THG-Prämie 2023 - Alle Zuschüsse im Überblick

Im Zuge der steigenden Beliebtheit der Elektromobilität sind zahlreiche Anreize und Prämien entstanden, um den Übergang zu dieser nachhaltigen Art der Fortbewegung zu erleichtern. Eine solche Prämie, die in diesem Jahr ins Rampenlicht rückt, ist die THG Prämie 2023. In diesem Blogbeitrag liefern wir Ihnen einen detaillierten Überblick über diese attraktive Förderung sowie weitere wichtige Zuschüsse und Prämien für Elektroautos.

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  1. Was ist die THG Prämie in 2023?
  2. Was ist die THG-Quote?
  3. Änderungen in der Förderlandschaft für Elektroautos 2023
  4. Steuervorteile und Förderungen beim Kauf eines Elektroautos
  5. Förderung der Ladeinfrastruktur
  6. Fazit

Was ist die THG Prämie in 2023?

Die THG-Prämie, offiziell bekannt als Treibhausgasminderungsquote, ist eine lohnende und unkomplizierte Förderung, die leicht zu beantragen ist. Sie ist nicht einmalig, sondern wird jährlich ausgezahlt. Ein besonderes Merkmal der THG-Prämie ist, dass sogar der Strom, den Sie aus Ihrer heimischen Wallbox beziehen, gefördert werden kann.

Die THG-Prämie basiert auf dem Prinzip, dass Kraftstoffanbieter verpflichtet sind, einen bestimmten Anteil ihrer Energie aus erneuerbaren Quellen zu liefern. Sie können dies erreichen, indem sie biogene Kraftstoffe verwenden oder die Elektromobilität fördern - in diesem Fall zahlen sie Elektroautobesitzern die THG-Prämie.

Was ist die THG-Quote?

Die THG-Quote, kurz für Treibhausgasminderungsquote, ist ein Mechanismus in Deutschland, der darauf abzielt, den Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor zu erhöhen und somit Treibhausgase zu reduzieren. Dies ist Teil der Bemühungen Deutschlands, seine Emissionen gemäß den Zielen des Pariser Klimaabkommens und der Europäischen Union zu senken.

Die THG-Quote verpflichtet Kraftstofflieferanten - also Unternehmen, die fossile Kraftstoffe wie Benzin oder Diesel in Verkehr bringen - ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren. Sie können dies beispielsweise erreichen, indem sie einen bestimmten Anteil erneuerbarer Energien in ihre Kraftstoffe einmischen. Ein alternativer Ansatz, um ihre CO2-Bilanz zu verbessern, besteht darin, CO2-Zertifikate zu erwerben, die auf der Nutzung von Elektroautos basieren.

In diesem Zusammenhang spielt emobility.energy eine wichtige Rolle. Mit Hilfe des Fahrzeugscheins des Kunden und Informationen vom Umweltbundesamt erstellen wir ein CO2-Zertifikat, welches den CO2-Vermeidungswert des betreffenden Elektroautos repräsentiert. Dieses Zertifikat wird dann an die Mineralölfirmen weiterverkauft. Die aus diesem Verkauf resultierenden Einnahmen werden zum Teil an die Kunden ausgeschüttet, was effektiv eine THG-Prämie für Elektroautofahrer darstellt.

Es ist wichtig zu beachten, dass die THG-Quote nicht mit den individuellen Emissionen eines bestimmten Fahrzeugs zusammenhängt, sondern mit den Gesamtemissionen des Kraftstofflieferanten. Die Quote wird jährlich angepasst, um die Ziele der Treibhausgasreduktion schrittweise zu erhöhen.

Änderungen in der Förderlandschaft für Elektroautos 2023

Das Jahr 2023 bringt einige Veränderungen in der Förderlandschaft für Elektroautos mit sich. Eine der wichtigsten ist die Überarbeitung des Umweltbonus, auch bekannt als BAFA-Prämie. Ab Januar 2023 gelten neue Regeln für diese Prämie, die den Kauf von Elektroautos fördert. Die Fördersumme wurde reduziert und ab dem 1. September 2023 gilt der Bonus nur noch für Privatpersonen. Plug-in-Hybride werden ab 2023 nicht mehr gefördert.

