Spring und einem künftigen elektrischen Sandero, der für 2027 erwartet wird.

Hinweis: Alle technischen Angaben zum kommenden Evader basieren auf aktuell verfügbaren Medienberichten und Erlkönig-Sichtungen. Offizielle Daten von Dacia stehen noch aus.

Der Weg zur Elektroflotte: Dacia bis 2030

Dacia hat eine klare Roadmap für die Elektrifizierung der gesamten Modellpalette vorgestellt. Die wichtigsten Meilensteine:

  • 2026: Überarbeiteter Spring + neues Elektromodell auf AmpR-Small-Basis (Evader)
  • 2027: Neuer Sandero der dritten Generation, erstmals auch als Vollstromer
  • bis 2030: Insgesamt vier rein elektrische Modelle im Programm
  • bis 2030: Rund zwei Drittel aller Verkäufe sollen auf elektrifizierte Antriebe entfallen

Zusätzlich arbeitet Dacia an einem Konzept namens Hipster, einem extrem kompakten Stadtfahrzeug mit vier Sitzplätzen auf nur drei Metern Länge. Dacia-Chefin Katrin Adt erklärte, dass es einen klaren Marktbedarf für ein sehr erschwingliches Elektroauto gebe. Die Serienproduktion soll frühestens 2030 starten, sobald regulatorische EU-Rahmenbedingungen feststehen.

Neben der rein elektrischen Strategie setzt Dacia auch auf Hybridantriebe: Für Duster und Bigster gibt es bereits vollhybride Varianten, und für den Sandero ist ebenfalls ein Hybridantrieb angekündigt.

THG-Prämie für das Dacia E-Auto: So profitieren Halter:innen doppelt

Wer ein rein batterieelektrisches Elektroauto hält, kann jährlich die THG-Prämie beantragen und so zusätzlich Geld verdienen. Das gilt für den Dacia Spring ebenso wie für alle künftigen vollelektrischen Dacia-Modelle und Elektroautos fremder Marken, sofern sie als Fahrzeugklasse M1 zugelassen sind.

Was ist die THG-Prämie?

Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein staatliches Instrument zur Förderung der Elektromobilität. Als Halter:in eines E-Autos sparen Sie gegenüber einem vergleichbaren Verbrennerfahrzeug nachweislich CO₂ ein. Diese eingesparte Menge wird vom Umweltbundesamt zertifiziert und kann anschließend an Mineralölunternehmen verkauft werden, die gesetzlich zur Emissionsminderung verpflichtet sind. Den Erlös aus diesem Verkauf erhalten Sie als THG-Prämie ausgezahlt.

Wer ist berechtigt?

Berechtigt sind ausschließlich Halter:innen von rein batterieelektrischen Fahrzeugen mit gültiger Zulassungsbescheinigung Teil I. Plug-in-Hybride, Wasserstofffahrzeuge und Verbrenner sind ausgeschlossen. Entscheidend ist allein der Eintrag als Halter:in im Fahrzeugschein. Das gilt auch für Leasingfahrzeuge, sofern der Leasingnehmer als Halter:in eingetragen ist.

Tipp: Die THG-Prämie muss jährlich neu beantragt werden. Bei emobility.energy ist der Antrag vollständig digital, DSGVO-konform und wird auf deutschen Servern verarbeitet. Die Zulassungsbescheinigung Teil I einfach hochladen, fertig.

THG-Prämienmodelle bei emobility.energy 2026

Modell Auszahlung Besonderheit
Express 2026 150 € Auszahlung meist innerhalb von 48 Stunden
Garant 2026 250 € (fix) Inkl. 75 € Neukundenbonus, Festbetrag
Variabel Garant 2026 bis zu 450 €, mind. 170 € Marktpreisabhängig mit Mindestsicherung

Je nach Präferenz, ob Planungssicherheit oder maximaler Erlös im Vordergrund steht, eignen sich unterschiedliche Modelle. Der THG-Prämienrechner hilft dabei, die individuelle Auszahlung vorab zu kalkulieren.

Hinweis: Für Privatkunden ist die THG-Prämie laut Bundesfinanzministerium steuerfrei, da die Erlöse keiner Einkunftsart zugeordnet werden. Bei Fahrzeugen aus dem Betriebsvermögen eines Unternehmens gilt die Prämie als Betriebseinnahme und ist entsprechend zu versteuern.

Lohnt sich die THG-Prämie beim Dacia Spring besonders?

