Geld für E-Auto wird durch den Verkauf der THG-Quote möglich: E-Auto-Besitzer:innen können durch den Verkauf ihrer CO₂-Einsparungen bis zu 450€ Prämie pro Jahr erhalten. Die Höhe variiert je nach Anbieter und gewähltem Auszahlungsmodell. Die Berechtigung zur Teilnahme am THG-Quotenhandel ist auf Besitzer:innen von rein batterieelektrischen Fahrzeugen beschränkt, Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen.
Warum gibt es Geld fürs E-Auto?
Die THG-Prämie ist der finanzielle Erlös, den Halter:innen von Elektrofahrzeugen durch den Verkauf ihrer eingesparten CO₂-Emissionen erzielen. Dieses System basiert auf der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote), die Mineralölunternehmen gesetzlich verpflichtet, ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren.
Die THG-Prämien für 2026 liegen aktuell bei mindestens 200 Euro, mit Bonuszahlungen sind Prämien von über 450 Euro möglich. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine deutliche Steigerung, 2025 lagen die Prämien noch zwischen 80 und 300 Euro.
Hinweis: Das Umweltbundesamt zertifiziert für 2026 voraussichtlich eine CO₂-Einsparung von rund 746 Kilogramm pro E-Auto. Diese Menge bildet die Grundlage für die Berechnung der THG-Prämie und wird jährlich auf Basis des Strommixes der vorangegangenen zwei Jahre neu berechnet.
So funktioniert der THG-Quotenhandel
Das Prinzip hinter dem Geld für dein E-Auto ist denkbar einfach: Mineralölkonzerne sind verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen Jahr für Jahr zu senken. Die THG-Minderungsquote steigt von 11,3 Prozent in 2026 bis auf 25,1 Prozent im Jahr 2030. Um diese Vorgaben zu erfüllen, können Unternehmen CO₂-Zertifikate von E-Auto-Halter:innen kaufen.
Der Ablauf im Detail:
- Zertifizierung: Das Umweltbundesamt berechnet pauschal, wie viel CO₂ ein Elektrofahrzeug im Vergleich zu einem Verbrenner einspart
- Bündelung: THG-Anbieter sammeln die Quoten vieler E-Auto-Besitzer:innen und verkaufen diese gebündelt
- Verkauf: Die gebündelten Quoten werden an quotenverpflichtete Unternehmen verkauft
- Auszahlung: Die Halter:innen erhalten ihre THG-Prämie
Tipp: Private Halter:innen müssen das Geld für Ihr E-Auto nicht versteuern, die Erlöse aus dem THG-Quotenhandel gelten nach aktueller Finanzrechtsprechung nicht als steuerpflichtige Einkünfte. Nur bei Firmenfahrzeugen gilt die THG-Prämie als Betriebseinnahme und muss entsprechend versteuert werden.
Höchste THG-Prämie 2026: Der große Anbietervergleich
Die Höhe der Prämie unterscheidet sich erheblich zwischen den Anbietern. Beim Vergleich sollten Sie auf mehrere Faktoren achten:
Prämienmodelle im Überblick
- Flexible Auszahlung (bis zu 450€): Bei diesem Modell orientiert sich die Auszahlung am tatsächlich erzielten Marktpreis. Wenn der beauftragte THG-Anbieter die Quote zu einem guten Preis verkauft, erhalten Sie auch eine hohe Prämie. Das Risiko: Bei schlechter Marktlage fällt die Prämie geringer aus.
- Garantierte Auszahlung (150-250€): Hier erhalten Sie einen festen Betrag, unabhängig von der Marktentwicklung. Die höchsten Garantieprämien für 2026 liegen aktuell bei 250 Euro. Diese Option bietet Planungssicherheit, verzichtet aber auf mögliche Mehrerlöse.
- Express-Auszahlung (80-150€): Wer nicht mehrere Monate warten möchte, kann sich für die Sofortauszahlung entscheiden. Die Prämie ist zwar niedriger, wird aber bereits innerhalb von 24-48 Stunden überwiesen.
Die wichtigsten Anbieter im Vergleich
Hinweis: Die angegebenen Prämien beinhalten teilweise Neukundenboni und können sich im Jahresverlauf ändern.
Warum steigen die Prämien 2026?
Nach dem Preisverfall der vergangenen Jahre gibt es 2026 mehrere Gründe für steigende Prämien:
1. Strengere Quotenvorgaben
Die Bundesregierung hat die nationale THG-Quote verlängert und plant eine schrittweise Steigerung. Dies erhöht die Nachfrage nach CO₂-Zertifikaten erheblich und hält den Druck auf quotenverpflichtete Mineralölkonzerne hoch.
2. RED-III-Richtlinie
Die europäische Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) bringt strengere Vorgaben für Biokraftstoffe. Das Verbot von Soja- oder Palmöl-basierten Biokraftstoffen für den Quotenhandel ist der Haupttreiber für den Preisanstieg 2026 und soll die Nachfrage nach echten Emissionseinsparungen erhöhen.
3. Keine Übertragbarkeit mehr
In den Jahren 2025 und 2026 dürfen nur noch THG-Zertifikate aus dem jeweiligen Jahr angerechnet werden. Unternehmen können billig erworbene Zertifikate aus der Vergangenheit nicht mehr übertragen, was zu einer höheren Nachfrage führt.
4. Saubererer Strommix
Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wird der deutsche Strommix klimafreundlicher. Dies erhöht die CO₂-Einsparungen von Elektrofahrzeugen und damit den Wert der THG-Quote.