Steuervorteile und Förderungen beim Kauf eines Elektroautos

Neben der THG-Prämie in 2023 und dem Umweltbonus gibt es weitere steuerliche Anreize, die beim Kauf eines Elektroautos berücksichtigt werden sollten. So ist man beispielsweise bei der Anschaffung eines Elektroautos von der Kfz-Steuer befreit, wenn das Fahrzeug zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2025 zugelassen wurde. Diese Befreiung gilt für einen Zeitraum von zehn Jahren. Arbeitnehmer, die ein Elektroauto als Firmenwagen nutzen und es auch privat fahren, profitieren von einer reduzierten Besteuerung des geldwerten Vorteils. Außerdem ist das Aufladen des Elektroautos am Arbeitsplatz steuerfrei.

Steuerliche Anreize auf Bundesebene

Die Bundesregierung bietet mehrere steuerliche Anreize an, die den Kauf und Betrieb von Elektroautos erleichtern. Die THG-Prämie 2023 ist dabei das Herzstück dieser Anstrengungen und bietet bedeutende finanzielle Entlastung. Darüber hinaus hat die Bundesregierung die Steuerbefreiung für Elektroautos bis 2030 verlängert, was eine weitere finanzielle Erleichterung für die Eigentümer darstellt. Für Arbeitnehmer, die ein Elektro- oder Hybrid-Dienstfahrzeug nutzen, gibt es ebenfalls erhebliche steuerliche Vorteile, die den Umstieg auf umweltfreundlichere Fahrzeuge noch attraktiver machen.

Regionale Förderung: Ein übersehenes Juwel

Die Unterstützung für Elektroautos endet jedoch nicht auf Bundesebene. In vielen Bundesländern und Städten gibt es zusätzliche Förderprogramme, die oftmals übersehen werden. Diese regionalen Anreize können sich in Form von zusätzlichen Prämien für den Kauf von Elektroautos, Zuschüssen für die Einrichtung von Ladesäulen, kostenfreien Parkplätzen in Stadtzentren oder sogar der kostenfreien Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel manifestieren. Es lohnt sich, die Angebote auf den Webseiten der jeweiligen Bundesländer und Städte zu prüfen, um keine regionalen Förderungen zu verpassen.

Förderung der Ladeinfrastruktur

Eine entscheidende Rolle für die Attraktivität der Elektromobilität spielt die Förderung der Ladeinfrastruktur. Leider gab es hier in der Vergangenheit oft Engpässe. Doch mit dem "Förderprogramm Ladeinfrastruktur" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wurden zahlreiche Anreize geschaffen, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland voranzutreiben. Privatpersonen, Unternehmen und Gemeinden können unter bestimmten Bedingungen Zuschüsse für die Errichtung von Ladesäulen erhalten.

Zusätzlich zu den staatlichen Zuschüssen fördern auch viele Energieversorger den Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur, indem sie Rabatte auf Wallboxen und andere Ladelösungen anbieten. Einige Unternehmen bieten sogar kostenlose oder ermäßigte Installationen an, wenn Sie zu einem bestimmten Tarif wechseln.

Für eine tiefgreifende Betrachtung der THG-Prämie, insbesondere wie Elektroautobesitzer durch ihre Wallbox zusätzlich Geld verdienen können, empfehlen wir den Artikel THG Prämie: Geld verdienen mit der Wallbox und dem Elektroauto. Der Beitrag erklärt den Kontext und die Mechanismen der THG-Prämie und bietet wertvolle Einblicke, wie sie einen Beitrag zum Klimaschutz leistet und gleichzeitig finanzielle Vorteile für Elektroautobesitzer bringt.

Fazit zur THG Prämie 2023

Im Jahr 2023 stellt die THG-Prämie eine attraktive Förderung für Elektroautofahrer in Deutschland dar. Sie basiert auf der Treibhausgasminderungsquote, die Kraftstoffanbieter dazu anhält, erneuerbare Energien zu fördern. Neben dieser Prämie bringt 2023 Veränderungen im Umweltbonus, wobei die Fördersumme reduziert und die Unterstützung für Plug-in-Hybride eingestellt wurde. Zusätzlich gibt es steuerliche Anreize wie Kfz-Steuerbefreiung und Vorteile für Firmenwagenbesitzer. Die Bundesregierung bietet weitere steuerliche Vorteile, und es gibt auch regionale Förderprogramme. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur wird ebenfalls unterstützt, sowohl durch staatliche Zuschüsse als auch durch Anreize von Energieversorgern.

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