Ja. Gerade weil der Dacia Spring als vergleichsweise günstiges Fahrzeug angeschafft wird, lohnt sich die jährliche THG-Prämie als zusätzliche Einnahmequelle besonders. Mit dem Garant-Modell von emobility.energy erhalten Halter:innen 2026 einen garantierten Festbetrag von 250 Euro, inklusive 75 Euro Neukundenbonus. Das entspricht bei einem Fahrzeug mit einem Listenpreis ab 16.900 Euro einer nicht unerheblichen jährlichen Rendite ohne jeden Aufwand.

Dacia E-Auto und Ladeinfrastruktur: Was Besitzer:innen wissen sollten

Wer ein Elektroauto fährt, lädt überwiegend zu Hause. Dacia selbst hat ausgewertet, dass die meisten Spring-Fahrer:innen ihre heimische Steckdose nutzen. Wer eine eigene Wallbox betreibt oder plant, kann zusätzlich vom THG-Ladestromportal profitieren.

Wird eine Wallbox oder Ladesäule für Dritte zugänglich gemacht und beim Bundesnetzagentur-Register eingetragen, können die darüber abgegebenen Ladeströme ebenfalls als THG-Quote zertifiziert und verkauft werden. Das gilt für Privatpersonen ebenso wie für Unternehmen, Hotels, Parkplatzbetreiber:innen oder Stadtwerke.

Für Halter:innen eines Dacia E-Autos, die auch eine Wallbox betreiben, ergibt sich damit eine zweifache Nutzung des THG-Systems: die Prämie für das Fahrzeug und die separate Vergütung für den abgegebenen Ladestrom.

Zusammenfassend: Dacia E-Auto 2026 als Einstieg mit echtem Mehrwert

Die Marke Dacia und der damit verbundene Dacia Spring ist 2026 weit mehr als ein günstiges Stadtauto. Mit dem technisch grundlegend überarbeiteten Spring, dem baldigen zweiten Elektromodell auf europäischer Plattform und einer klar kommunizierten Roadmap bis 2030 zeigt Dacia, dass preiswerte Elektromobilität und substanzielle Technik kein Widerspruch sind.

Für Halter:innen des Spring oder eines künftigen Dacia-Elektromodells ergibt sich zudem ein konkreter finanzieller Vorteil: Die jährliche THG-Prämie verwandelt den Klimabeitrag des E-Fahrens in eine direkte Auszahlung, vollständig digital und ohne nennenswerten Aufwand. 

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FAQ: Dacia E-Auto und THG-Prämie

Welche Dacia-Modelle sind aktuell als reines Elektroauto erhältlich?

Aktuell ist der Dacia Spring das einzige rein batterieelektrische Modell im Programm. Er ist seit 2021 auf dem Markt und wurde zum Modelljahr 2026 umfangreich überarbeitet. Ein zweites Elektromodell, intern als "Evader" bezeichnet, soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf den Markt kommen.

Kann ich für den Dacia Spring die THG-Prämie beantragen?

Ja. Der Dacia Spring ist als rein batterieelektrisches Fahrzeug der Klasse M1 vollständig für die THG-Prämie berechtigt. Halter:innen können einmal jährlich ihre THG-Quote über einen Anbieter wie emobility.energy einreichen und die Prämie ausgezahlt bekommen.

Wie hoch ist die THG-Prämie für den Dacia Spring 2026?

Die genaue Höhe hängt vom gewählten Modell ab. Bei emobility.energy erhalten Halter:innen 2026 mit dem Garant-Modell einen garantierten Festbetrag von 250 Euro, inklusive 75 Euro Neukundenbonus. Beim variablen Modell sind je nach Marktpreis bis zu 450 Euro möglich, mindestens jedoch 170 Euro garantiert.

Wie weit kommt der Dacia Spring 2026?

Der Dacia Spring Modelljahr 2026 erreicht laut WLTP eine Reichweite von bis zu 225 Kilometern (70-PS-Version) bzw. 228 Kilometern (100-PS-Version). Er ist als Stadtauto und für kurze bis mittlere Pendelstrecken optimiert.

Wann kommt das zweite Dacia-Elektroauto?

Das zweite rein elektrische Dacia-Modell, das auf der AmpR-Small-Plattform der Renault-Gruppe basiert, soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf den Markt kommen. Es wird voraussichtlich auf der Pariser Automesse im Oktober 2026 vorgestellt. Der Einstiegspreis soll unter 18.000 Euro liegen.

Besuchte Quellen

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