Wer kann Geld für sein E-Auto beantragen?
Grundsätzlich können alle Halter:innen von rein batterieelektrischen Fahrzeugen die THG-Prämie beantragen:
- PKW: Alle zugelassenen Elektroautos
- Nutzfahrzeuge: E-LKW, E-Busse und E-Transporter
- Zweiräder: Zulassungspflichtige E-Motorräder und E-Roller
Ausgeschlossen sind:
- Plug-in-Hybridfahrzeuge
- Wasserstoff-Fahrzeuge
- Zulassungsfreie Kleinkrafträder
- E-Bikes ohne Zulassungspflicht
Tipp: Auch Leasingnehmer:innen können die Prämie beantragen, sofern sie als Halter:in im Fahrzeugschein eingetragen sind.
So beantragen Sie Geld für E-Auto in 3 Schritten
Der Antragsprozess ist denkbar einfach und dauert nur wenige Minuten:
Schritt 1: Anbieter vergleichen und auswählen
Nutzen Sie unseren THG-Prämienrechner, um die aktuellen Angebote zu vergleichen. Achten Sie dabei nicht nur auf die Prämienhöhe, sondern auch auf:
- Vertragslaufzeit (einjährig oder mehrjährig)
- Auszahlungsdauer
- Kundenbewertungen
- Seriosität des Anbieters
Schritt 2: Fahrzeugschein hochladen
Laden Sie eine Kopie oder ein Foto der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) beim gewählten Anbieter hoch. Geben Sie zusätzlich Ihre Bankverbindung an.
Schritt 3: Auszahlung erhalten
Der Anbieter kümmert sich um die Zertifizierung beim Umweltbundesamt und den Verkauf der Quote. Die Zertifizierung dauert aktuell rund 5 bis 7 Monate, erst danach kann der Anbieter die Quote verkaufen und auszahlen.
Wichtig: Die gesetzliche Frist zur Einreichung beim Umweltbundesamt endet am 15. November 2026. Da die Anbieter die Unterlagen jedoch bündeln und aufbereiten müssen, empfehlen die meisten eine Einreichung bis spätestens 10. November. Je früher Sie beantragen, desto sicherer ist die rechtzeitige Bearbeitung.
Kombiprämie oder jährlicher Wechsel?
Einige Anbieter bieten Kombiprämien für zwei Jahre an. Dabei verpflichten Sie sich, die THG-Quote für 2026 und 2027 an denselben Anbieter zu verkaufen.
Vorteile der Kombiprämie:
- Geringerer Aufwand durch einmalige Anmeldung
- Planungssicherheit für zwei Jahre
- Teilweise attraktive Gesamtprämien
Nachteile der Kombiprämie:
- Falls die Prämien im Folgejahr steigen, profitieren Sie nicht davon
- Weniger Flexibilität beim Anbieterwechsel
- Kein Zugang zu Neukundenboni im zweiten Jahr
Unser Tipp: Wenn maximale Auszahlung wichtig ist, bleiben Sie beim klassischen Jahresmodell und vergleichen die Anbieter jährlich neu.
Häufige Fragen zu Geld für E-Auto
Ist die THG-Prämie steuerfrei? Ja, für Privatpersonen ist das Geld für E-Auto nach aktueller Finanzrechtsprechung steuerfrei, da kein Anschaffungsgeschäft vorliegt. Bei Firmenfahrzeugen gilt die Prämie als Betriebseinnahme und muss versteuert werden, hier können auch umsatzsteuerliche Aspekte relevant sein.
Kann ich die Prämie auch für mehrere E-Autos beantragen? Ja, Sie können für jedes zugelassene Elektrofahrzeug separat eine THG-Prämie beantragen. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel zur THG-Prämie für mehrere Fahrzeuge.
Wie lange gibt es die THG-Prämie noch? Die THG-Quote ist bis 2030 gesetzlich festgelegt. Eine Verlängerung bis 2040 wird aktuell diskutiert.
Was passiert bei Anbieterwechsel? Bei Verträgen mit einjähriger Laufzeit können Sie jedes Jahr den Anbieter frei wählen. Bei mehrjährigen Verträgen sind Sie gebunden und sollten die Kündigungsfristen beachten.
Gibt es auch Geld für Wallboxen? Ja, Betreiber:innen öffentlich zugänglicher Ladepunkte können ebenfalls eine THG-Prämie erhalten. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ladestromportal oder im Artikel zur THG-Prämie für Wallboxen.
Fazit: Jetzt Geld für dein E-Auto sichern
Das Jahr 2026 bietet E-Auto-Halter:innen die Chance auf deutlich höhere Prämien als in den Vorjahren. Mit bis zu 450€ bei flexibler Auszahlung oder garantierten 250€ lässt sich die Elektromobilität noch attraktiver gestalten.
Die wichtigsten Erfolgsfaktoren:
✓ Anbieter sorgfältig vergleichen – nicht nur auf die Prämienhöhe achten
✓ Frühzeitig beantragen – die Frist endet zwischen dem 31. Oktober - 10. November 2026
✓ Vertragslaufzeit prüfen – einjährige Verträge bieten mehr Flexibilität
✓ Express-Auszahlung erwägen – wenn schnelles Geld wichtiger als Maximalbetrag ist
Ob die Prämien im Jahresverlauf weiter steigen oder stagnieren, lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen. Wer sich jetzt eine Garantieprämie sichert, geht auf Nummer sicher und profitiert von deutlich höheren Beträgen als noch 2025.
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