Wallbox: Förderung der Elektromobilität
Wallboxen spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung der Elektromobilität. Diese Heimladestationen ermöglichen es Besitzer:innen von Elektroautos, ihre Fahrzeuge bequem und effizient zu Hause aufzuladen. In Deutschland gibt es Wallboxen mit 11 kW und mit 22 kW.
Mit einer eigenen Wallbox können E-Auto-Besitzer den Vorteil nutzen, ihre Fahrzeuge mit kostengünstigerem Nachtstrom oder sogar mit selbst erzeugtem Solarstrom zu laden. Mit einer bidirektionalen Wallboxen haben E-Mobilisten sogar den Vorteil einen Energiespeicher im Eigenheim zu haben.
Die bundesweite KfW-Wallbox-Förderung ist ausgelaufen
Die bundesweite KfW-Förderung für Wallboxen (Programm 442 „Solarstrom für Elektroautos“) sowie die Klassiker 440 und 441 sind seit geraumer Zeit ausgelaufen. Doch für 2026 gibt es neue Hoffnung: Der Fokus der Bundesregierung liegt nun verstärkt auf Mehrfamilienhäusern und Wohneigentümergemeinschaften (WEG).
Wer eine Wallbox in einer Tiefgarage oder auf einem gemeinschaftlichen Parkplatz installieren möchte, sollte die aktuellen Bekanntmachungen der KfW für 2026 genau prüfen, da hier gezielte Programme zur Entlastung des Stromnetzes und zur Förderung des urbanen Ladens und der Ladeinfrastruktur erwartet werden.
Eine Förderung für die Wallbox gibt es noch in diesem Bundesland
Während bundesweite Programme pausieren, sind die einzelnen Bundesländer die wichtigsten Geldgeber für 2026. Nordrhein-Westfalen bleibt mit dem Programm progres.nrw Vorreiter: Hier werden private Ladepunkte mit bis zu 1.500 Euro bezuschusst, sofern sie mit Ökostrom betrieben werden. Die Förderung kann hier bei der Landesregierung NRW beantragt werden.
Wichtiger Hinweis: Das Programm pausiert traditionell über den Jahreswechsel und startet voraussichtlich im Februar 2026 mit frischem Budget neu.
Aber auch in Baden-Württemberg gibt es über das Programm Charge@BW immer wieder Förderaufrufe, insbesondere für Vereine und Unternehmen. Sowie in Rheinland-Pfalz: Die Stadt Landau bietet beispielsweise ein eigenes Programm mit 300 Euro pauschal bis April 2026 an.
Wichtig für 2026: Da diese Töpfe oft zu Jahresbeginn neu gefüllt werden und schnell erschöpft sind, ist eine frühzeitige Antragstellung vor dem Kauf der Wallbox entscheidend.
Wallbox-Förderung von Gemeinden und Kommunen im Überblick
Neben der Förderung in NRW gibt es auch weiterhin zahlreiche kommunale Programme, die die Installation von Wallboxen fördern. Die Tabelle zeigt alle Programme der Wallbox-Förderung in 2026 auf:
Die THG-Prämie für Ladepunkte: Die etwas andere Wallbox-Förderung
Eine etwas andere Art der Förderung von Wallboxen ist die THG-Prämie (oder THG-Quote). Betreiber von öffentlichen Ladepunkten können entnommenen Ladestrom über einen Anbieter wie emobility.energy zertifizieren lassen und als CO2-Zertifikate verkaufen. Um diese Prämie zu beantragen, muss der Ladepunkt im Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur gelistet sein und über eine gültige EVSE-ID und eine Betreibernummer verfügen. Der Ladepunkt muss zudem öffentlich zugänglich sein, um die Voraussetzungen für die THG-Prämie zu erfüllen.
Weitere Informationen und detaillierte Schritte zur Beantragung finden Sie im Ratgeber zur Beantragung der THG-Prämie von Wallboxen.
Wallbox Förderung für Unternehmen & Gewerbe
Unternehmen spielen eine Schlüsselrolle bei der Verkehrswende. 2026 profitieren Betriebe weniger von direkten Zuschüssen, sondern massiv von steuerlichen Erleichterungen, wie z.B.:
- Turboabschreibung für Ladeinfrastruktur: Dank des Wachstumschancengesetzes können Unternehmen Investitionen in Wallboxen und deren Installation im ersten Jahr mit einer Sonderabschreibung von bis zu 40 % steuerlich geltend machen. Das senkt die effektiven Anschaffungskosten deutlich.
- Dienstwagen-Privileg: Die Grenze für die 0,25 %-Versteuerung von E-Dienstwagen wurde auf 100.000 Euro Bruttolistenpreis angehoben (für alle Fahrzeuge ab Zulassung Juli 2025).
- Gewerbe-Bonus in Kommunen: Viele Städte (wie z.B. München oder Düsseldorf) bieten spezielle Tarife oder Zuschüsse für die Errichtung von Ladepunkten auf Betriebsgeländen an, wenn diese auch Mitarbeitern oder Kunden zur Verfügung stehen.
- Mitarbeiter-Laden zu Hause: Errichtet ein Unternehmen eine Wallbox beim Mitarbeiter zu Hause, bleibt dies unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei. Ab 2026 ist hierbei jedoch auf die Nutzung von MID-konformen Zählern zu achten, um den Ladestrom rechtssicher abzurechnen.
Maximale Rendite: Die Kombination aus PV-Anlage und THG-Prämie
Ein Geheimtipp für 2026 ist die Verknüpfung der Wallbox mit einer Photovoltaik-Anlage. Wer den selbst erzeugten Solarstrom an seiner (halb-)öffentlichen Wallbox (z.B. auf einem Kundenparkplatz) abgibt, kann die THG-Prämie deutlich steigern. Durch den Einsatz eines RLM-Zählers und den Nachweis von echtem Grünstrom lassen sich durch den sogenannten Anrechnungsfaktor wesentlich höhere Erlöse pro kWh erzielen als beim herkömmlichen Netzstrom-Mix. emobility.energy unterstützt Sie dabei, diese komplexen Zertifizierungsprozesse einfach abzuwickeln. Haben Sie Fragen hierzu, dann melden Sie sich gerne bei uns.
FAQ: Häufige Fragen zur Wallbox Förderung 2026
Kann ich die Wallbox-Förderung nachträglich beantragen?
In fast allen Förderprogrammen (insbesondere in NRW und bei Kommunen) gilt: Der Antrag muss vor dem Kauf und vor der Beauftragung des Elektrikers gestellt werden. Nachträgliche Einreichungen werden in der Regel abgelehnt.
Wird auch die Installation der Wallbox gefördert?
Ja, die meisten Förderprogramme (z.B. in München oder Düsseldorf) beziehen sich auf die Gesamtkosten. Das umfasst das Gerät selbst, die Montage, den notwendigen Durchbruch und den Anschluss an den Sicherungskasten.
Benötige ich für die Förderung zwingend einen Ökostrom-Vertrag?
Ja, die Nutzung von 100 % Ökostrom (entweder über den Versorger oder eine eigene PV-Anlage) ist bei fast allen aktuellen Förderprogrammen im Jahr 2026 eine Grundvoraussetzung.
Gibt es 2026 noch die 900-Euro-Förderung der KfW?
Nein, das ursprüngliche Programm KfW 440 ist endgültig eingestellt. 2026 liegen die Schwerpunkte auf der gewerblichen Nutzung, Mehrfamilienhäusern und der intelligenten Vernetzung von Wallbox, Speicher und PV.

